Ein 2:2-Unentschieden im „Kellerderby“ gegen den FC Lustenau

fclustenauthumbDer TSV Hartberg gab 5 Minuten vor Schluss den sichergeglaubten Sieg noch aus der Hand.

Der TSV reiste schon Donnerstag-Früh in den Westen Österreichs, um sich perfekt auf das so wichtige „6-Punkte-Spiel“ gegen den direkten Konkurrenten FC Lustenau vorzubereiten. Nicht im Aufgebot war Robert Strobl, der seine Sperre nach 5 gelben Karten absitzen musste. Manuel Prietl kehrte hingegen wieder in die Stammformation von Kurt Garger zurück, die nicht viele Änderungen aufweiste. Es erwartete beide Mannschaften ein schweres Spiel, wo Kampf und Taktik im Vordergrund stehen wird. Nach neun Minuten erster Corner für die Gäste. Mössner springt der Ball irgendwie auf den Kopf, aber er findet den Weg ins Gehäuse nicht. Die einzig nennenswerte Aktion in der ersten Halbzeit führte zur Lustenauer-Führung. 25 Minute: Holzmann-Freistoß aufs lange Eck, dort steht Haselberger ganz frei und Lustenaus Neuzugang kann ins lange Eck abziehen – 1:0. Aber der FC Lustenau kam zu keiner weiteren Chance gegen die gut organisierte Hartberger Defensive. Auf Seiten der Oststeirer war eine Standardsituation die letzte Chance vor der Pause. Kölbl zieht nach einem Foul an Dober aus 25 Metern ab, verfehlte das Tor leider knapp. Das „Keller-Duell“ bietete in den ersten 45 Minuten nicht viel. Offensivaktionen sind auf beiden Seiten Mangelware, keine spielerischen Aktionen, viele Zweikämpfe und Kampf. Aber das sollte sich in der zweiten Spielhälfte ändern. Die Oststeirer kamen entschlossen aus der Kabine und übernahmen sofort das Kommando, was sich drei Minuten später in Tore umsetzte. Nach einem fürchterlichen Rückpass von Haselberger auf Buchner sprintete Daniel Gremsl hinein. Der 19-Jährige Eigenbauspieler ließ sich nicht bitten und verwandelte souverän zum Hartberger Ausgleich. Jetzt erarbeiten sich die Mannen von Kurt Garger mehr Offensivaktionen. Bei einer Kombination von Adilovic und Rakowitz kann sich letzterer den Ball seelenruhig vorbereiten verzog aber deutlich. Einem Bytyci-Schuss, den Durakovic problemlos entschärfen konnte, folgte eine Topchance der Hausherren. Witteveen kommt am Fünfer zum Kopfball, aber Rindler konnte mit einer Glanztat im Fallen noch auf der Linie retten. 58. Minute: Die Führung für den TSV! Bei einem perfekt getretenen Adilovic-Eckball war Miljatovic per Kopf zur Stelle. Danach flachte die Partie wieder aufs  Niveau der ersten Halbzeit ab. Hartberg hatte besser ins Spiel gefunden, aber in Minute 68 eine gut getretener Freistoß von Riess. Rindler kann den Ball gerade noch an die Querlatte wehren und verhinderte den Ausgleich. In der 81. Minute flog Freitag (FC Lustenau) wegen zu wilder Kritik mit Gelb-Rot vom Platz. Hartberg war jetzt dem Sieg natürlich sehr nahe, aber Lustenau gab nicht auf und konnte fünf Minuten später ausgleichen. Zwei Lustenauer rutschten daneben, ebenso viele Hartberger, keine brachte den Ball weg – Riess verwertete den Abstauber zum 2:2-Ausgleich. Bitter für den TSV Hartberg, denn in Überzahl glaubte man schon, als sicherer Sieger vom Platz zu gehen und dann ein blödes Gegentor. In der letzen Spielminute hatte Gargers Elf die Chance auf den Sieg. Ein Kobylik-Freistoß ging ganz knapp übers Tor und landete am Tornetz. Der FC Lustenau und TSV Hartberg trennen sich 2:2 Unentschieden. Das Ergebnis entspricht im Großen und Ganzen dem Spielverlauf. Mit dem Resultat ist keine der beide Mannschaften zufrieden. Beide gingen in Führung, beide gaben die Führung auch wieder ab. Bitter für unsere Burschen, die mit einem Mann mehr noch den Ausgleich kassierten. Der Rückstand auf die Vienna beträgt damit 4 Punkte. In zwei Wochen geht es weiter. Nach der Länderspielpause ist der TSV zu Gast bei BW Linz, ehe das letzte Heimspiel in der Herbstsaison gegen die Altacher wartet.


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