Die nächste Sternstunde – 1:0 Derbysieg gegen Sturm Graz

Prachtwetter, ausverkauftes Stadion, großartige Stimmung und ein Derbysieg gegen den SK Sturm Graz – Ein weiterer Feiertag für die Region!


Unglaublich, es ist erneut passiert. Knapp 10 Monate nach dem sensationellen Derbysieg im letzten Oktober konnte unser TSV Hartberg erneut gegen den SK Sturm Graz gewinnen. 1:0 stand diesmal nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel. Seit Donnerstag war die Profertil Arena mit 5.024 Zuschauern restlos ausverkauft und die Fans sorgten für den ein oder anderen Gänsehautmoment. Im Gegensatz zu der Stimmung auf den Rängen benötigte das Spiel etwas, um in die Gänge zu kommen. Die ersten 20 Minuten waren ein vorsichtiges Abtasten. In der 23. Minute dann die erste Chance für unseren TSV. Ein missglückter Sturm-Freistoß wurde abgefangen, Tadic schickte Rakowitz, dieser mit einem Traumpass auf Dossou, doch der Nationalspieler aus Benin scheiterte an Jörg Siebenhandl. Auf der Gegenseite war es Lema, der mit der ersten Sturm-Chance in Rene Swete seinen Meister fand. Logisches Halbzeitergebnis 0:0. Leichte Vorteile (mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz) für Hartberg.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Swete mit Schüssen von Kiteishvili und Sakic keine Probleme (52. und 62.). Die Schlüsselszene des Spiels gab es in der 64. Spielminute. Lienhart flankte den Ball in den Strafraum, dort wurde Stefan Rakowitz von Emanuel Sakic zu Fall gebracht. Schiedsrichter Lechner zeigte auf den Elfmeterpunkt. Richtige Entscheidung, da der Sturm-Verteidiger Rakowitz auf die Ferse gestiegen war. „Bomber“ Dario Tadic trat an und erzielte sein bereits 5. Saisontor im 4. Pflichtspiel. Großer Jubel in der Profertil-Arena. Doch der Jubel hielt vorerst nur 6 Minuten an, dann rutschte der bereits mit Gelb vorbelastete David Cancola übermotiviert in die Beine von Bekim Balaj und kassierte dafür zurecht die Ampelkarte. Jetzt wurde es doppelt schwer, der klare Außenseiter musste 20 Minuten in Unterzahl spielen. Doch die nächste Chance gehörte wieder den Blau-Weißen. Rep kam nach einem Konter zum Abschluß, der Schuss war allerdings kein Problem für Siebenhandl. Unsere Mannschaft verteidigte sehr stark und ließ kaum etwas zu.  Es dauerte bis zur 84. Minute, bis Sturm erstmals gefährlich werden konnte. Koch mit einer Flanke und Leitgeb rutschte nur Zentimeter am Ball vorbei. Die größte Ausgleichschance vergab der Cupsieger und Vizemeister von 2018 in der 88. Minute. Rene Swete lenkte einen Dominguez Schuss über die Latte . Beim anschließenden Eckball köpfte Kiteishvili knapp am Kasten vorbei (89.).

Das war´s. Es folgte der Schlusspfiff von Schiedsrichter Lechner und die nächste Sensation war perfekt. Die harte Arbeit in den letzten Wochen von Mannschaft, Trainerteam, Funktionäre und Mitarbeiter wurde mit dem zweiten Derbysieg in Folge belohnt. Ein ausgeglichenes Spiel, in dem unsere Mannschaft bis zum Ausschluss sogar leichte Vorteile hatte. Eine konzentrierte und geschlossen starke Mannschaftsleistung.


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #htbstu-Highlights

Die Pressekonferenz mit Markus Schopp und Nestor El Maestro in voller Länge: #htbstu-PK


Stimmen zum Spiel:
TSV-Trainer Markus Schopp: „Es ist eine tolle Geschichte. Gegen Sturm zu gewinnen ist für uns etwas ganz besonderes. Es war ein intensives Spiel mit Höhen und Tiefen. Am Ende steht ein sehr hart erarbeiteter Erfolg auf unserer Seite. Vor allem in Überzahl hat der Gegner dann Druck gemacht, aber wir haben das souverän über die Zeit gebracht. Das ist sicherlich auch die Erfahrung, die wir im letzten Jahr gesammelt haben, dass wir solche Spiele dann auch über die Runden bringen können. Ich glaube, dass wir in den entscheidenden Momenten den Sieg ein bisschen mehr wollten und dementsprechend geht der Sieg auch in Ordnung. Es ist ein wunderschöner Moment, das genießen wir jetzt. Aber wir wissen das einzuordnen und werden hart weiterarbeiten.“

Sturm-Trainer Nestor El Maestro: „Es war ein sehr zähes und hart umkämpftes Spiel. Wir haben nicht gut genug gespielt und dadurch dem Schiedsrichter die Gelegenheit gegeben, das Spiel zu entscheiden. Unser Anspruch muss es aber sein, selbst das Spiel in die Hand zu nehmen und für die Entscheidung zu sorgen. Es ist bitter zu verlieren, weil wir wenig zugelassen haben und wenig Fehler gemacht haben.“

Siegtorschütze Dario Tadic: „Eine unglaubliche Partie. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben und gekämpft. Wir haben unsere Aufgaben gut gemacht und ich denke am Ende auch verdient gewonnen.“

Stefan Rakowitz: „Es war heute eine überragende Stimmung im Stadion. Das war bombastisch. Es ist wunderschön und ich freue mich sehr, dass wir vor einem ausverkauften Haus die drei Punkte mitnehmen können“ Zur Elfmetersituation: „Ich war einen Schritt vor ihm und er ist mir auf die Ferse gestiegen, ich denke schon, dass das ein Elfmeter ist. Die Entscheidung ist auf jeden Fall vertretbar.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 3. Runde
Sonntag 11. August 2019

TSV Prolactal Hartberg 1:0 (0:0) SK Puntigamer Sturm Graz

Profertil Arena, Hartberg, 5.024 Zuschauer (ausverkauft), SR Lechner (Wien)

Torfolge:
1:0 Tadic (65.)

Hartberg: Swete – Lienhart, Huber, Luckeneder, Klem – Kainz, Cancola – Dossou (86./Rasswalder), Rep, Rakowitz (68./Heil) – Tadic (78./Rotter)

Sturm: Siebenhandl – Schrammel (82./Koch), Avlonitis, Spendlhofer, Sakic – Dominguez, Ljubic (73./Eze) – Jantscher, Kiteishvili, Lema (64./Leitgeb) – Balaj

Gelbe Karten: Klem, Rep bzw. Balaj, Sakic, Schrammel, Dominguez
Gelb-Rot: Cancola (71.)

 

Fotos: GEPA Pictures  | TSV Hartberg