Hütteldorf bleibt guter Boden – 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid

Auch das dritte Auswärtsspiel in der Meistergruppe wurde gewonnen, der TSV bleibt souverän auf Platz fünf…


Runde für Runde wird bei allen Mannschaften fleißig rotiert um die intensive Zeit so gut wie möglich zu meistern. Markus Schopp veränderte seine Elf im Vergleich zum Mittwoch-Spiel an drei Positionen. Thomas Rotter, Bakary Nimaga und Amadou Dante rückten diesmal in die Startformation. Unsere Mannschaft startete mit viel Schwung in die Partie, versteckte sich keineswegs und suchte das Heil in der Offensive. Zuerste prüfte Dante mit einem Fernschuss Goalie Knoflach. Wenigen Minuten später landete eine Kopfball-Hereingabe von Tobi Kainz bei Dario Tadic, doch Innenverteidiger Ljubicic konnte das Leder gerade noch vor dem Schussversuch zur Ecke ablenken (9.). Es dauerte nicht lange bis auch die Offensivabteilung von Didi Kühbauer ihren ersten nennenswerten Auftritt hatte. Knasmüllner scheiterte an TSV-Kapitän Rene Swete, Rapid-Talent Yusuf Demir traf aus aussichtsreicher Position Kainz, der sich in den Schuss warf. Eine Viertelstunde war gespielt. Munteres Hin und Her bei „Sauwetter“ in der Bundeshauptstadt. Rajko Rep versuchte es mit einem guten Schuss aus rund 25 Metern, knapp am rechten Eck vorbei. Rapid drückte auf das Tempo und fand nach gut einer halben Stunden die nächste gute Chance auf die Führung vor. Kapitän Stefan Schwab feuerte einen Schuss ab, knapp aber doch rollte das Leder am langen Eck vorbei. Doch auch die Hartberger versuchten sich immer wieder in Richtung Rapid Strafraum zu kombinieren, blieben lästig, was sich kurz vor der Pause lohnen sollte. Ullmann mit dem missglückten Rückpass, Lukas Gabbichler bediente den gut positionierten Dario Tadic. Der TSV-Toptorschütze hatte den Ball am starken linken Fuß und ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen. Mit einem satten, gut platzierten Schuss ins Eck bescherte der 30-jährige Stürmer den TSV-Führungstreffer zu einem optimalen Zeitpunkt. Zugleich war es Saisontreffer Nummer 14.

Ein ganz wichtiger Treffer, wie man bereits im Hinspiel sehen konnte. Bislang standen die Duelle Rapid-Hartberg immer im Zeichen von kuriosen Ereignissen (Ausschlüsse, Eigentore) und eine Vielzahl an Torchancen und Treffer. Diesmal – bei den Spielen in der Meistergruppe – war es anders. Aber Rapid verdaute den Rückstand nach Wiederbeginn recht gut und hatte nach wenigen Sekunden die Ausgleichschance. Nach einem Stanglpass war Demir zur Stelle, viel fehlte nicht (46.). Kitagawa traf in der 49. Minuten den Ball nicht. Nach einer kurzen Rapid-Druckphase kamen unsere Blau-Weißen wieder besser in die Partie. Mit einer konzentrierten Defensivleistung ließen Luckeneder, Rotter & Co. hinten nicht mehr viel anbrennen, beruhigten immer wieder das Spiel, machten Räume eng und lauerten auf Konter. Ein Rep-Schuss (53.) und eine Chance für Luckeneder per Hinterkopf nach Freistoß von Tobias Kainz landeten knapp neben dem Tor (67.) Viele gut aussehende Kontermöglichkeiten wurde nicht optimal zu Ende gespielt, weshalb man sich der Sache mit dem Sieg noch nicht sicher sein konnte. Defensiv standen unsere Jungs ausgezeichnet, so kamen die Rapidler nur mehr aus Distanzschüssen zu Chancen, die aber keinen Torerfolg brachten.

Am Ende gelingt dem TSV Prolactal Hartberg die Revanche für die  bittere und knappe Heimniederlage und punktet auch im dritten Meistergruppen-Auswärtsspiel voll! 9 Punkte sind bereits am Meistergruppen-Konto. Mehr als unser TSV holten nur Salzburg und Rapid. A ußerdem bleibt Wien-Hütteldorf ein guter Boden für unsere Blau-Weißen. In der Meisterschaft konnte Rapid gegen unsere Hartberger noch keinen Heimsieg einfahren. Im 160. Einsatz im Hartberg-Trikot fungierte Dario Tadic als Goldtorschütze. Nach gutem Beginn wurde Rapid mit Fortdauer des Spiels stärker und hatte gute Möglichkeiten. Doch wie im Hinspiel in Hartberg war der Treffer ein Schlüsselmoment. Gratulation an unser Team, dass sich mit einer starken Mannschaftsleistung mit einem Sieg belohnte!


Eine Zusammenfassung von diesem Spiel gibt es hier: #scrhtb-highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV-Trainer Markus Schopp: „Ich bin richtig stolz auf die Jungs, man hat heute eine Mannschaft gesehen, die bis zur letzten Sekunde alles investiert hat, um drei Punkte mitzunehmen. Wir sind sehr gut reingestartet, haben dann ein bisschen den Zugriff verloren. Rapid wurde stärker und hatte die eine oder andere Chance. Der Schlüsselmoment war unser Tor, dadurch waren wir im Vergleich zum Mittwoch (Anm.: 0:1) in der umgekehrten Rolle. Dann war Rapid gezwungen, etwas zu tun. Wir haben tapfer verteidigt und hätten Umschaltmöglichkeiten nützen können. Die Mannschaft hat sich bis zum Schluss aufgeopfert und dadurch die drei Punkte verdient.“

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer: „Wir sind enttäuscht, das Spiel kann man als Selbstfaller einordnen. Wir hätten das Spiel schon in der ersten Hälfte entscheiden können und müssen, dann haben wir das Tor aus einem Eigenfehler bekommen, der immer passieren kann, dann haben wir nach der Pause gleich wieder große Chancen vergeben. Wir müssen uns an der eigenen Nase packen und an den nächsten Gegner (Anm.: Salzburg am Mittwoch) denken. Wir haben das Spiel als Mannschaft verloren. Wir haben bis zum letzten Drittel gut gespielt, aber wenn sich das Netz nicht bauscht, nützt das alles nichts.“

Torschütze Dario Tadic: „Vor dem Tor waren wir sehr effektiv und haben unsere Chance genützt. Wir wussten, was uns hier in Hütteldorf erwartet, aber vielleicht liegt uns Rapid einfach. Wir wollten von der ersten Minute weg den Sieg unbedingt!“ 


Tipico Bundesliga 2019/20  – 28. Runde, Sonntag 21. Juni 2020

SK Rapid Wien 0:1 (0:1) TSV Prolactal Hartberg

Allianz Stadion, Wien-Hütteldorf, SR Drachta (OÖ)

Tor: 0:1 Tadic (42.)

Rapid: Knoflach – Stojkovic (80./Gobara), D. Ljubicic, Hofmann – Schick, Grahovac (62./Petrovic), Schwab, Ullmann – Demir (81./Auer), Kara (46./Kitagawa), Knasmüllner (62./Savic)

Hartberg: Swete – Kainz (78./Tschernegg), Rotter, Luckeneder, Klem – Nimaga – Gabbichler (46./Dossou), Ried (46. Lienhart) Rep, Dante (84./Huber) – Tadic (57./Kröpfl)

Gelbe Karten: Grahovac bzw. Nimaga

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg