Nach Führung – 1:2-Niederlage gegen den LASK!


Die Partie war geprägt von einem Premierentor, vielen Zweikämpfen und einem unaufhaltsamen LASK…


TSV-Trainer Markus Schopp konnte wieder auf Andi Lienhart (nach Muskelfasereinriss) und Felix Luckeneder (nach Rot-Sperre) setzen. Für Stefan Rakowitz (Knieprobleme) kam die Partie noch zu früh. Gemeinsam mit Florian Faist schrieb der Pinkafelder beim Stadioneingang fleißig Autogramme. Beim Gegner aus Oberösterreich standen 10 Spieler von der Startelf der Europa League Partie in Lissabon auch gegen den TSV zu Beginn am Feld. Keine Spur von Müdigkeit, die Ismael-Truppe machte 90 Minuten Dampf.

Doch alles der Reihe nach: Die Gäste erwischten den besseren Start. Teamspieler Goiginger scheiterte im Eins-gegen-Eins an TSV-Kapitän Rene Swete (9.). Erster Aufreger in der 13. Spielminute. Im Strafraum-Duell zwischen Lienhart und Raguz zogen beide Spieler am Trikot des Gegenspielers, die „Leiberl-Zupferei“ von Andi Lienhart war zu offensichtlich, Schiedsrichter Altmann entschied auf Strafstoß. Doch die Aktion hatte einen Schönheitsfehler. Raguz stand im Abseits. Thomas Goiginger mit einem starken Schuss in das linke Eck. Doch Rene Swete parierte diesen Elfmeter überragend. Die „Eurofighter“ waren überlegen, kombinierten sich mit einer Selbstverständlichkeit immer wieder in Richtung Gefahrenzone. Defensiv agierten Cancola, Nimaga & Co.  gut, ließen – auch dank einer engen Positionierung und Aggressivität – wenig Großchancen zu. Goiginger vergab nach einer guten halben Stunde auch seine dritte Möglichkeit. Die Offensivbemühungen auf Seiten der Heimmannschaft waren absolut vorhanden, doch enorm schwer gegen so eine starke Defensive auch umzusetzen. In Durchgang eins gab es außer einem  Ostrak-Schuss (43.) recht wenig zu vermelden.

Doch nach der Pause kamen unsere Blau-Weißen besser in die Begegnung. Ein Schuss vom aufgerückten Christian Klem schrammte knapp am langen Kreuzeck vorbei (53.). Drei Minuten später die vielumjubelte Führung für den TSV! Klem mit dem Zuspiel von links zur Mitte. Dario Tadic ließ routiniert durch und der tschechische U-20-Teamspieler verwandelte von halbrechts eiskalt zu seinem ersten Bundesliga-Treffer. Sehr zur Freude der knapp 3.000 TSV-Fans, die trotz starkem Konkurrenzprogramm in der Stadt den Weg in das Stadion gefunden haben. Der LASK spielte unbeeindruckt weiter munter nach vorne. Binnen fünf Minuten gelang auch die Wende. In der 65. Minute zunächst der Ausgleichstreffer. Der eingewechselte Tetteh mit der Flanke von der Outlinie (ob der Ball zuvor im Aus war, kann trotz TV-Bilder schwer beurteilt werden) in den Rückraum, wo ausgerechnet Ex-Hartberger Reinhold Ranftl via Volley traf. Ranftl hatte auch bei der Führung seine Beine im Spiel. Flanke von der rechten Seite, missglückter Klärungsversuch der TSV-Defensive und Peter Michorl verwandelte das Spielgerät unter Mithilfe von Aluminium im Tor (70.). Rep, Tadic & Co. konnten nicht mehr zusetzen, auf der Gegenseite traf Joao Klauss in der Schlussminute noch die Stange.

Schlussendlich mussten unsere Blau-Weißen eine 1:2-Niederlage gegen einen starken Vizemeister hinnehmen. Unsere Mannschaft hat alles versucht, ein gutes Spiel abgeliefert und dagegengehalten – war knapp dran. Doch auch der Ostrak-Führungstreffer beunruhigte den Gegner nicht, zwei Gegentore führten zu einer in Summe verdienten Niederlage. Eine Spiel gegen einen sehr starken Gegner, in dem man enorm viel lernen konnte. Diese Lerneffekte aus den Niederlagen gegen Salzburg, WAC und den LASK gilt es jetzt richtig zu verarbeiten. Mit der Länderspielpause ist dafür auch genügend Zeit. Zudem gilt es verschnaufen, Akkus aufladen und danach wieder voll angreifen. Am kommenden Samstag (12.10.) findet in der Profertil Arena in Hartberg ein Testspiel gegen den Zweitliga-Tabellenführer Austria Klagenfurt statt. Anstoß ist um 15 Uhr, der Eintritt ist frei.


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #HTBASK-Highlights

Die Pressekonferenz mit Markus Schopp und Valerien Ismael findet ihr auf Youtube: #TSV-TV Hartberg


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): Der LASK ist ein unglaublich starker Gegner. Wir wollten mutig sein versuchten, von Beginn an auch schnell nach vorne zu spielen. Wir haben aber leider in der Vorwärtsbewegung Fehler gemacht und es dem Gegner so ermöglicht, zu Chancen zu kommen. Mit Fortdauer des Spiels haben wir uns verbessert und weniger Fehler gemacht. Ich denke die Mannschaft hat sich gut präsentiert, wir haben den LASK gefordert und sind in Führung gegangen, konnten am Ende aber leider nichts Zählbares mitnehmen.

Valerien Ismael (LASK-Trainer): Nach den Strapazen der letzten Wochen großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben am Anfang viele Chancen vergeben, noch dazu einen Elfmeter, und sind in Rückstand geraten. Die Mannschaft hat sich dann mit letzter Kraft zurückgekämpft und das Spiel noch gedreht.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 10. Runde – Sonntag 06. Oktober 2019

TSV Prolactal Hartberg 1:2 (0:0) LASK

Profertil Arena, Hartberg, 2.842 Zuschauer, SR Altmann (Tirol)

Torfolge:
1:0 (56.) Ostrak
1:1 (65.) Ranftl
1:2 (70.) Michorl

Hartberg: Swete – A. Lienhart, Huber, Luckeneder, Klem – Ostrak (69./Ried), Nimaga, Cancola (82./Gotal), Dossou (55./Heil) – Tadic, Rep

LASK: A. Schlager – Wiesinger, Trauner, Pogatetz – Ranftl, Michorl, Holland, Potzmann – Goiginger (61./Tetteh), Raguz (61./Klauss), Frieser (82./Th. Sabitzer)

Gelbe Karten: Nimaga, A. Lienhart, Heil bzw. A. Schlager, Wiesinger

 

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