50 Minuten in Unterzahl – K.O. gegen Altach in letzter Minute!

Leider gelang unserer Mannschaft auch im dritten Qualifikationsgruppen-Spiel kein Tor und kein Punktezuwachs…


Winterneuzugang Mo Camara feierte sein Startelfdebüt und machte seine Sache ausgezeichnet. In der ersten halben Stunden versuchten unsere Blau-Weißen immer wieder Akzente zu setzen, da keines der beiden Teams ein Risiko eingehen wollte, blieben Topchancen vorerst aus. In der 6. Minuten jagte Zaki Sanogo ein Zuspiel von Rajko Rep deutlich über den Kasten. Berisha hatte nach einem komplett missglückten Abwehrversuch von Michi Huber die Chance, scheiterte aber am starken Rene Swete (39.). Kurz darauf wurde es hitzig. Sanogo sah nach einem Zweikampf (kein klares Foul) mit Fischer die gelbe Karte. Im Gespräch mit dem Schiedsrichter verwies er auf die Aktion zuvor, wo Sanogo bei einem Angriff aus den Schuhen geholt wurde – klares Foul – und die Pfeife stumm geblieben war. Daraufhin zückte SR Heiss die rote Karte. Sanogo muss in dieser Situation einfach ruhiger bleiben, so schwächt er seine Teamkollegen nämlich doppelt. Somit musste Markus Schopp alles über den Haufen werfen und eine neue Taktik in der Pause vorgeben.

Altach kam in Durchgang zwei aufgrund der Überzahl natürlich zu Chancen, doch Cancola, Camara & Co. machten ihre Sache über weite Strecken gut ohne aber mit Großchancen gefährlich zu werden. Diese hatten die Vorarlberger durch Berisha, der nach 53 Minuten die Stange traf. Möglichkeiten von Meilinger, Gebauer und Gubari machte TSV-Schlussmann Rene Swete zunichte. Die Pastoor-Elf war aufgrund der nummerischen Überlegenheit klar spielbestimmend. Unsere Mannschaft kämpfte aber leidenschaftlich. Immer wieder versuchten Rasswalder & Co. in Unterzahl Angriffe zu starten. Einmal war Camara auf und davon. Der schnelle Konter wurde von Piesinger unterbunden, der dafür zurecht auch Gelb sah, doch diese Karte hätte er schon zuvor erhalten müssen. So konnte er ohne Probleme und ohne Vorbelastung das taktische Foul begehen. Der Punktgewinn lag in der Luft, doch in der 90. Spielminute der bittere Gegentreffer. Flanke von Gubari, Huber blieb nicht bei Berisha „picken“, der per Kopf zum 0:1 netzte.

Ein sehr bitterer Abend. Bis zum Ausschluss war es eine offene, ausgeglichene Partie. Mit der roten Karte wurde der gesamte Matchplan über den Haufen geworfen. Doch auch in Unterzahl kämpften sich unsere Blau-Weißen richtig ins Spiel. Dass dann der K.O.-Schlag in der letzten Minute passiert, passt zur aktuellen Situation und ist extrem bitter. Ein 0:0 wäre die Belohnung für einen tollen Fight gewesen. Somit heißt es weiter warten auf einen vollen Erfolg in diesem Kalenderjahr. Jetzt gilt es die Hartberger Tugenden zu forcieren und konsequent über das gesamte Spiel auf den Platz zu bringen. Kampfgeist, Leidenschaft, Siegeswille. Weiterkämpfen und konzentriert an der Fehlerabstellung bzw. Kreativität in der Offensive arbeiten und das nötige Spielglück wieder erzwingen. Wir kämpfen weiter! #nevergiveup


Stimmen zum Spiel:
Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Markus Schopp und Alex Pastoor: #HTBALT-Pressekonferenz


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #HTBALT-Highlights


Tipico Bundesliga 2018/19, 13. April 2019

TSV Prolactal Hartberg 0:1 (0:0) Cashpoint SCR Altach

Profertil Arena, Hartberg – 1.832 Zuseher, SR Heiss (Tirol)

Tor:
0:1 Berisha (90.)

Gelbe Karten: Sanogo, Flecker, Sittsam bzw. Lienhart, Piesinger
Rote Karte: Sanogo (40.)

Hartberg: Swete – Flecker, Huber, Siegl, Rasswalder – Camara, Cancola – Sanogo, Rep, Ilic (46./Sittsam) – Tadic (65./Schubert)

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer (58./Piesinger), Karic – Meilinger (80./S. Nutz), Oum Gouet (69./Gubari), Zwischenbrugger, Fischer – Gebauer, Berisha