2020/2021 – eine spezielle und erfolgreiche Saison im Rückblick

Die Jahre, die der TSV-Familie in Erinnerung bleiben werden, werden immer mehr! Die Erfolgsstory „Hartberg | Bundesliga“ konnte weitergeschrieben werden. Wir blicken auf die Ereignisse in einer turbulenten und sehr außergewöhnlichen Saison im ausführlichen Rückblick zurück. In Sachen Bundesliga-Punkte war es das erfolgreichste Jahr der 75-jährigen blau-weißen Vereinsgeschichte…


Der Weg. 2. Juni 2017, 20:48 – der TSV Prolactal Hartberg besiegte Kalsdorf zuhause mit 2:0 und krönte sich zum Meister der Regionalliga Mitte. Nach zwei Jahren Abstinenz stieg unser TSV in die zweite Liga auf und kehrt zurück ins Profigeschäft. 25. Mai 2018, nach dem 2:o-Heimsieg feierte die TSV-Familie den sportlichen Fixaufstieg und die erfolgreichste Saison aller Zeiten (Vizemeister in Liga Zwei). Vier Tage später, 29. Mai 2018, 20:25 Uhr, die Party geht weiter. Die Bundesliga-Lizenz wurde erteilt. Das Wunder von Hartberg wurde Realität! 354 Tage nach dem letzten Regionalligaspiel war Hartberg plötzlich in der Bundesliga. Doch es war nicht das Ende einer erfolgreichen Reise, sondern der Anfang von einer weiteren, unglaublichen Erfolgsstory. Das Bundesliga-Premierenjahr, indem der TSV als Fixabsteiger und Abschusskandidat gehandelt wurde, wurde mit dem Klassenerhalt im Letztrunden-Thriller gegen die Admira (3:1) am 25. Mai 2019, um 18:48 gekrönt. Es folgte das bekanntlich schwere zweite Jahr. Wir trotzten erneut Kritikern. Das Ziel Klassenerhalt wurde bereits am 1. März 2020 erreicht. Der erstmalige Einzug in die Meistergruppe war fix! Doch auch dort spielte Hartberg als Underdog groß auf, fixierte verdient Platz fünf. Dazu gab es zwei Sahnehäubchen: Der TSV Prolactal Hartberg ist steirische Nummer eins und im ligainternen Europa League-Play-off-Finale gegen die große Wiener Austria setzte man sich souverän und verdient durch und so war das Erreichen des Europacups am 15. Juli 2020, um 22:19 Uhr perfekt. Im dritten TSV-Bundesligajahr hätte am 21. März 2021 (letzte Runde Grunddurchgang) erneut frühzeitig der Klassenerhalt und das Erreichen der Meistergruppe fixiert werden können, doch ein Gegentor in der 94. Minute versetzte den TSV in Schockstarre. Dennoch konnte der Ligaverbleib wenige Wochen später, am 28. Spieltag (27. April 2021, 20:18 Uhr) frühzeitig unter Dach und Fach gebracht werden. Als Qualifikationsgruppen-Sieger scheiterte man im ligainternen Europacup Play-off-Halbfinale an der Austria, doch mit der höchsten Punkteanzahl in der Bundesliga war die Saison absolut zufriedenstellend und erfolgreich. Die öffentliche Wahrnehmung des TSV Hartberg hat sich verschoben. Wir sind nicht mehr der krasse Außenseiter in jedem Spiel, haben sich durch die Leistungen in den drei Jahren einen Namen gemacht. Eine neue Situation, eine neue Herausforderung, der wir uns gerne stellen! Mit dem niedrigsten Budget der Liga wurde nur nur erneut souverän die Liga gehalten, sondern der TSV spielt eine absolut vernünftige Rolle in der Bundesliga. Wir blicken zurück auf 365 prägende, eindrucksvolle, aber auch sehr spezielle und schwierige, in Erinnerung bleibende Tage zurück!

Die Sommervorbereitung. Vor der Bundesliga-Premiere die späte Lizenzerteilung, vor dem zweiten Jahr der Klassenerhalt in letzter Sekunde, vor der dritten Saison das späte Saisonfinish im Juli und die Ungewissheit wegen der Corona-Pandemie. Eine frühzeitige und langfristige Planung für Budget und Kader sei dem TSV (noch) nicht vergönnt. Auch im Hinblick auf die vierte TSV-Bundesligasaison war eine frühzeitige Planung aufgrund von diversem Umständen (Pandemie-Ungewissheit, Trainerentscheidung Ende Mai, Qualifikationsgruppe) nicht schon im 1. Quartal möglich. Hauptaugenmerk waren die Verlängerungen von Trainer Markus Schopp, Regisseur Rajko Rep und Bomber Dario Tadic. Drei Stützen im starken Kollektiv. Mit Kurt Russ wurde ein erfahrener Mann und Ex-Nationalteamspieler für das Trainerteam gewonnen. Die wichtigsten Transferaktivitäten am Sommertransfermarkt waren die Fixverpflichtung von Felix Luckeneder sowie die Heimkehr von Manfred „Chello“ Gollner und am letzten Transfertag (wurde aufgrund der Krise bis 5. Oktober ausgeweitet) konnte mit Sascha Horvath ein absoluter Qualitätsspieler auf der Flanke verpflichtet werden. Auch im Stadion wurde Adaptierungen vorgenommen. Dank vieler freiwilliger Helfer wurden die Sitze auf den Hintertortribünen in das vorgeschriebene Schachbrettmuster verwandelt. Um mehr Fans einen Stadionbesuch zu ermöglichen, entschloss sich der TSV die Osttribüne in eine Sitzplatztribüne zu verwandeln und ließ eine sechsreihige Tribüne bauen. Leider konnten diese Maßnahmen auf Grund neuerlicher Einschränkungen und Regierungsverordnungen nur in vier Spielen genutzt werden.

EUROPA – Premiere und Abenteuer. Grundsätzlich sollte am 31. August 2020 eine kleine TSV-Abordnung mit dem Flieger nach Nyon abheben. Die Europacup-Auslosung für Q2 stand an, doch leider nur online. GKS Piast Gliwice aus der polnischen Ekstraklasa wurde dem TSV zugelost. Die Europacup-Premiere für den TSV. Es ist noch immer wie ein Märchen, doch am 16. September begann die Realität des Abenteuers Europa. Die rund 40-köpfige TSV-Abordnung flog vom Flughafen Graz-Thalerhof, wo bereits Medientermine am Programm standen, nach Kattowitz ehe es mit dem Mannschaftsbus ins Teamhotel ging. Strenge Coronavorschriften auch im Hotel. Eigener Parkplatz, eigener Eingang, eigenes Stockwerk, eigener Aufzug, eigener Speise- und Besprechungsraum. Unser Blau-Weißen waren völlig abgeschottet. Am Abend ging es dann erstmals nach Gliwice, um die offiziellen Programmpunkte abzuhalten. Klubvertretermeeting, Internationale Pressekonferenz, Abschlusstraining. Und dann war er da, der historische 17. September. Schon beim Frühstück merkte man die Freude auf die Premiere. Neben der gewöhnlichen Matchvorbereitung stand für die Klubvertreter das offizielle UEFA-Meeting am Programm, wo sämtliche Details und Abläufe auf Punkt und Beistrich abgestimmt wurden. Spätestens bei der Abfahrt vom Mannschaftshotel spürte man den Spirit eines internationalen Spiels. Die Zugangsakkreditierungen wurden an alle Spieler, Trainer und Funktionäre ausgehändigt, mit Polizeieskorte chauffierte Teambusfahrer Adolf Ernst die TSV-Abordnung ins Stadion Miejski in Gliwice. Nach erfolgreichen Temperaturcheck und Rasenbesichtigung schnellte der Puls nach oben, je näher die Kick-off-Time 20:00 Uhr rückte. Die „Geisterstimmung“ ist leider schon aus der heimischen Liga bekannt, der ORF lieferte allen TSV-Fans das Spiel live in die Heimat. Eine Handvoll bekannte Gesichter von Journalisten und Fotografen aus Österreich waren live vor Ort. Das Spiel war einmal mehr „a la Hartberg“. Spannung pur und viele Tore. Zweimal konnte ein Rückstand egalisiert werden, Tobi Kainz und Lukas Ried erzielten die ersten TSV-Treffer auf internationalem Boden. Doch leider sollte Glücksgöttin Fortuna an diesem Abend nicht auf Seiten der Hartberger sein. Stangentreffer und der Siegestreffer von Piast Gliwice in den Schlussminuten. Schade! Doch der TSV verabschiedete sich mit Anstand und einem sehr akzeptablen, würdigen Premierenauftritt. Die Erfahrung und die Momente der zweieinhalbtägigen Reise bleiben unvergessen und können uns nicht mehr weggenommen werden.

Der Grunddurchgang. Es war  ein Saisonstart voller Premieren. Bundesliga-Auftakt Mitte September im Ländle, die Anreise mit dem Flugzeug (aufgrund der Europacup-Premiere wenige Tage später) sehr besonders und aufregend. Ein zäher Herbst, die sportliche Performance ging nicht so leicht von der Hand. Die 1:7-Klatsche in Salzburg vor der Länderspielpause schmerzte. Der Befreiungsschlag und die Herbst-Wende gab’s zu Halloween. Dario Tadic sorgte mit dem einzigen Saison-Doppelpack für den 2:1-Heimsieg gegen die Wiener Austria, gegen die ein Monat später im Cup-Achtelfinale Endstation war. Mit dem 1. Saisonsieg in Runde 6 wollte man den „Goldenen Herbst“ einleiten. Der nächste Nackenschlag folgte eine Woche später in Ried. 26 nicht erfolgreich abgeschlossene Torschüsse, 3 Aluminiumtreffer und zwei sofort bestrafte Eigenfehler führten zur unnötigen 0:2-Niederlage im Innviertel. Eine der stärksten Saisonleistungen wurde nicht belohnt. Es war auch das erste Spiel der neuen Saison, wo die Rückkehr zu Geisterspielen besiegelt war. Somit konnte der TSV nur drei Heimspiele (WAC, Sturm, Austria) mit einer stark begrenzten Zahl an Zuschauer austragen, ehe man wieder vor komplett leeren Rängen antreten musste. Dem LASK knöpfte man im ersten Geister-Heimspiel einen Punkt (1:1) ab. Ende November stand das so wichtige Auswärtsspiel in der Südstadt an. Nach 20 Minuten lagen die Hausherren – dank TSV-Eigenfehler – bereits 2:0 in Führung, doch unsere Mannschaft blieb ruhig, erzielte vor der Pause noch den wichtigen Anschlusstreffer, ehe Thomas Rotter per Kopf den Ausgleich besorgte und Seifedin Chabbi in der Schlussphase den 3:2 Auswärtssieg fixierte. Mit dem 1:0-Heimsieg im letzten Spiel des Jahres (dank Rep-Treffer) gegen Altach sorgten unsere Blau-Weißen für wichtige Punkte um sich entscheidend vom Tabellenkeller absetzen und mit guter Stimmung, Selbstvertrauen und einem guten Gefühl in die Winterpause gehen. Im Herbst ging es nicht so leicht von der Hand, geschuldet auch der Tatsache, dass einerseits einige Leistungsträger wie Rakowitz, Nimaga und Sturm über einen langen Zeitraum verletzungsbedingt vorgegeben werden mussten und andererseits die öffentliche Wahrnehmung und Erwartungshaltung der dritten Bundesliga-Saison eine andere war und ist. Trotzdem haderte man immer wieder mit sofort bestraften Eigenfehlern, frühe Rückstände und vergebene Torchancen, ein Herbst der in Ordnung war, aber in dem trotzdem viel mehr möglich gewesen wäre. Die Auslosung für den Frühjahrsauftakt mitten im Winter (23.1.) hätte schwieriger nicht sein können. WAC, Sturm, Salzburg. Ein Zähler schaute heraus. Längst wurde der TSV für den Top-6-Kampf abgeschrieben. Doch die TSV-Stehaufmännchen ließen sich nicht unterkriegen. Die witterungsbedingte Absage gegen Tirol kam vielleicht gelegen. Im Winter verstärkte sich die Schopp-Truppe nochmal hochkarätig. Talent Matija Horvat von Kapfenberg, der im Frühjahr schnell einen Stammplatz einnehmen sollte, Marc Andre Schmerböck vom WAC (fehlte überwiegend leider verletzungsbedingt) und Heimkehrer Florian Flecker. Die Flügelrakete leitete beim Comeback im Hartberg-Trikot mit dem Goldtor beim Auswärtssieg gegen die Austria die Wende ein! Es folgten vier weitere Spiele ohne Niederlage (darunter Siege gegen Tirol, LASK und Admira) und plötzlich gab es in der 22. Runde ein Endspiel im Kampf und die Top-6! Im Fernduell mit dem WAC und Tirol zog der TSV am Ende aber den Kürzeren. Hauchdünn. Ein Heimsieg gegen verunsicherte St. Pöltener hätte gereicht. Ein zweimaliger Rückstand wurde in eine 3:2-Führung umgewandelt, der Jubel im TSV-Lager bereits groß, doch eine Unachtsamkeit in der 94. (!) Minute zerstörte die Meistergruppenträume. 93. Minute: TSV in der Meistergruppe, 94. Minute: TSV mental am Boden zerstört und in der Qualifikationsgruppe. So bitter kann Fußball sein.

Die Qualifikationsgruppe. Die kurze Pause tat gut, unsere Blau-Weißen schöpften neuen Mut und gaben als klares Ziel den Sieg in der Qualifikationsgruppe aus. Außerdem wollte man nie in den Abstiegskampf geraten. Doch der Auftakt war erneut zum Haare raufen. Auswärtsspiel in Ried. Da schrillen bekanntlich die Alarmglocken. Der Auftakt perfekt! Schnelle 2:0-Führung durch Tore von Rakowitz und Nimaga, erneut eine starke Leitung und wieder war der TSV die klar bessere Mannschaft. Doch die Rieder drehten die Partie und siegten 3:2, der Fehlstart war perfekt, der Ärger riesengroß. Damit war die Schopp-Truppe gegen die Austria bereits etwas unter Druck. Doch den Wienern verpasste man auch im dritten Saisonduell ein ordentliches Veilchen! Manfred Gollner traf vom Elferpunkt, der 1:0-Sieg hievte den TSV zurück an die Tabellenspitze. In der Südstadt legte man mit dem nächsten Minimalistensieg (11 Siege mit einem Tor Unterschied, davon 6x 1:0) nach. Mit dem 2:1-Heimsieg Ende April gegen Altach fixierte der TSV frühzeitig den Klassenerhalt, das ganz große und übergeordnete Saisonziel war damit erreicht. Der TSV Hartberg wird auch 2021/22 in der höchsten Spielklasse vertreten sein und es gibt weiterhin Bundesligafußball in der Oststeiermark. Mit dem ersten Saisonsieg mit mehr als einem Tor Unterschied (2:0 Heimsieg gegen die Admira) fixierten Swete & Co. das Europacup-Play-off Halbfinale. Die Admira war in der abgelaufenen Saison auch der Lieblingsgegner. 4 Spiele – 4 Siege. In der letzten Runde ging’s im Fernduell mit der Austria um das Heimrecht. Der Auswärtssieg in St. Pölten (trotz Unterzahl) schien lange Zeit nicht zu reichen, auch die Austria führte in Ried 2:0. Wie man so etwas im Innviertel hergeben kann, darüber wissen wir bestens Bescheid. Diesmal bekam es die Austria zu spüren 2:3. Der Sieg in der Qualigruppe war fixiert. Somit war das Momentum auf Hartberger Seite, Heimspiel am Pfingstmontag und möglicherweise auch drei Tage später. Auch eine organisatorische und logistische Herausforderung, da nach langer Abstinenz wieder Zuseher ins Stadion durften. Strenge behördliche Vorgaben, eine Grenze von 1.583 Besuchern. Für das Play-off-Finale reichte es nicht. Leere Akkus und wenig Ideen führten zu einer verdienten 0:3-Niederlage. Trotzdem wunderschön, dass man den treuen Fans, die fast 7 Monate lang nicht ins Stadion durften, noch ein Heimspiel schenken konnte. Unterm Strich dennoch eine sehr starke Saison, die in Hartberg absolut jeden zufriedenstellen kann! Auch wenn über die ganze Saison hinweg noch viel Luft nach oben gewesen wäre, was wiederum Hoffnung, Mut, Zuversicht für die neue Spielzeit schöpfen lässt.

Die Statistiken. Der TSV Prolactal Hartberg beendete die Saison auf dem starken siebenten Tabellenplatz (vor Austria Wien). Wie in der Vorsaison konnten 12 Siege eingefahren werden. Mit weiteren 11 Remis (im Vorjahr 6) war es punktetechnisch die erfolgreichste Saison in der Bundesliga-Geschichte. Zudem hatten unsere Blau-Weißen wieder ein Zusatzspiel, das Play-off gegen die Austria, wo man diesmal im Halbfinale (im Vorjahr im Finale in zwei Spielen siegreich) in einem Spiel den Kürzeren zog. Einen Prozess kann man im Tabellenvergleich auch feststellen: In der abgelaufenen Saison erzielte der TSV im Saisonvergleich die wenigsten Treffer (2021: 38, 2020: 52, 2019: 48), kassierte aber auch mit Abstand die wenigsten Gegentore (2021: 48, 2020: 74, 2019: 66). Unsere Blau-Weißen fühlten sich im eigenen Stadion wohler als in der Fremde. 7:5 das Siegverhältnis Heim/Auswärts. Beeindruckend auch, dass die Mannschaft von Markus Schopp immer wieder den spielerischen Weg suchte, um zum Erfolg zu kommen. Attraktiver Fußball, der seit drei Jahren jährlich den Erfolg bringt. Zudem setzt der TSV auf Ruhe und Kontinuität am Cheftrainersessel. Seit dem Bundesliga-Aufstieg ist Markus Schopp unser Mastermind, während es bei anderen Klubs immer wieder Trainerwechsel gab. Vergleichbar ist diese Rarität nur mit der WSG Tirol. Auch dort ist mit Thomas Silberberger schon ein langdienender Trainer im Einsatz. Der Torschützenkönig kam einmal mehr von Meister Salzburg. Patson Daka erzielte satte 27 Treffer. Zwei weitere Torjäger drückten der Saison ihren Stempel drauf. Nikolai Baden Frederiksen (18 Tore/WSG Tirol) und Dejan Joveljic (18 Tore/WAC) waren permanent in Hochform. Dario Tadic konnte an seine Traumsaison im Vorjahr (19 Tore) nicht anknüpfen, war mit sechs Treffern gemeinsam mit Rajko Rep dennoch bester TSV-Saisontorschütze. Die 38 TSV-Tore wurden von 14 verschiedenen Torschützen (viertbester Wert) erzielt. Sascha Horvath war bester Hartberger-Assistgeber (6). Rajko Rep sammelte die meisten TSV-Scorerpunkte (11). Rep war in der TSV-Bundesliga-Geschichte bislang an 38 Toren direkt beteiligt. Dario Tadic hat in dieser Statistik mit 39 die Nase noch knapp vorne. In der Saison 2020/21 gab es 1.593 Spielerwechsel – neuer Rekord, wenig überraschend, da erstmals in einer gesamten Saison fünf Wechsel erlaubt waren. Seifedin Chabbi wurde aus Hartberger Sicht am öftesten eingewechselt. Wenn Chabbi traf (5x) blieb der TSV ungeschlagen! Markus Schopp setzte 27 (in der Vorsaison 29) Spieler ein, Rene Swete und Felix Luckeneder waren die TSV-Dauerbrenner standen in 32 der 33 Bundesligaspiele über die vollen 90 Minuten am Feld. Beide absolvierten 2.880 Minuten. Dario Tadic stand auch in 32 Spielen am Feld, hatte aber weniger Einsatzzeit. Das Durchschnittsalter lag bei 27,9 Jahren (Liga-Höchstwert), der Österreicher-Anteil bei 81,6% (drittbester Wert). Die längste Siegesserie dauerte wie im Vorjahr drei Runden (Spieltag 16, 19, 20), die längste ungeschlagene Serie dauerte erstmals stolze sechs Runden (24-29). Die längste sieglose Serie war gleich zu Saisonbeginn (Runde 1-5). Fünf Runden waren es auch im Vorjahr (im ersten BL-Jahr waren es noch 13). Serienmeister Red Bull Salzburg konnte vom TSV noch nie besiegt werden, ebenso die SV Ried in der Bundesliga, obwohl man zweimal klar überlegen war und Chance um Chance verklopfte. Der Finaldurchgang 2021 war im Saisonvergleich am erfolgreichsten. 18 Punkte! (2020: 13, 2019: 9). Wie in den Vorsaisonen wurde Spielmacher Rep von den Hartbergern am öftesten gefoult (41). Der Slowene sah 8x Gelb (TSV-Höchstwert). In Summe zeigten die Schiedsrichter den Hartbergern 64x Gelb und nur 3x Rot (Tijani, Yoda, Nimaga). 1.888 Pässe spielte Innenverteidiger Felix Luckeneder (Klub-Passkönig). Ligaweit passte nur Gernot Trauner mehr. Sascha Horvath schlug im TSV-Lager die meisten Ecken und Flanken (157), Luckeneder weist die meisten klärenden Aktionen (138) auf. Im Player Index von Sky Sport Austria setzte sich Ercan Kara vor Sarkaria und Liendl als Spieler der Saison durch. Die Top-3 Hartberger laut Index waren Rene Swete (15.), Felix Luckeneder (27.) und Rajko Rep (33.). Statistiken über Statistiken, am Ende zählt nur dass, was herauskommt: Eine weitere erfolgreiche Saison!

Danke. Zum Saisonende gilt es einmal mehr DANKE zu sagen. Herzlichen Dank an alle, die dieses erfolgreiche Kapitel, den Hartberger Bundesliga-Hype, diese schwierigen Zeiten, aber auch sensationellen Leistungen und Momente seit drei Jahren mitgestaltet und möglich gemacht haben: Dem Land Steiermark, vor allem LH Hermann Schützenhöfer, Sportlandesrat Christopher Drexler, der Stadtgemeinde Hartberg, Bürgermeister Ing. Marcus Martschitsch, allen Sponsoren, Obmann und Sportdirektor Erich Korherr mit seinem Vorstand, Präsidentin Brigitte Annerl, allen Funktionären, Mitarbeitern, an die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer, die unzähligen Stunden für den Herzensklub TSV investieren und last but not least dem Trainerteam sowie unserer Mannschaft. Der größte Dank aber gilt unserem Publikum und den treuen TSV-Fans. Für Euch war es eine richtig harte Saison, nur vier Stadionbesuche waren möglich und die waren mit sehr großen Einschränkungen verbunden. Das bislang schwierigste Jahr für Fans geht zu Ende. So ein Jahr bricht uns allen das Herz. Anstelle von ausverkauftem Haus und Volksfeststimmung gab’s leere Ränge und geschlossene Kantinen. Danke für eure Disziplin, eure Solidarität, Treue und Unterstützung – ihr alle seid ein wesentlicher, entscheidender Teil der Erfolgsstory. Auch die unglaublich vielen positiven Zuschriften in den letzten Monaten und die sensationell positiven Rückmeldungen bei der Verzichtserklärungen, die so wichtig für den Fortbestand des Vereins sind, haben eure Treue noch einmal deutlich unterstrichen! Ihr seid großartig und wir blicken mit großem Optimismus in die Zukunft, dass die Stimmung und der Fußball „wie er früher einmal war“ mit Saisonstart zurückkehren wird.

Wir sind stolz auf ALLE – und das Positive? Das Hartberger-Fußballmärchen, wie es viele immer bezeichnen, geht weiter! Wir haben Visionen, alles ohne abzuheben, wir bleiben bodenständig, demütig, dankbar und motiviert! DANKE!

Viele schöne Bilder, Interviews  und interessante Einblicke in unser Vereinsleben findet ihr auf unserem Youtube-Kanal: #TSV-TV Hartberg

Den Image-Film über den TSV Hartberg gibt’s hier: #UnserTSV

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Fotos: GEPA Pictures | TSV Hartberg