3:5-Niederlage in Wien-Favoriten – Cup-Aus gegen Austria

Zu viele Gegentore – Auch das vierte Cupspiel gegen wie Violetten ging verloren.


Vor dem Achtelfinalduell mit der Wiener Austria gab man sich in Hartberg optimistisch, kämpferisch und zuversichtlich. Zudem feierte unser wichtiger Mittelfeldspieler Bakary Nimaga das langersehnte Comeback. Doch relativ schnell verpasste die Stöger-Truppe den Hartbergern einige Veilchen und die Viertelfinalträume mussten ad acta gelegt werden. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Jukic die erste Chance, setzte das Leder aus aussichtsreicher Position in den Wiener Nachthimmel. Auf der anderen Seite schrammte ein Rep-Schuss von der Strafraumgrenze knapp am langen Eck vorbei. In der 13. Minute der FAK-Führungstreffer. Der agile Aleksandar Jukic mit der Vorarbeit für Kapitän Grünwald, der im Strafraum mutterseelenalleine gelassen wurde und Swete tunnelte – 1:0. Vier Minuten später konnte Zwierschitz im Strafraum sogar zweimal auf den Hartberger Kasten schießen, der Nachschuss saß. Die Austria hatte zu viel Platz und Zeit, diese Aktionen müssen viel besser und aggressiver verteidigt werden. Es folgte die beste Hartberger Phase im Spiel, die Mannschaft von Markus Schopp stabilisierte sich und setzte selbst Akzente. In der 25. Minute parierte Pentz einen Schuss von Rajko Rep, zwei Minuten später zappelte der Ball im Tor. Lukas Ried traf, SR Ebner entschied auf Handspiel, doch der 25-Jährige wurde angeschossen, konnte die am Körper anliegende Hand natürlich nicht in Luft auflösen. Strittig! Hier kann man wieder über die umstrittene Handregel diskutieren. In der 34. Minute stürmte Dario Tadic auf das gegnerische Tor, Grünwald riss den TSV-Angreifer zu Boden, glasklarer Elfmeter, doch die Pfeife vom Referee blieb – zur Verwunderung aller – stumm. Zwei Minuten später profitierten unsere Blau-Weißen von einem Fehler im Spielaufbau der Austria. Nimaga legte nach Ballgewinn ab auf Tadic, der alleine vor Pentz auftauchte, der zu unplatzierte Schuss vom Austria-Keeper aber pariert wurde. Die TSV-Drangperiode blieb unbelohnt! Kurz vor der Pause wurde ein Zwierschitz-Schuss von Ried landete bei Pichler, der nach einem eigenen Schuss erfolgreich abstauben konnte. Die Hartberger Defensive schlief erneut – 3:0.

Gleich nach der Pause wurde ein Ballverlust zum Verhängnis und führte zum vierten Treffer der Hausherren. Fitz-Vorlage, Sarkaria mit dem sehenswerten Treffer ins Kreuzeck. Positiv an diesem Fußballabend war die Moral, das Heil wurde in der Offensive gesucht. Nach Luckeneder-Zuspiel verkürzte Dario Tadic auf 4:1. Doch keine zehn Minuten später wurde der Vier-Tore-Vorsprung wiederhergestellt. Sarkaria setzte sich ohne Probleme gegen Klem durch, Abwehr-Stellungsfehler beim Zuspiel auf Fitz, der ohne Mühe das 5:1 besorgte (65.). Dann kamen 13 spannende Schlussminuten. Zuerst scheiterte der eingewechselte Igbonekwu mit einem guten Schuss an Patrick Pentz (77.). In der 81. Minute verkürzte Sascha Horvath mit einem sehenswerten, wunderschönen Schlenzer auf 5:2. Drei Minuten später verschönerte Seifedin Chabbi mit einem Elfmeter (nach Foul an Gölles) das Ergebnis. Spannend hätte es in der 90. Minuten werden können. Chabbi nutzte ein Elfergeschenk nicht und knallte das Leder an die Stange, der Anschlusstreffer sollte nicht mehr gelingen.

Am Ende ein Torfestival, das die Austria mit 5:3 gewann. Ärgerlich, denn auch in diesem K.O.-Duell wäre viel, viel mehr drinnen gewesen. Phasenweise eine starke Leistung der TSV-Mannschaft, doch in der Defensive passierten viel zu viele unnötige Fehler, mit denen man es dem Gegner viel zu leicht machte, Tore zu erzielen. Zudem wurde die beste Phase der Partie nicht genützt. Zwischen 25. und 40. Minute vergaben Tadic, Rep & Co. drei exzellente Torchancen, zudem wurde ein klarer Elfmeter nicht gegeben und ein Treffer durch eine zumindest strittige Entscheidung aberkannt. Doch kurz vor und nach dem Pausentee gab es die nächsten Rückschläge. Die letzten zehn Minuten waren kurios. Der TSV gab sich nicht auf, was an diesem Abend positiv hervorzuheben ist, erzielte drei Treffer und vergab in der letzten Minute der regulären Spielzeit einen Elfer, der die Nachspielzeit nochmal richtig spannend machen hätte können. Das Abenteuer UNIQA ÖFB Cup 2020/2021 geht somit leider im Achtelfinale zu Ende. #forzatsv #nevergiveup


Stimmen zum Spiel:

Peter Stöger (Austria-Trainer): „Wir sind zufrieden. Wir haben fünf Tore geschossen und haben es bis auf die Endphase die meiste Zeit ordentlich gemacht.“

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Wenn man auswärts drei Tore macht, dann sollte das eigentlich genügen. Das tut es aber nicht, wenn man fünf bekommt. Vor allem wie wir die Tore bekommen haben ärgert mich sehr, da haben wir uns wie eine Schülermannschaft verhalten. Wir haben zwar die Tore dann gemacht, aber wir haben der Austria immer wieder eines geschenkt. Phasenweise habe ich ein gutes Spiel von uns gesehen, dass wir uns mit unnötigen Fehlern selbst wieder zerstört haben.“


Uniqa ÖFB Cup 2020/21  – Achtelfinale | Mittwoch 25. November 2020

FK Austria Wien 5:3 (3:0) TSV Prolactal Hartberg
Generali Arena – Wien, SR Ebner (Oberösterreich)

Torfolge:
1:0 Grünwald (13.)
2:0 Zwierschitz (17.)
3:0 Pichler (41.)
4:0 Sarkaria (49.)
4:1 Tadic (57.)
5:1 Fitz (65.)
5:2 Horvath (81.)
5:3 Chabbi (84./Foulelfer)


Austria
: Pentz – Teigl, Handl, Palmer-Brown, Suttner – Jukic (73./Wimmer), Zwierschitz (73./Ebner), Grünwald (83./Turgeman), Sarkaria – Pichler (66./Monschein), Edomwonyi (46./Fitz)

Hartberg: Swete (c) – Gölles, Gollner, Luckeneder, Klem – Nimaga (46./Heil), Tijani (46./Yoda) – Ried (57./Ertlthaler), Rep (76./Igbonekwu), Horvath – Tadic (57./Chabbi)

Gelbe Karten: Palmer-Brown, Suttner bzw. Yoda

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg