Bittere 4:0 Niederlage bei Rapid

Die tolle Serie ist gerissen, erstmals verliert unser Team ein Ligaspiel in Hütteldorf.


Gegenüber dem Heimsieg vergangene Woche gegen die Admira veränderte Markus Schopp die Startelf an einer Position. Lukas Ried durfte anstelle von Dario Tadic von Beginn an ran. Dafür agierte Rajko Rep als Solospitze. 13 Minuten waren gespielt, da gab es den ersten großen Aufreger. Ein langer Pass von Manfred Gollner in den Lauf von Rajko Rep, der alleine auf das Tor zulief. Strebinger kam aus seinem Kasten und räumte den Hartberger ab. Klares Foul. Strebinger war der letzte Mann, hier hätte es eine rote Karte geben müssen. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Jäger blieb stumm. Der anschließende Heber von Horvath aus großer Distanz verfehlte das leere Tor. Im Gegenzug traf Fountas nach einem Lupfer nur die Stange (14.). Eine weitere Chance wurde dem TSV dann zu Unrecht abgepfiffen. Flecker bekam den Ball perfekt in den Lauf gespielt und startete Richtung Rapid-Tor, doch der Assistent hob die Fahne. Nachdem Goalie Swete einen Ullmann Schuss noch zur Ecke abwehren konnte (26.), fiel in der 34. Spielminute das erste Rapid-Tor. Stojkovic setzte Kara perfekt in Szene, dieser umkurvte Rene Swete und schob den Ball zum 1:0 über die Linie. Drei Minuten später die große Ausgleichschance, doch Strebinger dreht einen gefährlichen Schuss von Rep gerade noch über die Latte. Nach dem Gegentor wirkte die TSV-Mannschaft etwas aktiver und besser im Spiel, für einen Treffer reichte es allerdings nicht. Damit ging es mit der knappen Rapid-Führung in die Kabinen.

Kurz nach der Halbzeit erhöhte Rapid auf 2:0. Ein abgefälschter Ball landete vor den Füßen von Kara, der das Spielgerät im langen Eck unterbringen konnte (50.). Nach zwei weiteren Rapid-Chancen durch Kara (51.) und Schick (52.) kamen die Gäste aus der Oststeiermark wieder besser ins Spiel und hatten die große Chance auf den Anschlusstreffer. Flecker mit einer guten Flanke auf den eingewechselten Tadic. Dieser kam am 5er frei zum Kopfball, doch Strebinger stand genau richtig und konnte den Ball entschärfen. Nach 65 Minuten verhinderte Swete mit einer starken Fußabwehr den nächsten Gegentreffer. Dieser gelang den Hütteldorfern dann aber drei Minuten später, als Knasmüllner einen Pass von Kara zum 3:0 verwertete. Damit war das Spiel entschieden. In der Schlussphase hatte Tadic noch die größte Hartberg-Chance. Doch Rapid-Verteidiger Barac konnte (nachdem Strebinger bereits geschlagen war) mit einer sehr starken Rettungsaktion den Ball noch abwehren (78.). Auch ein Horvath-Schuss fand nicht mehr den Weg ins Tor. Kurz vor dem Ende erzielte der eingewechselte Alar dann noch das 4:0.

Am Ende waren es einige Faktoren, die diese hohe Niederlage ausgemacht haben. Viel zu einfach Gegentreffer bekommen, selbst zu wenig effizient gewesen und dazu noch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen. Der Sieg der Wiener war am Ende verdient, in Hütteldorf kann man auch verlieren, trotzdem wäre auf jeden Fall ein besseres Ergebnis drinnen gewesen. Egal. Das Spiel abhaken und kommende Woche beim Endspiel im eigenen Stadion alles raushauen, um die Sensation vom letzten Jahr zu wiederholen. Es ist immer noch möglich, den Klassenerhalt bereits im März zu fixieren und zum zweiten Mal in Folge die Meistergruppe zu erreichen. Nächsten Sonntag (17 Uhr) gibt’s das „Grande Finale“ um die Plätze in der Meistergruppe. Die Schopp-Truppe empfängt St. Pölten und WSG Tirol bekommt es zuhause mit dem SK Rapid zu tun. #forzatsv #nevergiveup


Eine Zusammenfassung von diesem Spiel gibt es hier: #SCRHTB-Highlights


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Es war ein typisches Hartberg-Spiel in Wien gegen Rapid. Im Unterschied zu den letzten Spielen, die teilweise kurios geendet haben, war das einzige Manko, dass wir es nicht geschafft haben, uns mit Toren zu belohnen. Auf der anderen Seite war der Gegner unglaublich effizient. Wir hatten auch die Topchance von Tadic auf das 1:2, aber es wollte einfach nicht sein. Ich finde das Ergebnis eine Spur zu hoch. Wir haben eine nicht so schlechte Leistung gezeigt, wie es das Resultat vermuten lässt. In der letzten Runde werden wir alles raushauen, und dann werden wir sehen, was die Tabelle hergibt.“

Didi Kühbauer (Rapid-Trainer): „Wir haben das Spiel kontrolliert und zum Glück das 1:0 geschossen, mit dem 2:0 ist das Spiel dann in unsere Richtung gegangen. Mit dem 4:0 bin ich sehr zufrieden, Hartberg ist eine gute Mannschaft. Es hat mich sehr für Deni Alar gefreut, dass er sich in die Schützenliste eintragen konnte, er hat nie aufgegeben. Es war ein verdienter Sieg, ich bin sehr zufrieden. Unser Ziel in der letzten Runde sind so wie immer drei Punkte. Wir schauen nicht darauf, dass wir jemandem helfen, wir wollen in Innsbruck ein gutes Spiel abliefern.“


Tipico Bundesliga 2020/21  – 21. Runde, Sonntag, 14. März 2021

SK Rapid 4:0 (1:0) TSV Prolactal Hartberg

Allianz Stadion – Wien-Hütteldorf, SR Jäger (Salzburg)

Tore:
1:0 (34.) Kara
2:0 (49.) Kara
3:0 (69.) Knasmüllner
4:0 (88.) Alar

Rapid: Strebinger – Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann – Petrovic, D. Ljubicic (75./Grahovac) – Schick (75./Arase), Fountas (61./Knasmüllner), Ritzmaier (64./Demir) – Kara (75./Alar)

Hartberg: Swete – Kainz, Gollner (74./Rotter), Luckeneder, Klem – Horvat, Nimaga (85./Ertlthaler) – Flecker (74./Heil), Ried (62./Rakowitz), Horvath – Rep (46./Tadic)

Gelbe Karten: Ritzmaier, Stojkovic, Hofmann bzw. keine

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg