Erneut einen Last-Minute-Ausgleich kassiert – 2:2 gegen Rapid


Einmal mehr war das Duell Hartberg gegen Rapid an Spannung kaum zu überbieten.  Viele Tore, Emotionen, Chancen und Gesprächsstoff.


Nachdem neben Heil (gesperrt), Rakowitz und Klem (beide verletzt) drei Ausfälle bereits vor dem Spiel feststanden, gab’s die nächste Hiobsbotschaft kurz vor Anpfiff. Andi Lienhart musste mit zurückgekehrten Oberschenkelproblemen kurz vor Spielbeginn w.o. geben. Tobias Kainz rutschte dadurch in die Startelf. 5.024 Zuseher sorgten für eine tolle Kulisse in der Hartberger Profertil Arena!

Vor ausverkauftem Haus gelang den Gästen aus Wien der wesentlich bessere Start in die Begegnung. Kelvin Arase scheiterte nach fünf Minuten an Rene Swete, in der 12. Minute krachte ein Schuss von Koya Kitagawa – nach Rückraum-Zuspiel von Thomas Murg – an die Latte und nach 18 Minuten vergab Stefan Schwab eine Großchance. In der ersten halben Stunde tat sich unsere Mannschaft schwer in das Spiel zu kommen. Die TSV-Chancen: Jodel Dossou, dessen Schuss aus aussichtsreicher Position am langen Eck vorbeizog und ein Abschluss von Dario Tadic der im Außennetz landete. Es folgten zwei bittere Szenen binnen fünf Minuten. Zuerst musste Lema mit Verdacht auf eine Knieverletzung ausgetauscht werden, ehe ein Eigentor die Rapid-Führung besorgte. Luckeneder spitzelte eine Schwab-Flanke in das eigene Tor. Besonders bitter ist die Tatsache, dass Swete bereitgestanden wäre, doch der Innenverteidiger ihm einen Strich durch die Rechnung machte – sehr unglücklich. Doch rechtzeitig vor der Pause der Ausgleich! Eine Kopfballhereingabe von Kainz ließ Strebinger fallen, Rep war mit einem Direktschuss zur Stelle – 1:1.

Die zweite Hälfte gestaltete sich offener. Der TSV verteidigte höher, kam zu mehr Torchancen und es entwickelten sich ausgeglichene und offene 45 Minuten in Durchgang zwei. Zunächst waren Chancen beiderseits Mangelware. In der 74. Minute avancierte Rep zum Assistgeber. Seinen Eckball verwertete Felix Luckeneder per Kopf zur vielumjubelten Führung. In der Folge kämpfte Rapid verbissen um den Ausgleich und unsere Mannschaft versuchte mit vollstem Einsatz das 2:1 über die Runden zu bringen. Weitere gute Möglichkeiten durch Tadic und Gotal, nachdem jeweils Strebinger umkurvt wurde, landeten leider nicht im Gehäuse. In der 84. Minute versuchte es Arase mit einem Schuss, der Fountas noch berührte. Luckeneder klärte vor der Linie. In der letzten Minute der Nachspielzeit gelang den Hütteldorfern doch noch der Ausgleich. Der eingewechselte Ercan Kara verwandelte einen Eckball von Schick, der von Dibon weitergeleitet wurde.

Am Ende somit eine 2:2-Punkteteilung. Kurz nach Abpfiff hängende Köpfe im TSV-Lager ob des späten Ausgleichs. Zuerst wurde ein Rückstand in eine Führung umgedreht, ehe in der 94. Minute die Jubelstimmung getrübt wurde. Betrachtet man die 90 Minuten ist es ein gerechtes Remis. Die Parallele zum Hinspiel ist schnell gefunden. In Hütteldorf lagen unsere Blau-Weißen bis zur 96. Minute 3:2 in Führung, ehe auch in letzter Sekunde Rapid der Ausgleich gelang. Trotzdem ein wichtiger Punkt im Kampf um die Meistergruppe. Zwei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung bei schlechterer Tordifferenz sechs Zähler. Wir haben es in eigener Hand, und das ist wichtig. Jetzt heißt es diese intensive Partie zu analysieren, gut erholen und dann gestärkt in die neue Woche starten. FORZA TSV!


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #HTBSCR-Highlights

Die Pressekonferenz findet ihr ab Dienstag auf unseren Youtube-Kanal: #TSV-TV


Stimmen zum Spiel:

TSV Cheftrainer Markus Schopp: „Wir haben in den ersten 30 Minuten keinen Zugriff bekommen, da hat man die ganze Qualität von Rapid gesehen. Nach dem Ausgleich und dem 2:1 hatten wir noch Möglichkeiten, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Ich plädiere dafür, künftig Spiele von uns gegen Rapid nach 90 Minuten zu beenden. Wäre das in den letzten beiden Partien gewesen, hätten wir vier Punkte mehr.“

TSV-Kapitän Siegfried Rasswalder: „Bitter, wenn du mit der letzten Aktion den Ausgleich kassierst. Es war eine offene, umkämpfte Partie, wobei der Platz nicht leicht zu bespielen war. Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt, aber das Unentschieden geht am Ende auch in Ordnung.“

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): „Über 90 Minuten gesehen war der Punkt mehr als verdient. Die ersten 30 Minuten waren richtig gut, leider haben wir es in der ersten Halbzeit verabsäumt, höher zu führen. Nach dem 1:2 haben wir natürlich sehr viel riskiert, wir wollten hier auf keinen Fall verlieren. Leider ist es nicht mehr gelungen, das Match zu drehen.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 20. Runde – Sonntag, 23. Februar 2020

TSV Prolactal Hartberg 2:2 (1:1) SK Rapid Wien

Profertil Arena, Hartberg, 5.024 Zuschauer, SR Heiß (Tirol)

Torfolge:

0:1 Luckeneder (40./Eigentor)
1:1 Rep (45.)
2:1 Luckeneder (74.)
2:2 Kara (93.)

Hartberg: Swete – Lienhart, Huber, Luckeneder, Rasswalder – Nimaga – Dossou (91./Rotter), Cancola, Rep, Lema (36./Ried) – Tadic (84./Gotal)

Rapid: Strebinger – Stojkovic, Dibon, Barac, Auer – Petrovic, Schwab – Murg (72./Schick), Knasmüllner (84./Kara), Arase – Kitagawa (63./Fountas)

Gelbe Karten: Rep, Nimaga, Tadic bzw. Kühbauer (Trainer), Strebinger, Kara

TSV Hartberg | GEPA pictures