1:1-Unentschieden zuhause gegen First Vienna FC

runde30vienna201112thumbFür den TSV Lopocasport Hartberg wird es immer enger und enger. Mit dem 1:1 über die Vienna konnte man nicht wirklich Boden gutmachen…

Nach der unglücklichen Niederlage in Altach ging es am Dienstag im Spiel gegen die Vienna ums Überleben. Im Abstiegskampf zählen nur 3 Punkte. Jürgen Rindler, der nach einem in Altach erlittenen Cut genäht werden musste, meldete sich für das Duell mit der Tatar-Elf fit. Gleich zu Beginn eine tolle Chance der Hausherren! Lukas Mössner setzte sich in einem hart umkämpften Laufduell durch, aber seinen zu zentralen Schuss blockte Goalie Dao sicher. Die erste brenzlige Situation im Kellerduell. In den ersten 10 Minuten hatte der TSV mehr vom Spiel, aber danach kamen die Döblinger immer besser ins Spiel und übernahmen mit der Zeit das Kommando.

Bitterer Rückschlag für die Hartberger in Minute 14: Kerschbaumer bediente Wolfi Mair nach einem Einwurf perfekt. Der Routinier drehte sich sieben Meter vor dem Tor ein und schlenzt die Kugel mit links ins lange Kreuzeck. Danach tat sich nicht viel. Viele Fehlpässe und Fouls, keine sehenswerte Partie. In der 40. Minute wurde es wieder interessant. Lukas Mössner bekam am 16er die Kugel und zog ab, aber sein Abschluss fiel zu schwach und zentriert aus. Zwei Minuten später Pech für den TSV Lopocasport Hartberg! Latte! Adilovic mit der Ecke, Tauschmann schraubt sich in die Lüfte und köpfelt die Kugel ans Aluminium. Schade, die Oststeirer sind eben auch nicht gerade vom Glück verfolgt. Kurz vor der Pause Ausschluss für die Vienna. Torschütze Mair mit hohem Bein an der Mittellinie. SR Prammer zögerte keine Sekunde und schickte den Vienna-Angreifer mit Gelb-Rot vom Platz. Für die zweite Hälfte war die Ausgangslage klar: Die Vienna werde auf Konter spielen und der TSV Hartberg muss alles nach vorne werfen um die Partie noch drehen zu können. Walter Hörmann setzte ein Zeichen: Er warf die Youngstars Gremsl und Friedl ins Spiel und nahm die eher enttäuschenden Fucek und Salihovic raus. Gleich eine gute Chance für die Hausherren: Dau mit der wichtigen Fußabwehr. Rakowitz kommt völlig frei zum Schuss – führt diesen aber ziemlich schlecht aus. Danach eine heikle Situation im Vienna-Strafraum. Salvatore mit der Hand am Ball – aber der Elfmeterpfiff von SR Prammer blieb aus. 55. Minute der Bann ist gebrochen.

Der hochverdiente Ausgleich! Friedl kommt nach einer Flanke von Strobl am Fünfer vollkommen frei zum Kopfball – der 19-Jährige Eigenbauspieler verwandelte diesem souverän zum wichtigen 1:1. Kurz darauf setzte Friedl einen Distanzschuss am langen Eck vorbei. Nun hoffte man die Vienna hineindrücken zu können, aber leider folgte eine leichte Schwächephase mit wenigen Chancen und vielen Unterbrechungen, weil auch der letzte entscheidende Pass nicht ankam. Der mit Selbstvertrauen vollgetankte Friedl hatte in der 80. Minute den Matchball am Fuß – Kozissnik flankt ideal zu Friedl, der bringt das Kunststück zustande vom Fünfer am langen Eck vorbeizuschießen. Schade, denn das wär der erste volle Erfolg im Frühjahr gewesen. In den letzten Minuten hatte man noch Glück nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Denn nach einem Djokic-Freistoß erwischt Markovic den Nachschuss fast ideal – von der Innenstange springt die Kugel fast parallel zur Torlinie heraus. Das waren Millimeter. 90. Minute der nächste Konter, den Djokic mit einem Schuss zu überhastet übers Tor vergab. Es waren viele Unterbrechungen und unnötige Spielunterbrechungen, die für das Schiedsrichter-Trio anscheinend nicht mehr als 3 Minuten wert waren. Aber was soll’s. Es war zu wenig. Nur ein Punkt im Abstiegskampf und weiterhin 8 Punkte Rückstand. Es wird immer enger, aber aufgegeben wird erst, wenn es rechnerisch nicht mehr mögilch ist. Vielleicht gelingt ja eine Überraschung in Grödig…

Christoph Friedl: Man kann das verlieren und auch gewinnen. Mein Treffer ist sehr viel wert, ein Punkt kann am Ende entscheiden. Bis zur letzten Runde wird gekämpft.

 


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