Sensationeller Auswärtssieg in Lustenau!

jubeltsvaluZwei rote Karten, zwei verschossene Elfmeter und ein Last-Minute-Treffer – Ein verrückter Spielverlauf mit einem blau-weißen Happy-End…

Bruno Friesenbichler stellte das Team gegenüber dem Heimsieg nur an einer Position um. Anstelle des Verletzten Milan Kocic feierte Stephan Stückler sein Debüt in der Starfelf. Die Lustenauer starteten druckvoll in die Begegnung und hatten gleich zu Beginn eine Großchance. Ein Jailson-Kopfball nach einem Schreter-Freistoß landete knapp neben dem Tor. Die erste TSV-Chance ließ aber nicht lange auf sich warten (’12). Neuzugang Stückler tankte sich über rechts durch, haute das Leder aber knapp am rechten Eck vorbei. Die nächste Chance für die Gastgeber. Nach einer Jailson-Hereingabe knallte Salomon aus vollen Lauf den Ball über den Kasten. Eine abwechselungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Hartberger spielten taktisch sehr gut und lauerten auf Konter. Eine kleine Unachtsamkeit in der Austria-Hintermannschaft überzuckerte Stückler, der den Ball aber an Knett nicht vorbeispitzeln konnte. Nach 25 Minuten gab’s für beide Mannschaften eine Trinkpause. Bei hohen Temperaturen konnten die Akteure ihre Akkus wieder aufladen. Doch in der Folge sind Torchancen Mangelware. Viele kleine Fouls und Unterbrechungen verhinderten einen Spielfluss. Kurz vor der Pause war es wieder Jailson, der nach einer Schreter-Hereingabe einen weiteren Sitzer vergab.

Unsere Blau-Weißen starteten mit viel Elan in die zweite Spielhälfte und vergaben durch Tauschmann und Gremsl zwei Einschussmöglichkeiten (’52). In der 56. Minute legte Daniel Gremsl den gerade eingewechselten Galvao im Strafraum. SR Gieshamer zeigte dem Außenspieler die Ampelkarte und auf den Elferpunkt. Ob es wirklich ein Torraub war sei dahingestellt. Doch Thiago scheiterte an Jürgen Rindler, der den Ball im Nachfassen festhält. Starke Parade des TSV-Kapitäns. Die Mannen von Bruno Friesenbichler steckten nicht zurück und erarbeiteten sich in der 64. Minute die größte Chance. Nach einem Eckball kam Luca Tauschmann zum Kopfball, doch Mario Bolter rettete auf der Linie. Schade! In den nächsten 20 Minuten versuchte die Kolvidsson-Truppe zwar die nummerische Überlegenheit auszunützen, doch die nennenswerten Torchancen blieben aus. Doch fünf Minuten vor Schluss wurde die Partie noch einmal so richtig heiß. Luca Tauschmann brachte Marcel Schreter im Strafraum zu Fall. SR Gieshamer zögerte keine Sekunde entschied wieder auf Elfmeter und schickte den TSV-Abwehrchef mit der roten Karte frühzeitig in die Kabine. Diesmal trat Salomon zum Strafstoß an. Unglaublich – auch dieser konnte den Ball nicht im Tor unterbringen und schupfte das Leder über das Kreuzeck. Die Hartberger rochen Lunte und schafften mit neun Mann die Sensation. 90. Minute: Weiter Abschlag von Jürgen Rindler, der Ball landete perfekt vor den Füßen von Juvhel Tsoumou. Der zuvor eingewechselte Deutsch-Kongolese vernaschte Bolter mit einem „Tänzchen“ und zum Drüberstreuen schoss er Knett ein „Gurkerl“ zum sensationellen 1:0-Sieg.

Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Hochachtung vor dieser kämpferischen Leistung, der Glaube und Wille der schlussendlich mit einem unglaublichen Erfolg in der Fremde belohnt wurde. Eine flotte, unterhaltsame Partie mit dem Happy-End für Rindler & Co. Zuerst bewahrte Rindler mit dem gehaltenen Elfmeter den TSV vor einem Rückstand und in der Schlussminute bereitete er den Tsoumou-Treffer mit einem punktgenauen Ausschuss vor. Doch nicht nur seine Leistung, sondern die starke Leistung des gesamten Teams ist verantwortlich für den besten Saisonstart in der „Heute für Morgen“-Erste Liga. Zwei Spiele, sechs Punkte. Wer hätte das gedacht? Der bittere Beigeschmack. Luca Tauschmann und Daniel Gremsl müssen beim Angriff auf das nächste Erfolgserlebnis nächsten Freitag gegen Horn (2.8.2013 – 18.30 Uhr – Stadion Hartberg) aufgrund der Ausschlüsse passen.


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