0:1 in Altach! Erneutes K.O. in der Nachspielzeit

Am Sonntagnachmittag musste der TSV Egger Glas Hartberg eine sehr bittere und schmerzvolle 0:1-Niederlage im Ländle gegen Altach hinnehmen. Lange neutralisierten sich beide Mannschaften und es sah nach einem 0:0 aus, doch wie auch schon im Heimspiel gegen Klagenfurt gab’s das K.O. in der Nachspielzeit. Ärgerlich! Somit kann man auch ein drittes Mal in dieser Saison einen Sieg nicht bestätigen. Die Inkonstanz setzt sich fort. Es waren keinesfalls die besten Leistungen beider Mannschaften, man spürte, dass keines der Teams aufgrund der Ausgangslage verlieren wollte, ein torloses Remis wäre gerecht gewesen (ausgeglichene Torschussbilanz), am Ende gab’s dann aber wieder hängende Köpfe im TSV-Lager.


In der Startformation gab es zwei Umstellungen. Raphael Sallinger und Tobias Kainz spielten anstelle der heute – aufgrund von disziplinären Verfehlungen – nicht im Kader stehenden Akteure Rene Swete und Jürgen Heil. Die Partie gestaltete sich von Beginn an offen, beide Teams versuchten sich nicht zu verstecken, aber auch nicht in das offene Messer zu laufen und nahmen wenig Risiko. Jedoch waren gelungene Aktionen beiderseits Mangelware. Eine „zache“ Partie über weite Strecken, bei sehr warmen Temperaturen. Die zwei besten Aktionen der Hausherren hatte Noah Bischof, der zunächst einen Stanglpass verpasste (20.) und einen Volley genau in die Hände von TSV-Keeper Sallinger schoss (31.). Aus Hartberger Sicht setzte Okan Aydin in der 12. Minute einen Schuss am rechten Eck vorbei. Kurz vor der Pause kam Matija Horvat nach Tadic-Freistoß völlig frei zum Abschluss, haute das Leder aus Top-Position leider weit über den Kasten. Auch ein Tadic-Schuss stellte Casali vor keine Probleme.

Beide Trainer setzten auch nach der Pause auf dieselben Spieler. Nach nur drei Minuten der erste Aufreger. SR Untergasser entschied zunächst auf Handspiel von Tobi Kainz (angelegter Arm) und Strafstoß, nahm die Entscheidung nach VAR-On-Field-Review korrekterweise wieder zurück. Wenige Minuten später hatte der TSV den ersten Eckball zu verzeichnen, die Kopfballchance von Kriwak blieb ungenützt, zuvor hielt Sallinger einen Abschluss von Tibidi fest. In der 79. Minute hätte das Spiel zugunsten des TSV kippen können, wenn nicht müssen. Matija Horvat setzte einen Kopfball nach Kröpfl-Corner nur um Zentimeter am langen Eck vorbei, bitter! Es war die Topchance des Spiels. Drei Minuten vor Ablauf der 90. Minute schaltete sich nochmals der VAR ein, nachdem eine Bukta-Flanke am Oberarm von Abwehrchef Sonnleitner landete, nach erneutem Review sah der Unparteiische auch in dieser Aktion keinen Elfmeter. Alles rechnete mit einem o:0, leider nur bis zur 92. Minute. Bukta hatte über rechts viel zu viel Platz, wurde von der TSV-Defensive nicht attackiert und die Flanke nahm sich Altachs wuchtiger Angreifer Nuhiu mit der Brust herunter und traf volley zum 1:o-Endstand. Dieser entscheidende Treffer darf nicht passieren, das ging viel zu einfach. Ausgerechnet in der 92. Minute gab es die erste Unachtsamkeit der TSV-Hintermannschaft und diese wurde sofort bestraft.

Anstelle einer zweiten „zu Null“ Partie in Folge verloren unsere Jungs eine Partie auf Augenhöhe, eine Schnittpartie gegen einen direkten Konkurrenten. Es ist auch das Ende der Serie gegen Altach. Zuvor hatten wir nur eines der letzten elf Duelle verloren. Jetzt muss man die Leistung genau analysieren und im nächsten (direkten) Spiel gegen Tirol steht ganz klar Wiedergutmachung am Programm. Vor eigenem Publikum müssen am kommenden Samstag (17 Uhr) gegen die WSG Tirol Punkte aufs Konto!


Stimmen zum Spiel:

Klaus Schmidt (Hartberg-Trainer): „Das tut extrem weh. Wir haben vor zwei Wochen dieselbe Situation vorgefunden. Das sind Nackenschläge, die schwierig zu verdauen sind, aber wir müssen das wegstecken, wieder die Kräfte mobilisieren und nach vorne schauen. Es war von der ersten Minute an eine zache Partie, wir haben keine Spritzigkeit reingebracht, aber Altach auch nicht. Swete und Heil haben sich disziplinäre Verfehlungen geleistet, deshalb sind sie heute daheimgeblieben.“

Miroslav Klose (Altach-Trainer): „Es war für mich heute brutal, auch wegen dem Schiedsrichter. Aber wenn man das entscheidende Tor in der letzten Minute schießt, ist es umso schöner. Wir werden jetzt weiterhin an uns arbeiten und versuchen, Stück für Stück besser zu werden.“

Dario Tadic (TSV-Kapitän): „Ganz bitter, wenn du kurz vor Schluss das 0:1 bekommst. Ich denke, heute haben beide Mannschaften nicht ihre beste Leistung gezeigt, deswegen wäre ein 0:0 verdient gewesen. So fahren wir leider mit null Punkten heim. Wir haben uns einiges vorgenommen, aber uns schwer getan.“ 


Admiral Bundesliga 2022/23 | 12. Runde | Sonntag, 16. Oktober 2022

Cashpoint SCR Altach 1:0 (0:0) TSV Egger Glas Hartberg

Cashpoint Arena – Altach, 4.677 Zuseher | SR Untergasser (Oberösterreich)

Spielhighlights: Highlights #ALTHTB

Tor: Nuhiu (90+2.)

Altach: Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Edokpolor – Jurcec (73./Thurnwald), Jäger, Nimaga, Forson (81./Schreiner) – Bischof (63./Tartarotti), Nuhiu, Tibidi (81./Bukta)

Hartberg: Sallinger – M. Horvat, Sonnleitner, Karamarko – Frieser, Kainz (64./Ejupi), Aydin (77./Kröpfl), Fadinger, Providence – Kriwak (64./Paintsil), Tadic (77./Knollmüller)

Gelbe Karten: Edokpolor, Tibidi, Jäger bzw. Fadinger, Horvat, Frieser

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg