8 Minuten zum Vergessen – 0:3-Heimpleite gegen Tirol

Viele vergebene Großchancen und 3 Gegentore in nur 8 Minuten führen zur Heimniederlage …


Den Abschluss des Grunddurchgangs haben wir uns natürlich ganz anders vorstellt. Gute Stimmung auf den Rängen, Fans in Feierlaune. Doch dann kam alles anders. Die Gäste aus Tirol erwischten den etwas besseren Start. Florian Rieder setzte einen Weitschuss am Tor vorbei (8.) und Swete entschärfte einen Koch-Kracher (31.). Je länger der erste Durchgang dauerte, desto stärker wurden unsere Blau-Weißen. Rajko Rep eröffnete mit einem guten Schuss (34.) den Chancenreigen im Minutentakt. WSG-Tormann Oswald machte bei einem Dossou-Schuss das kurze Eck gut zu. Den darauffolgenden Eckball köpfelte Innenverteidiger Felix Luckeneder hauchdünn über den Kasten (41.). Glück für den Kristallklub nur wenige Augenblicke später: Soares kann sich bei seiner Rettungstat nach Heil-Hereingabe bei der Unterkante der Latte bedanken, von wo der Ball zurück ins Feld sprang. Auf der Gegenseite kam noch Dedic zum Schuss. Swete konnte sich in der Nachspielzeit aber auszeichnen. Torlos ging es in die Kabinen.

Rund zehn Minuten nach Wiederbeginn zwei richtig gute Möglichkeiten. Zuerst versuchte es TSV-Spielmacher Rajko Rep mit einem Weitschuss-Kracher, den Ferdinand Oswald parierte (53.). Zwei Minuten später hätte der Führungstreffer fallen müssen. Jodel Dossou tänzelte die gesamte Wattener Abwehr aus, konnte sich aus kürzester Distanz das Eck aussuchen und schoss alleine vor dem Tor stehend den gegnerischen Torhüter an. Eine Megachance. Bitter auch die Szene bei einem Foul von Pranter an Heil im Strafraum. Schiedsrichter Schüttengruber entschied auf Freistoß. Die TV-Bilder belegen, dass ein Elfmeter zu geben gewesen wäre. Eine spielentscheidende Szene, denn mit einer Führung wäre das Spiel vermutlich in eine andere Richtung gekippt! Der Freistoß, ausgeführt von Dario Tadic, landete in den Händen vom Tiroler Schlussmann. Der Führungstreffer fiel in der Folge leider auf der anderen Seite und eigentlich aus dem Nichts, mitten in der besten Phase des TSV. „Major“ Stefan Maierhofer traf per Kopf nach einem Rieder-Eckball. Es war der Anfang vom Ende (73.). Florian Rieder glänzte drei Minuten später erneut als Assistgeber. Routinier Koch vollendete. Während die Hartberger-Defensive mit dem Reklamieren beschäftigt war, sorgte Yeboah nach einem schnell ausgeführten Maierhofer-Einwurf für den 0:3-Endstand.

Eine schmerzhafte Niederlage gegen die Tiroler, wodurch auch eine großartige TSV-Heimserie zu Ende geht. Die Niederlage fällt zu hoch aus und das Spiel hätte auch in eine andere Richtung kippen können. Der Unterschied lag in der Coolness und Effizienz vor dem Tor. Viele Chancen, darunter auch ein paar Topchancen, blieben ungenutzt. In der Schlussphase folgten acht verhängnisvolle Minuten. Dieses Thema zieht sich durch das Frühjahr, in dem die Schopp-Truppe noch auf den ersten Sieg wartet. Daran muss und wird gearbeitet werden. Am Ende nach 22 Runden freut sich der TSV Prolactal Hartberg über das Erreichen der Meistergruppe und den damit verbundenen Klassenerhalt. Jetzt gilt es die Partie und die letzten Wochen genau zu analysieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und danach den Reset-Knopf drücken! Mit neuer Energie, neuer Motivation und Power starten wir in zehn unglaublich schwere, herausfordernde und spannende Spiele in den Top-6.  Los geht’s beim Tabellenführer LASK (kommenden Sonntag, 15.3.2020, 14:30 Uhr). Nur eine Woche Später ist Meister Salzburg zu Gast in der Oststeiermark (So. 22.03, 14:30 Uhr)


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #HTBWSG-Highlights

Die Pressekonferenz findet ihr ab Dienstag auf unseren Youtube-Kanal: #TSV-TV Hartberg


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Ich Gratuliere Wattens zum Sieg. Es ist für uns eine bittere Niederlage, eine ziemlich hohe, die richtig wehtut. Wir hätten bis zur 71. Minute mehr Kapital aus unseren Chancen schlagen müssen. Das ist ärgerlich. Das war im Frühjahr in fast jedem Spiel der Fall, dass wir viele Chancen vorfinden und zu wenig Tore machen. Und es ist momentan auch so, dass, wenn wir ein Gegentor bekommen, sofort noch eins und noch eins dazukommt. Das sind Reaktionen, die nicht okay sind. Gegen so einen Gegner darf man nicht so viele Standards zulassen. Die Mannschaft will nach einem Gegentreffer immer sofort antworten, das ist zwar eine positive Einstellung, aber wir machen in diesen Situationen zu viele Fehler.“

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): „Ich bin glücklich, da gewonnen zu haben. Der Sieg war zu hoch. Wir sind relativ gut in die Partie gestartet, haben dann aber pro Halbzeit das Spiel zweimal für 15 Minuten aus der Hand gegeben und hatten etwas Glück, nich in Rückstand zu geraten. Ab der 65. Minute haben wir die Partie relativ clever gespielt. Der Dosenöffner war eine Standardsituation, das 2:0 haben wir dann super herausgespielt. So kommt ein sehr hoher Auswärtssieg zustande. Es war aber bei weitem viel enger.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 22. Runde – Samstag, 7. März 2020

TSV Prolactal Hartberg 0:3 (0:0) WSG Swarovski Tirol

Profertil Arena, Hartberg, 2.623 Zuschauer, SR Schüttengruber (Oberösterreich)

Torfolge:
0:1 Maierhofer (73.)
0:2 Koch (76.)
0:3 Yeboah (81.)

Hartberg: Swete – Heil, Huber, Luckeneder, Klem – Nimaga – T. Kainz (77./Gotal), Rep, Ried (64./C. Kröpfl) – Tadic, Dossou (72./Ostrak)

Tirol: Oswald – F. Koch, Svoboda, Soares, Adjei – Rieder, Petsos, L. Grgic, Pranter (67./Yeboah) – Dedic (81./Santin), Maierhofer (87./Gugganig)

Gelbe Karten: Nimaga, Tadic, Ried, Kainz, Gotal bzw. Maierhofer

 

 

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