Chabbi erneut mit dem entscheidenden Treffer! 1:0-Sieg bei der Admira

Der „Sixpack“ ist geschafft, doch einmal mehr war das Spiel in der Südstadt knapp und spannend bis zum Schluss…


Im Vergleich zu Heimsieg gegen die Austria veränderte Markus Schopp die Mannschaft an einer Position. Florian Flecker kehrte zurück in die Startelf, Stefan Rakowitz nahm vorerst auf der Bank Platz. Es war kein Fußballspiel, dass in die Geschichtsbücher eingeht, keines der besseren Sorte, defensiv standen beide Mannschaften meist kompakt und agierten konsequent. Offensiv konnten beide Teams auch nur selten gefährlich werden. Wir blicken auf die Höhepunkte der Begegnung in der 25. Runde. Andrew Wooten prüfte nach sechs Spielminuten Rene Swete, der in dieser Aktion souverän zur Stelle war. Die erste Möglichkeit des TSV hatte Jürgen Heil in seinem 150. Spiel in Blau-Weiß. Schneller Einwurf von Florian Flecker, Horvat setzte sich gegen Bauer durch, spielte den Ball vor der Toroutlinie zur Mitte. Am langen Eck kam der 24-Jährige völlig frei zum Abschluss, jagte das Leder aber über das Tor, ein Sitzer! (13.), Schade! Wenig später schöne Aktion über die rechte Achse Kainz/Flecker, die Hereingabe landete bei Klem, der aus dem Hinterhalt nicht ordentlich traf, der Ball landete bei Flecker, der knapp am linken Eck vorbeizog. Dann wieder die Admira. Freistoß Atanga, Bauer mit dem Kopfball, toller Reflex von Rene Swete im Hartberger-Tor (20.). Bakary Nimaga, der eine überragende Leistung ablieferte, nahm sich aus der Distanz ein Herz und schloss ab – knapp drüber. Ebenso Jürgen Heil in der 36. Minute, dessen Schuss knapp über den Kasten der Admira ging.

Die größte Chance der Hausherren auf einen Treffer, zu diesem Zeitpunkt auf die Führung hatte Wooten, der erneut im bärenstarken Rene Swete, in seinem 130. Spiel im TSV-Trikot, seinen Meister fand. Bravo! „Mit 66 Jahren fängt das Leben an“, in dieser Partie kam in der 66. Minute „Leben ins Spiel“. Luckeneder mit dem weiten Abschlag, Tadic verlängerte per Kopf, Rep setzte sich entscheidend durch, wäre auf und davon, Philipp Malicsek zog als letzter Mann die Notbremse. Klare Sache, auch für SR Muckenhammer, rote Karte! Durch die Überzahlsituation zog sich die Admira zurück, Hartberg erhöhte den Druck und wurde belohnt. Christian Klem mit dem Einwurf auf Dario Tadic, der das Spielgerät in den Rückraum beförderte, Tobi Kainz schloss technisch sauber ab, sein Schuss aus dem Hinterhalt wurde aber geblockt und landete bei Seifedin Chabbi. Der 27-Jährige stand dort wo ein Stürmer stehen muss und staubte aus kurzer Distanz ab! Führung! Erneut schlug Chabbi als Joker zu. Beim letzten Auswärtssieg gegen die Admira erzielte er den Siegtreffer fünf Minuten nach seiner Einwechslung, diesmal dauerte es sieben Minuten. In der Folge noch eine TSV-Chance. Zusammenspiel von Klem und Tadic, Rakowitz kam zum Abschluss, doch Leitner parierte (84.). Eine Chance bekam die Admira noch. Kerschbaum verlor das Kopfballduell mit Manfred Gollner, der vollsten Einsatz bewies.

Der TSV Prolactal Hartberg gewinnt mit 1:0 gegen die Admira. Nach zwei Auswärtsniederlagen wieder ein Sieg in der Fremde, der zweite 1:0-Sieg in Folge und vor allem der sechste Sieg en Suite gegen die Niederösterreicher. Der volle Erfolg war enorm wichtig, der Abstand auf das Tabellenende konnte innerhalb von zwei Runden von 4 auf 10 Punkte ausgebaut werden, Platz eins in der Qualifikationsgruppe wurde bestätigt. Da die Wiener Austria auch gewonnen hat, besonders wichtig im Kampf um diesen 7. Platz. Die Partie war nicht von spielerischem Glanz geprägt, wenig Schmankerl dabei. Überschaubare Torchancen auf beiden Seiten. Lange Zeit sah es nach einem Remis aus, ehe erneut Joker Seifedin Chabbi zuschlug. Es war bei weitem nicht die beste Leistung unserer Mannschaft, doch am Ende zählen in solch einem Spiel die drei Punkte und die wurden eingefahren, Punkt.  #forzatsv #nevergiveup


Eine Zusammenfassung von diesem Spiel gibt es hier: #ADMHTB-Highlights


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Der Sieg ist eine große Erleichterung. Wir wussten, dass es ein sehr schweres Spiel für uns wird. Der Gegner war unter Zugzwang und ist auch so aufgetreten. Ab der zehnten Minute haben wir das Spiel kontrolliert, wir hatten auch ein Chancenplus. Durch den Ausschluss ist ein Ruck durch meine Mannschaft gegangen. Insgesamt haben wir relativ wenig zugelassen.“

Damir Buric (Admira-Trainer): „Wir haben gegen die beste Mannschaft in der Qualifikation ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Wir sind auch defensiv gut gestanden, haben aber wie schon so oft unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Der Ausschluss war ungerechtfertigt, Aiwu wäre noch hingekommen. Es ist das Schlimmste für mich, jede Woche zu erklären, warum wir nicht gewonnen haben. Man sieht nicht die Arbeit, die während der Woche gemacht wird.“

Tobias Kainz: „Das Wichtigste sind die drei Punkte. Ich denke, dass wir über weite Strecken kein gutes Spiel gemacht haben. Wir waren zu langsam in den Entscheidungen, doch am Ende zählt der Sieg und dieser war enorm wichtig heute!“

Torschütze Seifedin Chabbi: „Ich freue mich riesig, dass wir die drei Punkte gemacht haben, das war sehr wichtig. Mit dem Sieg ist der Abstand nach unten sehr groß. Unser Ziel darf und ist nur der siebente Platz. Mit den drei Punkten haben wir das untermauert.“


Tipico Bundesliga 2020/21  – 25. Runde, Samstag, 17. April 2021

FC Flyeralarm Admira 0:1 (0:0) TSV Prolactal Hartberg

BSFZ-Arena – Südstadt | Maria Enzersdorf, SR Muckenhammer (Oberösterreich)

Tor:
0:1 Chabbi (80.)

Admira: Leitner – Aiwu, Malicsek, Bauer – Hausjell (85./Maier), Vorsager (77./Breunig), Kerschbaum, Kronberger – Atanga (60./Sax), Starkl (84./Hoffer) – Wooten

Hartberg: Swete – Kainz, Gollner, Luckeneder, Klem – Horvat (87./Lienhart), Nimaga – Flecker (61./Rakowitz), Rep (73./Chabbi), Heil – Tadic (87./Ertlthaler)

Rote Karte: Malicsek (66./Foul)

Gelbe Karten: Vorsager bzw. Horvat, Kainz

 

 

 

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg