0:2 in einer offenen Partie gegen den WAC!

Auf der einen Seite (Hartberg) wurden die Chancen vergeben, auf der anderen Seite (WAC) im richtigen Moment verwertet…


Vor dem Spiel gab es einiges zu feiern. Geburstagskind Brigitte Annerl lud alle Stadionbesucher auf ein Getränk ein und Dario Tadic nahm die Gratulationen zur Geburt seines Sohnes Theo entgegen. Dann gings zum Sportlichen: Markus Schopp musste auf Andi Lienhart verzichten. Dafür rückte Tobias Kainz in die Viererkette. Die Gäste aus dem Lavanttal waren in den ersten 20 Minuten die etwas bessere Mannschaft, mehr als ein Schuss von Liendl, der klar über das Tor ging, schaute dabei aber nicht heraus. Früh wurde der Hartberger Matchplan über den Haufen geworfen. Rakowitz musste mit muskulären Problemen ausgetauscht und durch Lukas Ried ersetzt werden (21.). Mit Fortdauer von Durchgang eins wurden unsere Blau-Weißen immer stärker. Die Großchance der ersten 45 Minuten gehörte David Cancola. Rajko Rep mit einem langen Ball auf Dario Tadic, der mit dem Kopf ideal auf Cancola weiterleitete. Unsere #18 mit dem Abschluss – Alexander Kofler verhinderte die Hartberg-Führung mit einer starken Fußabwehr. Wenige Minuten später verfehlte ein guter Rep-Schuss knapp das Ziel.

Ähnliches Bild nach Seitenwechsel. Eine offene Partie in einem sehr intensiv geführtem Spiel. Danach setzte sich TSV-Kapitän Rene Swete zweimal in Szene. Zuerst glänzte er bei einem Liendl-Kopfball (55.), danach blockte er den Distanzkracher von Niangbo (62.). Kurz zuvor hatte Lukas Ried die große Chance. Zuerst setzte er sich im Zweikampf gegen die WAC-Defensive – nach Tadic-Zuspiel, durch, doch der Schuss fiel zu unplatziert aus. Auch Tomas Ostrak wäre mitgelaufen. Dem WAC gelang in der 65. Minute die Führung. Zuerst traf Ritzmaier die Stange, den Nachschuss wehrte Felix Luckeneder mit der Hand ab. Rote Karte und Elfmeter die Folge, eine korrekte Entscheidung von Schiedsrichter Lechner. Liendl verwandelte souverän. Angetrieben von den mehr als 3.200 TSV-Fans im Stadion hatte die Heimelf aber trotz Unterzahl die große Ausgleichschance. Lukas Ried konnte den Ball allerdings aus kurzer Distanz nicht im Netz unterbringen (75.). Im Finish konnten wir nicht mehr zusetzen, man merkte den einen Mann weniger und der WAC setzte noch einen Treffer drauf. Michael Novak (der nach einem einer Ecke von Cancola alleine gelassen wurde) traf per Kopf in der 88. Minute zum Endstand.

Am Ende setzt sich der WAC verdient mit 0:2 durch. Unsere Jungs haben tapfer gekämpft und alles versucht. Die Chancen waren da, die Tore machten aber die Gäste. Die Partie konnte trotz Unterzahl aber bis zum Schluss offen gehalten werden. Erstmals wurde in dieser Saison in einem Spiel kein Treffer erzielt. Die Heimserie nach fünf Spielen ohne Niederlage fand heute ein Ende. Nächste Woche neuer Chance – auswärts beim SK Rapid in Wien.


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #htbwac-highlights

Die Pressekonferenz mit Markus Schopp und Gerhard Struber findet ihr in kürze auf Youtube: #TSV-TV Hartberg


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Wir haben heute eine sehr hohe Erwartungshaltung gehabt, wollten unbedingt zuhause gewinnen. Und wir waren ganz knapp dran. Es ist in Wahrheit daran gescheitert, dass wir unsere Möglichkeiten nicht gemacht haben. Wir waren heute einfach nicht die Mannschaft, die im richtigen Moment den richtigen Schritt gemacht hat.“

Gerhard Struber (WAC-Trainer): „Wir schaffen es im Moment gut, die Aufgaben step by step abzuarbeiten. Am Ende ist das im Moment unsere große Stärke, dass wir eine gute Fokussierung hinkriegen, auf das, was kommt, der Matchplan sitzt und die Jungs das richtig gut umsetzen.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 8. Runde – Sonntag 22. September 2019

TSV Prolactal Hartberg 0:2 (0:0) RZ Pellets WAC

Profertil Arena, Hartberg, 3.251 Zuschauer, SR Lechner (Wien)

Torfolge:
0:1 Liendl (65./Elfmeter)
0:2 Novak (88.)

Hartberg: Swete – Kainz, Huber, Luckeneder, Klem – Nimaga, Cancola – Dossou (60./Ostrak), Rep, Rakowitz (21./Ried) – Tadic (68./Gotal)

WAC: Kofler – Baumgartner (69./Novak), Sollbauer, Gollner, Schmitz – Schmid, M. Leitgeb, Ritzmaier – Liendl (82./Sprangler) – Schmidt, Schmerböck (46./Niangbo)

Gelbe Karten: Rep, Cancola, Klem bzw. keine
Rote Karte: Luckeneder (64./Torraub)