Dreimalige Führung aus der Hand gegeben – Packendes 3:3!

ASVHTBEine spannende, rassige Partie bekamen zahlreich mitgereiste TSV-Fans zu sehen..

Nach sechs Jahren Profifußball in der zweithöchsten Spielklasse startete man wieder in das Abenteuer Oberösterreich, Kärnten, Steiermark, namens Regionalliga Mitte. Zu Beginn stand gleich das erste von zwölf Steirer-Derbys am Programm. Auf dem kleinsten Platz der Liga in Allerheiligen konnte man nach dreimaliger Führung schließlich einen Punkt (3:3) entführen. Eine torreiche und kämpferisch intensive Partie bekamen die rund 500 Besucher, darunter unglaubliche 150-200 Hartberg-Anhänger, zu Gesicht. Individuelle Fehler, eine zu lange Nachspielzeit, fehlende Konsequenz und das Zurückstecken nach den Führungstoren verhinderten einen vollen Erfolg, einen perfekten Saisonstart. Doch den Punkt nehmen unsere Jungs natürlich mit, denn einer ist bekanntlich besser als keiner…

Spielverlauf: Es dauerte einige Augenblicke, bis sich unsere Blau-Weißen auf die schwierigen Platzverhältnisse einstellten. Doch dann übernahmen die Jungs von Cheftrainer Christian Ilzer das Kommando, ehe nach Mittelfeldgeschiebe in der 22. Minute erstmals das Spielgerät im Netz zappelte. Philipp Lembäcker hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern, auch unter Mithilfe von ASV-Goalie Schögl, in die Maschen zur TSV-Führung. Wenige Minuten später konnte Flo Faist einen Schuss festhalten, ehe Roko Mislov im Gegenzug volley übernahm, doch die „Gallier“ konnten gerade noch zum Eckball klären, der nichts einbrachte. In der 32. Minute gab’s den Ausgleich. Schöne Aktion der Hausherren und nach einem Pass auf links, war Zink auf und davon und verwertete eiskalt zum Ausgleich. Doch der Treffer hätte nicht zählen dürfen, da beim Aufbau der Aktion Jürgen Heil mit einem ordentlichen Check zu Fall gebracht wurde und dadurch die Südsteirer einen Ballgewinn verzeichnen konnten. Danach gab’s zwei Möglichkeiten für unsere Blau-Weißen: Ein Rasswalder-Schuss schrammt ebenso wie ein Rotter-Kopfball nach einem Eckstoß am Tor vorbei. Der eine oder andere schön aufgebaute TSV-Angriff konnte nicht fertig gespielt werden, da man in gewissen Situationen zu überhastet agierte. Die letzte Chance vor der Pause hatten die Schwarz-Gelben. Wieder suchte Zink den Abschluss, doch TSV-Schlussmann Faist kratzte das Leder aus dem Eck und somit ging’s mit einem 1:1 in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel die erneute Führung für die Ilzer-Elf. Nach einer flotten Kombination über die Seite kam ein Rasswalder-Stanglpass zur Mitte, wo Dario Tadic am zweiten Pfosten goldrichtig stand und dankend einnetzte. Drei Minuten später der abermalige Ausgleich. Einen Schuss von Fauland, der nachdem er drei Gegenspieler aussteigen ließ, konnte Faist nur kurz abwehren und Patrick Wolf war für den Abpraller zur Stelle – 2:2. Doch auch dieser Treffer hatte einen Schönheitsfehler. Wie der Videobeweis (im Bericht unten) darlegt, stand Ex-Sturm-Kicker Patrick Wolf beim Abschluss von Fauland im Abseits. Das Derby entwickelte sich zu einer richtigen Kampfpartie. Ruppige Einlagen wurden immer mehr. Bei einem schnellen Konter der Hausherren über Wolf konnte Kapitän Rasswalder sein Bein gerade noch dazwischenhalten. Der darauffolgende Corner wurde von der „großen“ TSV-Innenverteidigung geklärt. Nachdem der Schuss von Ex-Hartberger Thomas Hopfer (’75) Millimeter am Tor vorbeirollte, wackelte auf der anderen Seite kurz darauf das Aluminium. Philipp Lembäcker fackelte nicht lange und hielt aus der Distanz einfach drauf. Der Ball prallte an die Latte! Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ging der TSV Egger Glas Hartberg das dritte Mal in Führung. Nach einer Ecke war der aufgerückte Thomas Schönberger zur Stelle und markierte das 2:3. Wer dachte, das war’s – irrte (leider). Rasswalder, Mislov & Co. brachten die Führung nicht über die Zeit. In der 97. Minute (bei fünf Minuten Nachspielzeit) bediente Kelenc mit einem Wechselpass auf rechts Patrick Wolf, der volley zum 3:3-Endstand abzog. Schade, dass unsere Jungs eine dreimalige Führung aus der Hand gaben, doch für den Zuseher war es ein toller Auftakt in den Fußball-Sommer. Eine rassige, flotte Steirer-Partie bekamen die Fans zu sehen. Eine tolle Partie mit dem einen oder anderen Schönheitsfehler ohne Happy-End für Blau-Weiß. 

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SV Allerheiligen 3:3 TSV Egger Glas Hartberg 
Sportplatz Allerheiligen, 550 Zuseher
Tore: Zink (32.), Wolf (58., 90.+7) bzw. Lembäcker (22.), Tadic (55.), Schönberger (85.)
Gelbe Karte: Stuber Hamm, Wolf bzw. Siegl, Salentinig

 

Stimmen zum Spiel:

TSV-Cheftrainer Christian Ilzer„Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden. Der enge Platz und die Platzverhältnisse waren eine Riesenherausforderung für uns. Auf so einem Untergrund muss man komplett anders Fußball spielen! Zu Beginn haben wir uns etwas schwer getan, doch mit Fortdauer haben wir die Partie in den Griff bekommen und das 1:0 erzielt. Doch unerklärlicherweise hat nach den Führungen unsere Pressing Intensität nachgelassen, wir haben zu wenig druckvoll gegen den Ball gearbeitet. Selbes Szeario nach der Pause. Gut herausgekommen, Dario stand wo ein Stürmer stehen muss und machte das 2:1. Mit der Führung legten wir wieder eine Spur weniger Konsequenz an den Tag und die Kleindienst-Truppe kombinierte sich viel zu schnell ins letzte Drittel. Nach dem abermaligen Ausgleich war es eine reine Kampfpartie. Nach dem 3:2 von Schöni in der Schlussphase spekulierte man natürlich schon mit einem perfekten Auftakt, doch Allerheiligen hat einen qualitativ starken Kader und konnte nach Ende der Nachspielzeit noch ausgleichen. Schade, das wir trotz dreimaliger Führung den Sieg nicht über die Zeit brachten. Deshalb war es am Ende eine gefühlte Niederlage für uns. Nichtsdestotrtz nehmen wir den Punkt natürlich mit, ein 3:2-Sieg wäre sehr schön gewesen, aber es ist kein Wunschkonzert. Abhaken, positive Erkenntnisse herausziehen, Fehler ausmerzen und Konzentration auf die nächste schwere Aufgabe, SC Weiz. 

Torschütze Philipp Lembäcker: „Im Endeffekt ein gerechtes Remis, da auf beiden Seiten Chancen vorhanden waren. Natürlich tut der Ausgleich in der Nachspielzeit sehr weh, aber wir trauern dem Ganzen nicht lange nicht, sondern konzentrieren uns auf die kommende Aufgabe gegen Weiz. Persönlich hatte ich heute Glück und Pech. Beim 1:0 habe ich einfach draufgehalten und Gott sei Dank war das Leder drinnen. Dieses Glück hat mir dann beim Lattentreffer vermutlich gefehlt. Unerklärlicherweise haben wir nach den Führungen immer einen Gang zurückgeschaltet und dann zu einfache Gegentore bekommen. Mit einem Punkt zum Start auswärts in Allerheiligen kann man natürlich leben, aber es wäre mehr drinnen gewesen. Ich glaube, dass sich viele Mannschaften hier schwer tun werden! Aber unser Blick richtet sich schon auf nächsten Freitag.

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