Beherzte Leistung unbelohnt – 0:3!

Vergebene Großchancen und ein sehr umstrittener Elferpfiff wurden in St. Pölten zum Verhängnis…


Wenn’s läuft, dann läuft’s – dieses Sprichwort trifft zu 100% auf den SKN St. Pölten zu! Auch im Spiel gegen unsere Hartberger, wo nur 2.565 Zuseher in die NV-Arena pilgerten. Die Partie brauchte keine Anlaufzeit, von Beginn an ging es voll zur Sache. Zuerst traf Luan nach einem Corner für die Hausherren die Stange (‚5), auf der Gegenseite hätte Zaki Sanogo fast im Alleingang den einen oder anderen Treffer besorgen können. Starker Konter über Florian Flecker, der den mitsprintenden Sanogo bediente. Unsere #27 prüfte SKN-Schlussmann Riegler, der wie beim darauffolgenden Eckball den wuchtigen Schuss von Philipp Siegl parieren konnte. Bei einer weiteren Kontersituation traf Zaki Sanogo von der Strafraumgrenze nur das Außennetz, übersah den in der Mitte besser positionierten Rajko Rep. Schade um die vergebene Triple-Chance. Die nächsten beiden Möglichkeiten gehörten wieder der Kühbauer-Elf. Manuel Haas fand in René Swete seinen Meister (’13) und Taxiarchis Fountas traf aus kurzer Distanz das Tor nicht (’25). Es folgten die spielentscheidenden Minuten 37-39. Philipp Siegl sah im Spielaufbau den freien Raum in der Offensive, der weite Ball über das halbe Feld war perfekt für Dario Tadic, der auf das Tor stürmte, dabei Drescher aussteigen ließ, am Sechzehner längst abschließen hätte müssen, aber zu lange wartete und in letzter Sekunde von Luan am Führungstreffer gehindert wurde. Im Gegenzug rangelten St. Pölten-Stürmer Pak und TSV-Abwehrchef Michael Huber. Im Zweikampf hängte sich der Koreaner geschickt bei Huber ein und ging zu Boden. SR Jäger zeigte auf den Elferpunkt und zeigte Huber auch noch die rote Karte wegen Torraub. Der Pfiff und die Doppelbestrafung sind nicht zu verstehen, ein mehr als umstrittener Elfmeter. Gartler verwandelte im linken Eck, Swete erriet die Ecke und wäre beinahe dran gewesen. Markus Schopp war zu einer Umstellung gezwungen, nahm Tadic vom Feld und brachte Sigi Rasswalder.

Auch nach Seitenwechsel spielten Blauensteiner & Co. unbeirrt von der Unterzahl munter nach vorne. Trainer Markus Schopp brachte dann auch Fabian Schubert in die Partie. In der 54. Minute das 2:0 für St. Pölten. Nach einem Eckball traf Rene Gartler am langen Eck aus Abseitsposition per Kopf. Unglücklicherweise wurde der Ball davor ungewollt von Philipp Siegl verlängert, daher zählte der Treffer zurecht. Der TSV probierte alles, nach einem super Pass von Rep in den Lauf von Sanogo war unsere Rakete auf und davon, stolperte aber im entscheidenden Moment. Die größte Chance vergab rund 20 Minuten vor Schluss Rajko Rep. Nach einem tollen Zuspiel tauchte Rep alleine vorm Tor auf, schupfte das Leder aber über den Kasten. Schade! Zuvor hielte René Swete den TSV mit einer Glanzparade nach einem Flugkopfball von Pak im Spiel (’60). In der 77. Minute bereitete Schubert mit einem schönen Stanglpass die Chance für Kröpfl vor – vergeben. In der letzten Minute der regulären Spielzeit traf Diarra das Außennetz. Die St. Pöltener bekamen in der Schlussphase natürlich Räume, das 3:0 von Ouedraogo (nachdem er zuvor noch eine Großchance vergab) in der 93. Minute im Konter war der Schlusspunkt der Partie.

Am Ende des Tages steht die Schopp-Truppe auswärts erneut mit leeren Händen da und wartet in der Fremde weiterhin auf den ersten Bundesliga-Punkt. Das 3:0 war viel zu hoch, was auch Ex-Hartberger Roko Mislov bestätigte. Knapp 40 Minuten ein richtig tolles Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die Schlüsselszene war ganz klar, der Elferpfiff inklusive Ausschluss von Michi Huber. Mit dem Elfer, der schwer vertretbar ist, hat sich die Partie gegen uns gedreht. Bärenstark war die spielerische Leistung, wo man die Hausherren dominierte. Mehr Ballbesitz, eine bessere Passquote, eine ausgeglichene Zweikampfquote und einige Torschüsse bestätigen diesen Umstand. Auch die nummerische Unterzahl bzw. den Tore-Rückstand merkte man unserer Mannschaft nicht an. In jeder Phase des Spiels versuchten Diarra, Ljubic & Co. alles, um zum Erfolg zu kommen. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ließ man vermissen, zu viele (Top-)Chancen wurden vergeben. Wieder gut gespielt aber keine Punkte. Dieses Szenario gab es in dieser Saison schön mehrmals. Doch unsere Blau-Weißen werden den Weg weiter verfolgen, geduldig bleiben und sich die Belohnung hart erarbeiten. Aus diesem Spiel kann man wieder einiges mitnehmen und lernen. Zum Nachdenken bleibt sowieso keine Zeit. Am Dienstag wartet der Cup-Fight gegen Wattens. #sknhtb #tipicobl #nevergiveup


Die Zusammenfassung vom Spiel findet ihr hier: #SKNHTB-Highlights


8. Runde tipico Bundesliga 2018/2019 – 22. September 2018

SKN St. Pölten 3:0 (1:0) TSV Prolactal Hartberg

NV-Arena – 2.565 Zuseher – Schiedsrichter Christopher Jäger (Salzburg)

St. Pölten: Riegler – Meisl, Luan, Drescher – Ingolitsch, Mislov, R. Ljubicic (83./Luxbacher), Haas – Pak (76./Balic), Fountas, Gartler (58./Ouedraogo)
TSV Hartberg: Swete – Blauensteiner, Huber, Siegl, Kainz (54./Schubert) – Diarra, Ljubic – Sanogo, Rep, Flecker (71./Kröpfl) – Tadic (45./Rasswalder)

Tore: Gartler (39./Elfer, 54.), Ouedraogo (90.+3)

Gelbe Karten: Mislov, Hass bzw. Diarra

Rote Karte: Huber (HTB, 38./Torraub)