10 Minuten fehlten zur Sensation – 2:3 gegen den SK Sturm!

Die Schopp-Truppe überzeugte mit einer starken Leistung, ging sogar in Führung…

Ein historischer Moment für den TSV Prolactal Hartberg. Den 28. Juli 2018 gegen 17 Uhr werden wir Hartberger so schnell nicht vergessen. SR René Eisner eröffnete mit dem Anpfiff eine neue Ära für den TSV. Tipico Bundesliga. Eine spannende Begegnung konnte der SK Sturm Graz am Ende knapp aber doch mit einem 3:2-Sieg für sich entscheiden. Doch Journalisten, Gegner, Fans und aufmerksame Beobachter waren einer Meinung: Die Hartberger sind schon in der Bundesliga angekommen! 10. 785 Zuseher pilgerten in die Landeshauptstadt, darunter rund 800 mitgereiste Hartberger, die bei brütender Hitze (37 Grad) einen unterhaltsamen Auftakt 2018/2019 serviert bekommen haben.

Die erste Chance im Spiel gehörte dem SK Sturm. Neuzugang Philipp Hosiner prüfte nach wenigen Minuten Hartberg-Schlussmann René Swete, der parierte (‚4). Zwei Minuten später gelang unseren Hartberger nach einem guten Beginn die Führung! Rajko Rep mit einem perfekten langen Ball auf unsere Rakete Zakaria Sanogo, der auf der rechten Seite Ferreira schwindelig spielte. Die Flanke zur Mitte beförderte Avlonitis in das eigene Tor. Dario Tadic wäre dahinter aber ohnehin einschussbereit gewesen. Was für ein Auftakt! Was für ein toller Moment für die in orange spielenden Jungs aus der Oststeiermark! Bilderbuchstart! Mit einem Doppelschlag binnen sechs Minuten drehten die Grazer das Derby. Nach einem Zulj-Corner in Minute 19 traf Lukas Spendlhofer freistehend zum Ausgleich ins kurze Eck. In der 25. Minute scheiterte der Ex-Hartberger Peter Zulj nach einer technisch feinen Aktion an Swete, dessen kurzen Abpraller Markus Pink zum 2:1 abstaubte. Doch wer dachte, unser TSV wird nun in eine Debakel schlittern, irrte gewaltig. In der 27. Minute blieb die Pfeife vom steirischen Referee nach einem Trikotvergehen von Hierländer an Michi Huber im Strafraum stumm. Eine super Kontermöglichkeit, bei der Zaki Sanogo alleine in Richtung Sturm-Tor unterwegs war blieb leider ungenützt. Unsere Rakete aus Burkina Faso verstolperte. Schade! In den folgenen Minuten hatten die Hausherren die Partie im Griff, ohne gefährlich zu werden. Danach ging es in die Kabinen. 15 Minuten „abkühlen“ stand am Programm.

Die Inputs von Trainer Markus Schopp zur Pause haben Früchte getragen. Mit einer offensiveren Spielweise in Durchgang zwei, gelang dem Bundesliga-Aufsteiger bereits in Minute 47 der verdiente Augleich. Nach einer sehenswerten Vorarbeit von Tobias Kainz auf der rechten Seite stand TSV-Goalgetter Dario Tadic einmalmehr goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz zum 2:2 ein! Rasswalder, Rep & Co. waren in der Folge tonangebend und die bessere Mannschaft mit guten Tormöglichkeiten. Vielversprechende Kontermöglichkeiten wurde nicht zu Ende gespielt, zudem glänzte Sturm-Schlussmann Jörg Siebenhandl bei einem Schuss von Zaki Sanogo (’64) ins lange Eck. In der 81. Minute erlöste Philipp Hosiner, der nach einem Zuspiel von Koch das Leder optimal mitnahm und das Netz zappeln ließ, mit dem 3:2 Sturm-Fans und Betreuer aufatmen ließ. Bitter daran – die Entstehung resultiert aus einem Einwurf der Hartberger.

Nach 95 Minuten beendete René Eisner die Partie. Sturm 3 Hartberg 2. Die Hartberger-Sensation lag lange Zeit in der Luft. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Die Partie stand eigentlich immer auf Messers Schneide. Der Sieg der Heimischen war aufgrund der starken Phase und den guten Chancen nach dem Ausgleich möglich. Am Ende siegte der amtierende Vizemeister knapp aber doch. Der TSV stand mit leeren Händen da, nach einem tollen Fight blieben Siegl, Huber & Co. unbelohnt. Da waren die lobenden Worte von Sturm-Trainer Heiko Vogel und unzähliger Leute zwar Anerkennung aber nur ein schwacher Trost. „Es wäre mehr drinnen gewesen. Leider haben wir uns zwei Tore selbst geschossen!“, so Markus Schopp nach der Partie. in das selbe Horn bließ Bomber Dario Tadic: „Auf diese Leistung können wir aufbauen, wir haben gezeigt, dass wir auch gegen die großen Mannschaften mithalten können, doch für solche Spiele fehlt uns noch die Routine!“ Die Art und Weise der Niederlage zum Auftakt gibt aber Selbstvertrauen für das bevorstehende Heimdoppel. Danke auch von den Spielern und vom Trainerteam an die vielen mitgereisten Fans, die eine großartige Stimmung gemacht und unsere Jungs zusätzlich motiviert haben.


Die Zusammenfassung des Spiels findet ihr hier: #STUHTB – Zusammenfassung


1. Runde tipico Bundesliga 2018/2019 – 28. Juli 2018

SK Puntigamer Sturm Graz 3:2 (2:1) TSV Prolactal Hartberg

Merkur Arena, Graz – 10.785 Zuseher – Schiedsrichter René Eisner (Steiermark)

Sturm Graz: Siebenhandl – Spendlhofer, Avlonitis, Maresic – Obermair (53. Huspek), Lovric, Ferreira (46. Koch) – Zulj, Hierländer – Hosiner, Pink (69. Eze)
TSV Hartberg: Swete – Kainz, Huber, Siegl, Rasswalder – Ljubic – Sanogo (74. Ilic), Diarra (86. Kröpfl), Rep (90. Heil), Flecker – Tadic

Tore: 0:1 Avlonitis (6./ET), 1:1 Spendlhofer (19.), 2:1 Pink (25.), 2:2 Tadic (47.), 3:2 Hosiner (82.)
Gelbe Karten: Obermair, Ferreira, Hierländer bzw. Ljubic

 

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Fotos: GEPA Pictures | TSV Hartberg