Bittere Heimniederlage gegen den LASK

Es soll zu Hause einfach nicht sein. Ohne die großartigen TSV Fans im Rücken musste sich unsere Mannschaft erneut geschlagen geben!


Leere Ränge statt Volksfeststimmung in der Profertil Arena. Etwas, mit dem die Mannschaft von Markus Schopp (wie so viele andere Teams in Österreich bzw. in ganz Europa) nicht gut klarkommt. Erneut gab es eine Heimniederlage für unseren TSV. Diesmal war es der LASK, der die Punkte aus der Profertil Arena entführte. Das Treainerteam veränderte die Mannschaft auf einigen Positionen, so rückten Heil, Dossou, Tschernegg und Lienhart in die Startformation. Das Spiel begann gleich mit einem sehr bitteren Moment. Jürgen Heil knickte bei einem Zweikampf um und musste mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden (9.). Die erste Chance im Spiel fand der LASK nach 14 Minuten vor. Reiter kam im Strafraum zum Ball, doch Rene Swete konnte mit einer starken Aktion den Rückstand verhindern. Nach etwas mehr als 20 Minuten wachte unsere Mannschaft auf und kam immer besser ins Spiel. Klem mit dem ersten Abschluss, fand aber in Alexander Schlager seinen Meister (21.). Nach einer Kainz-Flanke köpfte Luckeneder nur knapp am Tor vorbei (25.). Danach segelte ein Rep-Freistoß nur knapp neben den Linzer Kasten. Die letzte Chance im ersten Durchgang fand Jodel Dossou vor, der alleine auf das Tor zulief. LASK Verteidiger Filipovic blockte aber den Schuss und konnte damit den Treffer verhindern. (44.). Somit ging es mit 0:0 in die Pause. Nachdem die ersten 20 Minuten den Linzern gehörten, spielte danach nur noch die Heim-Elf und hatte durchaus gute Möglichkeiten auf den Führungstreffer.

Kurz nach dem Wiederanpfiff folgte die LASK Führung. Michorl wurde mit einem unnötigen Foul im Strafraum zu Fall gebracht, die logische Folge: Elfmeter. Frieser verwertete zur Führung (52.). Dann kam es doppelt bitter für unsere Mannschaft. Ein klares Foul an Lukas Ried wurde übersehen, statt Freistoß für Hartberg entschied Schiedsrichter Spurny zu unrecht auf Eckball. Und ausgerechnet aus dieser Ecke erzielte dann Ex-Hartberger Ranftl mit einem abgefälschten Schuss das 0:2. Nun war jeder Schuss auch gleich ein Treffer. Holland legte auf Reiter ab und der traf zum 0:3. Wenige Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz. Ein weiter Einwurf landete bei Michorl, dessen satter Schuss ins Eck für das 0:4 sorgte. Trotzdem steckte unsere Mannschaft nicht auf und wollte zumindest Ergebniskosmetik betreiben. Dies gelang vorerst auch. Tadic mit einem schönen Zuspiel auf Lienhart. Dessen Schussversuch bei Dossou landete und dieser sorgte für den sehenswerten Ehrentreffer (82.). Die Heimelf machte danach auf und wollte noch weiter verkürzen. Somit kam der LASK zu einer Konterchance, die Raguz zum 1:5 Endstand verwertete.

Eine bittere Niederlage die viel zu hoch ausgefallen ist. Ganz starke 25 Minuten in der ersten Halbzeit wurden nicht mit einem Tor belohnt, während auf der Gegenseite in der zweiten Halbzeit jeder Schuss ein Treffer war. Ein unnötiges Elfmeterfoul und eine Fehlentscheidung vor dem 0:2 ebneten den Weg für den Linzer Kantersieg. Am Ende ist nichts passiert, unsere Mannschaft hat den Vorsprung auf Platz 6 bei 4 Punkten gleich gehalten. Einfacher wird es jetzt allerdings nicht, am Sonntag wartet Salzburg, die gestern in Wien 7 Tore erzielten. Forza TSV!


Eine Zusammenfassung von diesem Spiel gibt es hier: #HTBASK-Highlights


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Man muss das Ganze ins richtige Licht zu rücken. Ich finde, dass man heute eine Hartberger Mannschaft gesehen hat, die über 90 Minuten alles getan und probiert hat. Das Resultat spiegelt das Spiel überhaupt nicht wider. Wir wissen auch, dass du mit einem gewissen Spielverlauf achtsamer sein musst. Aber wichtig ist, dass wir vom TSV Hartberg in einer Situation reden, wo wir immer mehr wollen, aber man sieht irgendwann die Unterschiede in der Bestickung des Kaders und in den Möglichkeiten, die die anderen Mannschaften haben. Heute ist es wahrscheinlich nur das gewesen und nicht mehr. Ich finde, dass wir uns heute sehr gut präsentiert haben. Der Mannschaft heute einen Vorwurf zu machen ist nicht angebracht, weil sie phasenweise grandios gespielt hat.“

Valerien Ismael (LASK-Trainer): „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat in der ersten Hälfte mehr Spielanteile herausgearbeitet, in der Phase ist Hartberg aber noch gefährlich geblieben. In der zweiten Hälfte waren wir dann entschlossener und sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Ich bin hochzufrieden mit den beiden Ausflügen in die Steiermark, drei Punkte gegen Sturm, drei Punkte gegen Hartberg, besser geht es nicht. Nun wollen wir noch einmal alles reinlegen in den letzten Runden, um Platz drei abzusichern und möglicherweise ist sogar Platz zwei noch drinnen.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 29. Runde, Mittwoch, 24. Juni 2020

TSV Prolactal Hartberg 1:5 (0:0) LASK Linz

Profertil Arena, Hartberg, SR Spurny (Wien)

Tore:
0:1 Frieser (53./Elfmeter)
0:2 Ranftl (61.)
0:3 Reiter (69.)
0:4 Michorl (74.)
1:4 Dossou (82.)
1:5 Raguz (84.)

Hartberg: Swete – Lienhart, Rotter, Luckeneder, Klem (72./Rasswalder) – T. Kainz (73./Ch. Kröpfl), Tschernegg (59./Cancola) – Heil (10./Ried), Rep, Gabbichler (59./Tadic) – Dossou

LASK: A. Schlager – Ranftl, Trauner (72./Haudum), Filipovic (59./Andrade) – Reiter, Michorl, Holland, Renner – Tetteh (80./Müller), Klauss (59./Raguz), Frieser (59./Balic)

Gelbe Karten: Rep, Ried bzw. Andrade, Ranftl

 

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg