Sternstunde – verdienter 3:0 Heimsieg gegen Rapid Wien

Vor Rekordkulisse erlebte das TSV-Publikum und die gesamte Region ein echtes Fußballfest zum Abschluss der Hinrunde. Unser TSV Prolactal Hartberg gewinnt gegen den österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien mit 3:0 hochverdient und überholt die Hütteldorfer damit auch in der Tabelle.

5.024 Zuschauer in der seit Wochen ausverkauften Profertil-Arena sorgten nicht nur für einen neuen Zuschauerrekord, sondern auch für eine großartige Atmosphäre und Stimmung. Unsere Mannschaft versteckte sich von Beginn an nicht und startete wie im Bilderbuch in die Begegnung. Nach einem geklärten Eckball brachte Florian Flecker mit einem hohen Ball hinter die Abwehr das Spielgerät wieder zurück in die Gefahrenzone. Startelf-Debütant Florian Sittsam wählte die richtigen Laufwege und schob ohne zu zögern den Ball an Strebinger – im Stile eines Torjägers – vorbei ins Tor (‚9). Drei Minuten später hatte Rapid die große Chance. Murg mit dem Stanglpass von rechts, Pavlovic erwischte den Ball im Rutschen nicht mehr, Swete wäre geschlagen gewesen. Doch dann gleich wieder die Jungs von Markus Schopp. Sekunden später die große Chance für Rajko Rep. Den halbhohen Abschluss parierte Richard Strebinger bärenstark. Doch nach 17 Minuten bildete sich zum zweiten Mal die TSV-Jubeltraube. Bei einem weiten Ball von Ivan Ljubic in den Strafraum stimmte die Zuordnung der Rapid-Defensive nicht. Dario Tadic hatte zunächst etwas Glück mit der Ballmitnahme, verwandelte das Leder dann mit dem Außenrist eiskalt im kurzen Eck – 2:0, die Stimmung kochte. Der TSV zeigte sich spielfreudig. Eine Traumkombination über einige Stationen war richtig schön zum Ansehen, erst der letzte Pass missglückte. Die nächsten super Möglichkeiten gehörten wieder der Schopp-Truppe. Zuerst ging ein Blauensteiner-Schuss nach Flecker-Hereingabe und Kröpfl-Abtropfer knapp am Tor vorbei wie kurz darauf ein Schuss von Ljubic (’31). Fünf Minuten später musste sich Richard Strebinger erneut kräftig strecken. Flecker mit der Chance. Was für eine erste Hälfte!

Rapid-Trainer Didi Kühbauer reagierte zur Pause und brachte Andrei Ivan, der auch gleich Schwung reinbrachte. In der 48. Minute die große Chance für die Hütteldorfer auf den Anschlusstreffer. Ivan lief alleine auf das Hartberger Tor zu. Das 1:1-Duell entschied aber René Swete mit einer starken Fußabwehr für sich. Danach flaute der Anfangsschwung der Wiener aber wieder ab. Unser TSV kam immer wieder zu guten Halbchancen und gefährlichen Offensivaktionen. 65 Minuten waren gespielt und unsere Blau-Weißen mit der Vorentscheidung. 25 Sekunden nach seiner Einwechslung stürmte Zaki Sanogo über links und bediente mit viel Übersicht Florian Flecker, der das Leder nur noch über die Linie drücken musste. Ein weiterer Treffer lag in der Luft, Kröpfl kam nach einem Rep-Zupspiel einen halben Schritt zu spät. Bei einem Sanogo-Schuss konnte der beste Rapid-Spieler Richard Strebinger mit einer Parade glänzen (’78). Rapid blieb ohne Treffer, da auch Halbchancen von Ivan und Dibon in der Schlussphase nicht den Weg ins Tor fanden.

Dann war Schluss. Der TSV Prolactal Hartberg gewinnt sensationell, aber verdient gegen den populärsten Klub Österreichs und Rekordmeister Rapid Wien mit 3:0. Für viele kaum zu glauben, aber es ist Realität. Das Trainerteam hat die Mannschaft perfekt eingestellt, die wiederum die Vorgabe plangemäß umsetzte und eine bärenstarke Leistung auf den Platz brachte. Dass man damit die Grün-Weißen sogar in der Tabelle überholte, ist zwar eine Momentaufnahme, aber ein schöner Moment. Der Jubel nach den 90 grandiosen Minuten war ausgelassen, die Stimmung kochte. Ein Spiel für die Historie des TSV, dem nicht mehr viel hinzuzufügen ist. Es war uns ein Volksfest. Und bereits am kommenden Samstag wartet das nächste Highlight. Das ebenfalls ausverkaufte Steirer-Derby gegen den amtierenden Cupsieger und Vizemeister SK Sturm Graz.

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Die Zusammenfassung vom Spiel findet ihr hier: #HTBSCR-Highlights


Die Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp: „Wir haben das Spiel anders, ein wenig defensiver als sonst, angelegt. Wir haben auf unsere Chance gewartet, diese bekommen und auch verwertet. Ich darf der Mannschaft gratulieren, sie hat sich mit drei verdienten Punkten belohnt. Es sind bereits viele Dinge, die wir angesprochen haben, positiv umgesetzt worden. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass sie sich erneut für die harte Arbeit und die gute Leistung belohnt hat.“

Spieler Florian Sittsam: „Es ist schwer in Worte zu fassen. Es war eine unglaubliche Partie von uns. Wir haben sehr viel richtig gemacht und sind richtig happy!“

Rapid-Trainer Didi Kühbauer: „Wir sind nach Hartberg gefahren, um drei Punkte zu holen. Das wäre heute aber absolut unverdient gewesen. Wir haben dem Gegner geholfen, waren zu statisch, und 41 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind einfach viel zu wenig, um Hartberg zu fordern. Ballbesitz ist im Fußball nicht alles, deshalb muss ich sagen, Gratulation! Hartberg hat das heute gut gemacht und verdient gewonnen. Ich habe aber auch keinen Zauberstab. Mir bleibt aufgrund der vielen Spiele in nächster Zeit wenig Zeit zu trainieren.“


11. Runde tipico Bundesliga 2018/2019 – 20.Oktober 2018

TSV Prolactal Hartberg 3:0 (2:0) Sk Rapid Wien

Profertil Arena, Hartberg – 5.024 Zuseher (ausverkauft) – Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer (Salzburg)

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Huber, Siegl, Rasswalder – Kröpfl (81. Ilic), Sittsam, Ljubic, Flecker – Rep (89. Rotter), Tadic (65. Sanogo)
Rapid: Strebinger – Bolingoli, Sonnleitner, Dibon, Potzmann – Schwab, Murg, Knasmüllner (46. Ivan), Ljubicic – Pavlovic (72. Thurnwald), Alar

Tore:
1:0: Sittsam (9.)
2:0: Tadic (17.)
3:0: Flecker (65.)

Gelbe Karten: Ljubic bzw. Schwab

Fotos: GEPA Pictures | TSV Hartberg