Sechs „Veilchen“ abbekommen – Cup-Schlappe gegen FAK!

AustriaWien CupBereits nach zwei Minuten nahm das Schicksal seinen Lauf, ein halbes Dutzend Gegentore folgte…

Es war alles angerichtet. Die PROFERTIL ARENA Hartberg präsentierte sich im blauen Cup- und Vereinsdesign und dank der LED-Banden wurde es zu einem echten Schmuckstück. Vor dem Spiel sorgten die „Huatfoahra“ und Schlagersänger Wolfgang Gmoser für Stimmung. Doch diese positive Laune ist bereits nach zwei Minuten verflogen und den meisten der 2.000 Besuchern blieb im wahrsten Sinne des Wortes der Atem stecken. Bei klirrender Kälte konnte der Favorit aus Wien-Favoriten erstmals zum Jubeln ansetzen. Einen kurz abgespielten Eckball brachte Salamon zur Mitte, Austria-Kapitän Manuel Ortlechner setzte einen wuchtigen Kopfball aus rund elf Metern ins lange Eck! In der 21. Minute klingelte es zum zweiten Mal. Erneut ein kurz abgespielter Corner, diesmal kam ein flacher Ball zu Damari, der für Salamon abprallen ließ. Dessen Schuss wurde von Frieser unhaltbar für Hans-Peter Berger abgefälscht, 0:2. Der TSV war geschockt von den frühen Gegentreffern, die Unsicherheit war spürbar. Erst nach 33 Minuten konnte die Friesenbichler-Elf den ersten erwähnenswerten Torschuss verzeichnen. Daniel Gremsl mit dem Abschluss, doch dies war eine Fangübung für FAK-Goalie Heinz Lindner. Doch dann wieder die groß aufspielenden Wiener. Koch mit dem Stanglpass zur Mitte, Damari hält den Fuß hin und Berger konnte via Glanztat parieren. Kurz vor der Pause Gegentreffer Nummer drei. Eine Freistoßflanke auf das kurze Eck verwertete der völlig freistehende Leitgeb ohne Probleme.

So wie Durchgang eins endete, begannen auch die zweiten 45 Minuten. Die Austria jubelte über das 0:4. Gründwalds Flanke in den Strafraum landete bei Omer Damari, der ungestört die Kugel über die Linie drückte (’48). Drei Minuten später gab’s Elfmeter für die Veilchen, nachdem Rasswalder FAK-Stürmer Damari unsanft zu Fall brachte. Der Gefoulte trat selbst an und scheiterte am stark reagierenden Hans-Peter Berger, doch Grünwald konnte den Nachschuss im Kasten unterbringen und die Führung weiter ausbauen. Nach 69 Minuten musste Sigi Rasswalder (sah zuvor beim Elferfoul Gelb) vorzeitig unter die Dusche, seine Attacke an Gorgan ahndete SR Schüttengruber mit Gelb/Rot. Nächste Austria-Standardsituation, sechster Treffer, sechster Torschütze. Die Flanke von Mader drückte das Leder volley über die Linie. In den Schlussminuten verzeichnete Frieser noch einen Torschuss, der ebenfalls harmlos ausfiel.  

Die Wiener Austria gewann klar, deutlich und hochverdient mit einem halben Dutzend an Toren. Dank einer überzeugenden Leistung, einem starken Kollektiv konnte der Bundesligist ins Viertelfinale aufsteigen. Coach Baumgartner stellte seine Truppe perfekt auf das Pokalspiel ein und war mit dem Auftreten von Grünwald, Ortlechner & Co. rundum zufrieden. Anders die Lage bei unseren Blau-Weißen. Die Standards standen unter keinem guten Stern, bei fünf Treffern war ein ruhender Ball der Ausgangspunkt. Leider war man völlig von der Rolle und konnte keine Akzente setzen. Chancenlos musste man sich aus dem ÖFB-Samsung-Cup Achtelfinale verabschieden. Posiitv: Jetzt können sich Mislov, Edomwonyi, Rasswalder & Co. ausschließlich auf den Überlebenskampf in der „sky go“ Erste Liga konzentrieren. Burschen, weiter geht’s!!!!