Die Serie ist gerissen: 3:0-Niederlage gegen Liefering!

zuljlieferingIn einem Spiel mit äußerst fragwürdigen Entscheidungen musste man sich geschlagen geben…

Vor einer sehr überschaubaren Kulisse in der Bullen-Arena starteten die Hausherren besser in die Partie und hatten gleich zu Beginn drei Tormöglichkeiten. Kovacec tankte sich links durch, doch sein Schuss ging am langen Eck vorbei (‚4.). Den darauffolgenden Eckball beförderte Kapitän Rene Aufhauser via Aufsitzer übers Tor. Drei Minuten später landete ein Kovacec-Freistoß am Außennetz. Danach passierte nicht viel, nennenswerte Aktionen und Torraumszenen waren mangelware. Es war in der Folge eine sehr kampfbetonte Begegnung, der Matthias Hopfer Triput zollen musste. In der 28. Minute wurde der Defensivakteur wegen einer Hüftbeuger-Verletzung vom 17-jährigen Lukas Ried ersetzt. Danach die erste strittige Situation. Der Salzburger Rasner, schon mit Gelb belastet, machte ein weiteres gelbwürdiges Foul, doch SR Heiß ließ den Karton in der Tasche und schickte ihn nicht mit Gelb-Rot in die Kabine. Zwei Minuten später nahm ihn Liefering-Coach Zeidler vom Feld… – Der TSV wurde stärker, kam besser in die Partie und die Lieferinger hatten Probleme mit dem Spielaufbau, doch in der 43. Minute musste man den nächsten verletzungsbedingten Wechsel durchführen. Stephan Stückler überknöchelte ohne Fremdeinwirkung und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam Juvhel Tsoumou in die Partie. Für die nächste „heiße“ Aktion sorgte der Unparteiische noch vor der Pause, indem der Tiroler Bruno Friesenbichler wegen angeblich wiederholter Kritik von der Betreuerbank verbannte.

Die Hausherren legten gleich zu Beginn einen Blitzstart hin und gingen nach einem scharfen Zuspiel von Lainer auf den langen Pfosten durch den völlig freistehenden Kovacec 1:0 in Front. Damit war die Auswärtstorsperre von Jürgen Rindler gebrochen. In der 57. Minute eine schöne Aktion der Hausherren: Nach einem Pass von Roguljic legte Konrad mit der Ferse ab auf Kovacec, dessen Schuss ging nur knapp am linken Eck vorbei. Es folgte die beste Phase unserer Blau-Weißen. In der 65. Minute beförderte Thomas Hopfer einen Freistoß in den Strafraum, die Salzburger konnten nicht klären, Peter Zulj kam zum Ball und schoss das Spielgerät mit voller Wucht aus zehn Metern übers Tor. Schade! Drei Minuten später fast eine Kopie der vorangegangenen Aktion: Gefühlvoller Freistoß von Hopfer in Richtung langer Pfosten. Dort kam Innenverteidiger Vasilic aus perfekter Position zum Kopfball und köpfte aus fünf Metern neben das Tor. In einem Spiel, wo man nicht viele Chancen bekommt, wäre es wichtig gewesen, wenn man eine dieser 100%-Chancen im Tor unterbringt. Die Mannen von Bruno Friesenbichler waren drauf und dran das Spiel zu drehen, eine weitere Chance von Tsoumou (’71.) blieb ungenützt. Doch dann griff der Schiedsrichter entscheidend in die Partie ein. Peter Zulj erkämpfte sich völlig regelkonform von Dovedan den Ball und wollte den Gegenangriff einleiten. Plötzlich der Pfiff von SR Heiß und zeigte just in der stärksten Phase unserer Mannschaft Zulj die Gelb-Rote Karte für ein angebliches Foul, das man auch nach einigen Wiederholungen im Fernsehen nicht erkennen konnte. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung, die auf keinen Fall mit dem Ausschluss zu ahnden gewesen wäre. Nebenei wurde auch noch Co-Trainer Hermann Wagner auf die Tribüne geschickt, weil auch er diese Entscheidung nicht nachvollziehen konnte. Zwei Minuten später die Entscheidung. Nach einem kurz abgespielten Eckball ging Kovacec ein paar Meter in Richtung 16er und brachte mit einem schönen Schuss den Ball im langen Eck unter. Doch eigentlich hätte der Eckball wiederholte werden müssen, weil beim kurzen Abspiel der Ball nicht ruhte sondern rollte. In der 81. Minute fixierte Andreas Bammer mit einer schönen Einzelaktion den 3:0-Endstand.

Damit geht die Serie ohne Niederlage für den TSV zu Ende. In einer sehr kampfbetonten Partie mit wenig Höhepunkten erwischten die Hausherren den perfekten Start in die zweite Hälfte. Doch in der beste Phase von Rindler, Tauschmann & Co. wurde nach zwei vergebenen Großchancen das Hartberger-Anfgriffsspiel und der Ansturm auf den Ausgleich durch einen äußerst fragwürdigen Ausschluss, nach einem fairen Tackling von Zulj, gebremst. Ein Unentschieden wäre auf jeden Fall möglich gewesen, doch an diesem Tag haben einfach mehrere Faktoren zusammengespielt, die dies fast unmöglich machten. Bitter natürlich auch, die verletzungsbedingten Ausfälle von Stückler und Matthias Hopfer, deren Diagnosen noch nicht feststehen und somit die Dauer der Verletzungspause noch offen ist…