Chancenlos – 0:4-Heimniederlage gegen starke Salzburger!

Nach 6 Siegen in Folge und 55 Tage ohne Niederlage ist der Sensationslauf unserer Mannschaft mit dem 0:4 gegen den Tabellenführer gestoppt worden.


Erneut kamen knapp 5.000 Fans in die Profertil-Arena und unterstützten unsere Mannschaft lautstark. Unter den Besuchern waren auch Landeshauptmann Hermann Schütenhöfer, Sportlandesrat Anton Lang, Steirischer Fußballverbandspräsident Wolfgang Bartosch und der Co-Trainer des Nationalteams Imre Szabics. Markus Schopp musste auf die Verletzten Michael Huber und Youba Diarra verzichten, veränderte die Startelf nur auf der linken Verteidigerposition. Kapitän Sigi Rasswalder kehrte nach seiner Sperre zurück in die Startelf. Auf der Gegenseite nahmen die Salzburger – mit Ausnahme des Verletzten Haidara – die Partie in Bestbesetzung in Angriff. Gleich zu Beginn war der beste Hartberger an diesem Abend Rene Swete hellwach. Zlatko Junuzovic mit der Flanke von links in den Strafraum, Munus Dabbur mit dem Kopfball, aber der TSV-Schlussmann rettete (‚1). Kurz darauf sah Dario Tadic, dass Cican Stankovic weit vor dem Tor stand, versuchte es aus 60 Metern. Gut angetragen, aber für einen sehenswerten Treffer nicht gut genug. Unser Stürmer rettete bei einem Junuzovic-Freistoß per Kopf vor der Linie. Die Salzburger Chancen häufen sich. Ein Onguene-Kopfball ging drüber (’11), Swete glänzte beim Lupfer von Dabbur (’16) und in der 27. Minute knallte Gulbrandsen das Leder via Volley an die Querlatte. Kurz vor der Pause schrammte ein Rechtsschuss des Norwegers am langen Eck vorbei, streifte dabei sogar noch die Stange. Weitere Chancen vom Israeli Dabbur und Abwehrchef Ramalho entschärfte Swete bärenstark! Glückliche Pausenpattstellung für Rasswalder & Co.

In der 47. Minuten bekamen die TSV-Fans endlich eine gelungene Offensivaktion zu sehen. Spielaufbau über Philipp Siegl, über Rajko Rep kam der Ball zu Sigi Rasswalder, der den Ball in den Strafraum befördert. Florian Flecker köpfelte das Spielgerät über den Salzburger-Kasten hinweg. Doch vier Minuten nach Wiederanpfiff zappelte der Ball erstmals im Netz. Hannes Wolf hatte die Übersicht für Samassekou, der aus dem Rückraum die Kugel sehenswert ins lange Eck schlenzte. Hochverdiente Führung für die Rose-Truppe. Und die Gäste ließen nicht locker, drückten weiter aufs Tempo. Bei einem Kopfball von Dabbur (nach Junuzovic-Ecke) streckte sich Swete zum gefühlten 10. Mal erfolgreich. Rund eine Stunde war gespielt, es waren die besten Minuten unserer Mannschaft. Doch der erste TSV-Treffer gegen Salzburg in der Historie sollte nicht sein. Flecker vergab eine Möglichkeit. Im Gegenzug machte Youngstar Hannes Wolf per Lupfer alles klar (’63). Die beste Hartberg-Chance hatte der eingewechselte Fabian Schubert in der 87. Minute, traf aus kurzer Distanz aber nichts ins Tor. Schade! Im Finish setzten die Bullen noch zwei Treffer drauf. Der völlig freistehende Xaver Schlager und Junuzovic fixierten den 0:4-Endstand.

Nach 93 Minuten beendete SR Ouschan die Partie. Der amtierende Serienmeister erwischte einen Top-Tag und gewann mit einer sehr starken Leistung völlig verdient. 31 Torschüsse sprechen für sich. Natürlich war man enttäuscht im TSV-Lager, Treffer drei und vier hätten nicht mehr sein müssen, zudem wäre zumindest ein Treffer in der zweiten Hälfte möglich gewesen. Einsatz, Wille und Kampfgeist waren da, was die Zweikampfquote 60:40 pro Hartberg belegt. Aber dieses Spiel muss man auch richtig einordnen. Selten konnte man für Entlastung sorgen, dem Dauerdruck der Mozartstädter war nicht standzuhalten. Salzburg hat in den besten Momenten zugeschlagen, kurz nach der Pause und nach vergebenen Chancen unserer Blau-Weißen. Zeugt von Qualität, was die Truppe von Marco Rose zweifelsohne besitzt. Ein Spiel aus dem unsere Mannschaft sehr viel lernen kann. Die Super-Serie wurde somit gestoppt. Kein Grund zur Trauer. Gegen eine Mannschaft die Jahr für Jahr durch die Liga marschiert kann man verlieren. Mund abwischen und weiter geht’s! Volle Konzentration auf die kommenden Aufgaben. Nach dem Spiel beim LASK am 01.12. in Pasching wartet am 09.12. um 14:30 Uhr das letzte Heimspiel dieses unvergesslichen Jahres 2018.


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #HTBRBS-Highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV Trainer Markus Schopp: „Wir hatten teilweise zu viel Respekt, das hat dazu geführt, dass wir bereits am Anfang weit hinten drin standen. Die Salzburger haben sehr viel Druck gemacht. Vor dem 0:2 hatten wir eine Ausgleichschance, kriegen aber im Gegenzug das Tor. Wir wollten dann das Ruder noch rumreißen, haben offensiver gespielt. Salzburg hat die Räume aber gnadenlos ausgenutzt und verdient gewonnen. Wir werden aus dem Spiel hoffentlich sehr viel lernen können.“

Salzburg-Trainer Marco Rose: „Ich bin glücklich und zufrieden, mit so einem Ergebnis aus Hartberg heimzufahren. Es ist vieles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben uns ein gutes Gefühl für die nächsten Spiele geholt. Ich erkenne bei Hartberg klare Ideen mit einem mutigen Fußball. Wenn sie es schaffen, die Leistungen zu bestätigen, dann haben sie gute Chancen auf die Top Sechs.“


Tipico Bundesliga 2018/19, 24. November 2018

TSV Prolactal Hartberg 0:4 (0:0) FC Red Bull Salzburg

Profertil Arena, Hartberg – 4.860 Zuseher, SR Ouschan (Vorarlberg)
Tore:
0:1 Samassekou (49.)
0:2 Wolf (63.)
0:3 Schlager (88.)
0:4 Junuzovic (92.)

Gelbe Karten: Siegl, Swete bzw. Gulbrandsen

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Rotter, Siegl, Rasswalder – Sittsam (81./Schubert), Ljubic – Flecker, Rep, Kröpfl – Tadic (57./Sanogo)

Salzburg: Stankovic – Lainer, Ramalho, Onguene, Ulmer (79./Todorovic) – Schlager (89./Mwepu), Samassekou, Wolf, Junuzovic – Dabbur, Gulbrandsen (76./Prevljak)

 

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg