Woche zum Vergessen – 1:3-Niederlage gegen SV Lafnitz!

HTBSVL 1Im großen Derby zog man in einer turbulenten Schlussphase den Kürzeren…

In oststeirischen Derby-Kracher TSV Egger Glas Hartberg vs. SV Lafnitz sahen die rund 2.000 Besucher keinen Leckerbissen in Durchgang eins zu sehen. Zu Beginn probierte es Friedl nach einem Tieber-Zuspiel, doch das Ex-TSV-Duo scheiterte am TSV-Goalie Christopher Stadler (‚6). Wenige Minuten später verfehlte ein Beslic-Schuss nach einer Salentinig-Hereingabe das Tor. Bis auf eine weitere gefährliche Aktion, bei der das Hartberg-Stürmerduo vorbeischrammten, war es eine sehr unaufregende erste Halbzeit, wo beide Abwehrreihen wenig anbrennen ließen. So ereignisarm sich Durchgang eins gestaltete, so spannend waren die zweiten 45 Minuten. Unser TSV kam besser aus der Kabine und nahm das Zepter in die Hand und startete mit einer Doppelchance. Beslic setzte sich durch – seinen Schuss konnte Zingl nur prallen lassen, Daniel Gremsl probierte es im zweiten Versuch, scheiterte aber am Lafnitz-Tormann (’48). Zehn Minuten später lässt Christoph Kröpfl eine Riesenchance liegen und im Konter die kalte Dusche für den TSV. Mario Kröpfl entwischte der Hartberger-Abwehr – Schönberger verletzte sich bei dieser Aktion und musste ausgewechselt werden – und schob zum 0:1 ein. Bitter für den TSV, in der besten Phase des Spiels in Rückstand zu geraten. Die Mannen von Uwe Hölzl steckten nicht auf und kamen in den Minuten 65 und 70 zu zwei haarigen Aktionen. Tadic und Beslic wurden jeweils ideal bedient, wären alleine auf Tor der Lafnitzer gestürmt, doch das SR-Gespann entschied beidemale auf Abseits zur Verwunderung vieler Fans. Sehr kritische und vor allem fragwürdige Entscheidungen. Dann die turbulente, hitzige Schlussphase. Eingeläutet wurde sie in Minute 81, als Tieber eine Riesenchance ausließ und durch einen klassischen Stolperer das leere Tor nicht traf. Die letzten Minuten hatten es in sich. 89. Minute „Black-out“ von TSV-Tormann Christopher Stadler der einen Ball außerhalb des 16-m-Raums in die Hand nahm, anstelle ihn mit der Brust herunterzunehmen oder ins Out gehen zu lassen. Die Folge war „Rot“ wegen Torraubes. Da das Wechselkontingent bereits erschöpft war, musste ein Feldspieler in den Kasten, Jürgen Heil übernahm die Verantwortung. Die Parite schien gelaufen, doch auch der Lafnitz-Keeper Zingl patzte. Er lässt einen hohen Ball in den Strafraum fallen, Kapitän Sigi Rasswalder war zur Stelle und staube zum 1:1-Ausgleich ab. Doch es kam ganz bitter. In der 92. Minute der K.O.-Schlag für unsere Blau-Weißen. Mislov klärte unglücklich zur Ecke. Die Hereingabe versenkte Ex-Hartberger Christoph Friedl zum 1:2 per Kopf, Scheuchers Schlenzer ins lange Eck in der 94. Minute zum 1:3-Endstand war nur noch Draufgabe. Der TSV konnte nicht an die Leistungen der letzten Wochen anschließen und musste nach der Niederlage in Linz auch im zweiten Topspiel innerhalb einer Woche als Verlierer vom Platz gehen. 

Jürgen Heil: „Wir haben leider die starken Leistungen von den vorherigen Heimspielen nicht bestätigen können und somit auch verdient verloren! Der Spielverlauf war natürlich blöd, da wir das 0:1 genau in der Phase bekommen haben, wo wir eigentlich besser ins Spiel gekommen sind. Als dann auch noch „Ed“ (Anm.: Stadler) die rote Karte bekommen hat, dachten sich die meisten das dieses Spiel gelaufen ist, doch auch hier hat man gesehen, dass wir Spieler sind die nie aufgeben und so konnten wir auch noch in der 90. Minute den Ausgleich schießen! Natürlich ganz bitter das wir in den letzten Minuten noch 2 Tore bekommen haben, vielleicht hätten wir mit einem „echten“ Torhüter nicht die 2 Tore bekommen, aber so ist Fußball! Für mich war eigentlich gleich klar das ich jetzt die Handschuhe anzieh und mich ins Tor stelle! Ich wollte Verantwortung übernehmen, leider hats nicht so ganz geklappt!“

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