0:2-Heimniederlage gegen Kapfenberg!

rasswaldertsvksvIm steirischen Derby musste man sich den Obersteirern geschlagen geben…

Die ersten 25 Minuten waren farblos. Beiden Mannschaften hatten Probleme mit dem Spielaufbau. Enge Räume erschwerten es zusätzlich. Die logische Folge waren Fehlpässe und einige Zweikämpfe. Beide Mannschaften waren taktisch gut eingestellt. Die Kapfenberger versuchten das Spiel an sich zu reißen, doch unsere Truppe stand gut und konnte mit schnellen Gegenangriffen entgegenhalten. Immer wieder versuchte man es über Peter Zulj, doch der letzte Pass war bis dato noch keine Selbstverständlichkeit. Torchancen wurde den Besuchern am „Ladies Day“ rund um Sturm-Trainer Darko Milanic und U21-Teamchef Werner Gregoritsch bisher nicht geboten. Nach einem Schönberger-Rückpass setzte Günter Friesenbichler gut nach und konnte den Abschlagversuch von KSV-Schlussmann Nicht blocken. Beinahe wäre der Ball im Tor gelandet, gutes Pressing der TSV-Offensivabteilung. In der 38. Minute die erste echte Torchance im Spiel. Peter Zulj wurde links freigespielt und sein Schuss aus vollem Lauf schrammte am langen Eck vorbei. Logischer Halbzeitstand in einer ereignislosen Derby-Halbzeit 0:0.

In der 51. Minute heizten sich erstmals die Gemüter auf. SR Grobelnik zeigte Roko Mislov eine harte gelb-rote Karte nach einem zu hohen Bein gegen Maskenmann Maak. Im gleichen Atemzug bestrafte er die Friesenbichler-Elf noch mehr, indem er Kapitän Luca Tauschmann sowie Matthias Hopfer wegen angeblicher Unsportlichkeit den gelben Karton zeigte und beide aufgrund der 5. gelben Karte im wichtigen Dienstag-Spiel gegen Parndorf passen müssen. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl vom Unparteiischen wäre wünschenswert gewesen. Sieben Minuten später die Führung für die Falken. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte ging’s schnell. Sencar bediente Osman Ali, der ohne Probleme den Ball im Tor unterbrachte. Wer glaubte, das 0:1 in Unterzahl war der K.O.-Schlag lag falsch. Zwanzig Minuten vor Schluss startete man die besten zehn Minuten des Spiels. Unsere Mannschaft wirkte bissig, wollte unbedingt den Ausgleich erzielen und setzte die Kapfenberger gehörig unter Druck. Rasswalder mit einer Maßflanke auf unsere Solospitze. Günter Friesenbichler übernahm aus vollem Lauf volley und haute das Leder mit einer perfekten Schusstechnik an die Querlatte. Schade! Diese sehenswerte Aktion hätte sich einen Treffer verdient (’71). Von einem Unterzahl-Spiel keine Spur, Tauschmann & Co. spielten weiter munter nach vor. Weitere Torchancen von Rasswalder und Friesenbichler gingen am Tor vorbei. In der 82. Minuten die Entscheidung zugunsten der Russ-Elf. Zulj brachte Grgic im Strafraum zu Fall. Den darauffolgenden Strafstoß verwandelte Wendler sicher zum 0:2-Endstand.

Somit entführten die Kapfenberger drei Punkte aus der Oststeiermark und setzten ihren Höhenflug fort. Sie sind bereits das 7. Spiel in Folge ungeschlagen. Nach einer eher schwachen ersten Halbzeit nahm die Partie in der zweiten Hälfte Fahrt auf und der frühe Ausschluss von Mislov war eine kleine Vorentscheidung. Die numerische Überlegenheit nützten die Kapfenberger danach sofort mit dem Führungstreffer aus, doch unsere Blauweißen gaben nicht auf und hatten durch den Friesenbichler-Lattenkracher den Ausgleich am Fuß. Doch es wollte nicht sein und in der Schlussphase sorgte der Elfmeter für die Entscheidung. Abhaken, weiterarbeiten und nach vorne schauen. Denn am Dienstag steht ein sehr wichtiges Spiel am Programm. In Parndorf möchte der TSV wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.