Der Bann ist gebrochen – 1:0 Heimsieg gegen St. Pölten

Edomwonyi JubelSKNBei schwierigen Platzverhältnissen erzielte Edomwonyi per Kopf das Goldtor…

Bis kurz vor der Begegnung stand ein großes Fragezeichen hinter dem Spiel der 9. Runde in der „sky go“ Erste Liga. Drei Platzkomissionierungen waren nötig, ehe sich SR Altmann dann doch für die Austragung des Spiels entschieden hat. Der Platz in Hartberg war aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen sehr tief, aber regulär bespielbar. Somit stand dem letzten Spiel im ersten Viertel der Meisterschaft nichts mehr im Wege. Die erste Chance im Spiel gehörte den Gästen. Nach einer Hartl-Flanke kam SKN-Torgarant Segovia zur Kopfball. Sein zu unplatzierter Abschluss war kein Problem für Hans-Peter Berger. Kurz darauf kamen auch unsere Jungs zur ersten Torchance (’11). Nach einer Freistoßflanke, kam Sencar frei zum Ball, brachte aber nicht genügend Druck hinter den Ball und U-21-Teamgoalie Christoph Riegler savte. 18. Minute, Großchance für den TSV. Der wieselflinke Stürmer enteilte der SKN-Verteidigung , lief alleine auf Keeper Riegler zu, brachte aber leider das Spielgerät nicht im Kasten unter. Nur Augenblicke später hatte die Friesenbichler-Elf die nächste Großchance, doch auch Alexander Fröschl durfte nicht zum Jubeln abdrehen. Sigi Rasswalder kam über links, servierte den Ball ideal vor die Füße von Fröschl. Der gebürtige Tiroler traf den Ball nicht richtig, brachte ihn dennoch aufs Tor. Keeper Christoph Riegler reagierte in dieser Situation ganz stark. Alle guten Dinge sind drei! Zwei Minuten später versemmelte Edomwonyi die nächste Möglichkeit. Eine flotte, abwechslungsreiche Partie, 23. Minute Chance für den SKN. Luxbacher tankte sich links durch und flankte scharf zur Mitte, Berger war mit der Faust zur Stelle. Der Volley-Nachschuss von Kerschbaumer ging nur knapp am Tor vorbei. In der Folge kamen die St. Pöltener noch zu zwei Halbchancen, die aber für weniger Gefahr sorgten. Gefährlich wurde es bei einem Kerschbaumer-Abschluss, der aber knapp am langen Eck vorbeirollte. Kurz vor der Pause wurde unseren Jungs noch ein Freistoß zugesprochen, doch Sencars Wuchtschuss wird vom eigenen Teamkollegen abgeblockt.

52. Minute, da müsste doch einer reingehen! Triple-Chance für unsere Blau-Weißen. David Sencar mit dem Freistoß aus großer Distanz. Der Mann für ruhende Bälle schupfte das Leder schön in den Strafraum, doch zuerst scheiterte der aufgerückte Rotter, dann konnte auch Mislov den Ball nicht im Tor unterbringen und nach dem ganzen Gestocher kam nochmals Thomas Rotter zum Abschluss, Christoph Riegler parierte bärenstark. Wahnsinnsmöglichkeit! In der 63. Minute war wieder SKN im Vormarsch. Gluhakovic kam unter Bedrängnis zur Flanke. Seine abgerissene Hereingabe senkte sich unangenehm aufs Tor, doch Hans-Peter-Berger drehte das Leder mit all seiner Routine über das Gehäuse. Fünf Minuten später Glück für unsere Mannschaft. Einen Kerschbaumer-Freistoß verlängerte Hartl per Kopf an die Querlatte! Doch dann kam die 73. Spielminute. Alex Fröschl zog in die Mitte und öffnete somit den Raum auf der linken Außenbahn für Sigi Rasswalder, der nach dem Fröschl-Zuspiel mit einer Zuckerflanke Bright Edomwonyi bediente. Der 20-jährige Nigerianer stieg am Elfer hoch und beförderte das Leder am SKN-Goalie vorbei in die Maschen. Was für eine schöne Aktion, vollendet mit dem ersten Treffer in Österreichs Profifußball von Bright Edomwonyi! In der Schlussphase versuchte es dann noch der eingewechselte Ambichl mit einem Aufsitzer, doch Tormann Berger hielte das Leder fest und strahlte enorme Ruhe im TSV-Tor aus. Nach 93 Minuten pfiff SR Altmann die Partie ab, Endstand 1:0!

Endlich ist’s geschafft! Der lang ersehnte erste Saisonsieg ist eingefahren. Unsere Jungs wollten diesen unbedingt, zeigten ihren Willen und Kampfgeist am Platz. Ein sicherer Rückhalt in Person von Hans-Peter Berger, eine gut organisierte Defensive, die wenig zuließ, eine kreative Offensivabteilung, die einige Chancen hatten und Goldtorschütze Bright Edomwonyi, der seinen Torfluch beiseite schob und per Kopf seinen Torknoten löste. Dieses Elfer-Puzzle war verantwortlich für einen verdienten, hart erkämpften, knappen 1:0-Erfolg. Endlich wird wieder gejubelt in der Oststeiermark. Doch es bleibt keine Zeit zum Verschnaufen, zwei englische Wochen stehen am Programm!