Die nächste Sensation lag in der Luft!

cuprbs201112thumbSchlussendlich unterlag aber der TSV Lopocasport Hartberg trotz sensationeller Leistung im Halbfinale des ÖFB-Samsung-Cups dem Führenden der Bundesliga, FC Red Bull Salzburg nur knapp mit 0:1.

Je schlechter es in der Meisterschaft läuft, desto besser läuft es für den TSV im ÖFB-Samsung-Cup. Nach dem sensationellen Erfolg gegen Sturm Graz (4:2 n.V.) traf man im Halbfinale auf das Star-Ensamble von Red Bull Salzburg. Das letzte Cup-Heimspiel liegt auch schon über 4 Jahre zurück (0:1 gg. Post SV). Die Bedingungen für das „Spiel des Jahres“ sind phänomenal! Viele freiwillige Helfer erklärten sich bereit dafür, das Abdecken der Werbebanden, sowie das Aufstellen von einer Zusatztribüne, eines VIP-Zelts und viele weitere kleine Tätigkeiten selbst in die Hand zu nehmen. Alles war angerichtet für ein Fußballfest in der Oststeiermark, denn bei traumhaftem Wetter und sommerlichen Temperaturen am Staatsfeiertag bebte das Stadion Hartberg. Vor einer Rekordkulisse (3600 Zuseher) schickte Walter Hörmann folgende Elf auf den Rasen: Rindler – Kozissnik, Tauschmann, Miljatovic, Strobl – Rakowitz, Adilovic, Prietl, Rossmann, Fucek – Mössner. Alle 11 Kicker waren bis in die Zehenspitzen motiviert und starteten mit dem Motto: „Wir haben nichts zu verlieren, sondern die Chance aufs Cupfinale!“ in die Partie.

Die Heimmannschaft startete furios ins Spiel und man erkannte ab der ersten Minute im Vergleich zur Meisterschaft eine ausgewechselte Truppe, die zweikampfstark agierte, eng am Mann stand und auch das Spiel nach vorne suchte. Die Salzburger waren überrascht, vor allem von der Aggressivität unserer Burschen. Salzburg-Goalie Walke bewahrte in Minute 13 die Mozartstädter vorm Rückstand: Strobl schnappte Sekagya den Ball im Strafraum weg und flankte von links ins Zentrum in den 5-Meterraum, wo Mössner frei zum Kopfball kam, doch Walke konnte mit einem tollen Reflex, den Ball noch vor der Linie abwehren. Der darauffolgende Nachschuss von Prietl ging aber knapp am Gehäuse vorbei. Fünf Minuten später enteilte Zarate der Hartberger Hintermannschaft, schob den Ball an Rindler vorbei, aber zum Glück auch ins Torout. Gefährliche Aktion des Bundesligisten. Nach einem Sololauf von Leonardo (’30), zischte sein Schuss knapp am Kreuzeck vorbei. Kurz darauf überlief Rakowitz die Defensive der Moniz-Truppe und war überrascht, dass er so viel Platz und Zeit hatte, schloss die Aktion aber leider zu überhastet ab. 43. Minute: Jantscher bediente Svento, der aber aus fünf Metern den Ball über das Tor von Rindler knallt. Kurz vor der Pause hat Walke mit einem Volley-Schuss von Rakowitz nach Fucek-Flanke keine Probleme. So geht’s mit einem 0:0 in die Kabinen. Hartberg war tonangebend in Halbzeit eins und wurde von einem Publkum, das bei jeder guten Aktion bzw. jeden Ballgewinn applaudierte, nach vorne gepeitscht.

In der 51. Minute hatte Mössner die Chance den TSV per Freistoß nach Foul an Adilovic in Front zu bringen. Doch sein Heber über die Mauer geht auch gut einen Meter über das Tor. Drei Minuten später war es wieder Jantscher, der Svento bediente. Jürgen Rindler konnte aber mit einem Riesen-Reflex den Salzburger Angriff zu nichte machen. Glanzparade! 63. Minute: Lindgren verliert den Ball im Mittelfeld an Prietl der sofort auf Rossmann spielt, dieser legt kurz vor dem Strafraum für Mössner ab, der tankt sich in den Strafraum, scheitert abermals an Walke. Nächste Top-Chance für den TSV!

80. Minute, bitterer Moment für die Hörmann-Elf. Mössner möchte den Ball am Mittelkreis mit der Ferse zu Rossmann weiterleiten, doch Svento fängt den Pass ab und spielt sofort steil auf Jantscher der sich im Strafraum gegen Tauschmann durchsetzt und dem Ball mit einem satten Linksschuß im Tor versenkt. Kurz darauf muss Lukas Mössner wegen der Platzwunde am Hinterkopf vom Feld. Unser bester Torschütze der Saison war diesemal leider nicht vom Glück verfolgt. Aber der TSV gab sich nicht geschlagen. Es wurde gekämpft, gelaufen und geracktert. 90. Minute ein letzter Eckball auf Seiten der Steirer. Alle liefen nach vorne – sogar Rindler – aber Rakowitz stieg am höchsten und köpfte nur um Zentimeter am Tor vorbei. Das wäre es gewesen….

So verlor der TSV Lopocasport Hartberg unglücklich mit 0:1. Es war kein Klassenunterschied zu sehen und die Salzburger können auch vom Glück sprechen zum ersten Mal in der Ära Red Bull im Cupfinale zu stehen. Schade für eine aufopferungsvoll kämpfende Hartberger Mannschaft, die jedoch die Vielzahl an guten Tormöglichkeiten nicht nutzen konnte, und nach einem unglücklichen Ballverlust im Mittelfeld aus einem Konter das Gegentor durch Jakob Jantscher kassierte. Aber Gratulation an unserere Mannschaft zur tollen Leistung, denn man hat die Salzburger das ganze Spiel voll gefordert und alles gegeben. GRATULATION BURSCHEN!

Stimmen zum Spiel:

Walter Hörmann (Hartberg-Trainer): „Die Mannschaft hat alles gegeben und gut gespielt. Wir hatten einige Chancen, aber auch Salzburg hatte hochkarätige Möglichkeiten. Wenn wir das 1:0 gemacht hätten, hätten wir vielleicht gewinnen können. Die Salzburger waren etwas abgeklärter. Schade, ich freue mich aber über die Leistung meiner Mannschaft.“

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner. Wir haben uns sehr schwergetan, vor allem da wir es in der ersten Hälfte verabsäumt haben, das 1:0 zu machen. Dann bekommst du natürlich Probleme. Ich bin aber sehr froh, dass wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Finaleinzug geschafft haben. Es war ein Finale für uns, und am Sonntag gegen Rapid gibt es das nächste Finale.“


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