Nix zu holen – 3:1-Niederlage in Stadl-Paura!

ATSVHTBSchläferstündchen in den ersten 25 Minuten bestraft mit drei Standardtoren…

Stark, aggressiv, bissiger und taktisch gut eingestellt präsentierte sich der Aufsteiger ATSV Stadl-Paura. Die Hausherren suchten nach Ballgewinn immer so schnell wie möglich die „Flucht“ in die Offensive. Mit dem schnellen Spiel nach vorne, versetzten sie unsere Mannschaft oftmals in Schwierigkeiten. Nach 23 Minuten war der Käs‘ eigentlich schon gegessen. Drei ruhende Bälle und dreimal schlug der Ball ein im Kasten des TSV Egger Glas Hartberg. Dario Tadic verkürzte vor der Pause noch auf 3:1, was folgte war eine torlose zweite Halbzeit. Viele Ballverluste, keine zweiten Bälle, Fehlpässe und fehlende Aggressivität machten einem besseren Resultat einen Strich durch die Rechnung. Im zweiten Durchgang war man zwar spielerisch überlegen, doch echte hochkarätige Torchancen waren eine Seltenheit. Den Kampfgeist und das Bemühen kann man unseren Jungs nicht absprechen…

Spielverlauf: Bei brennender Hitze und groben Unebenheiten auf dem Spielfeld startete die 3. Runde der Regionalliga Mitte. Die ersten 25 Minuten waren einfach nur zum Vergessen aus der Sicht der Ilzer-Truppe. Die Mayrleb-Truppe, von Beginn an präsent und ambitioniert, ließ den TSV Egger Glas Hartberg nicht ins Spiel kommen. Schon nach fünf Minuten zappelte der Ball im Netz. Nach einem Freistoß und einer kurzen Kopfballabwehr, stand Gerner goldrichtig und vollendete mit einem Schuss ins lange Eck zur frühen Führung der Hausherren. Einen Kopfball von Hodzic und einen Schuss von Ibrahimovic aus spitzem Winkel konnte Florian Faist stark parieren. 14. Minute, nächster Standard, nächster Treffer. Gefährlich wird der Ball in den Strafraum gezirkelt, Koprivarov war mit dem Kopf zur Stelle. Es ging in dieser Tonart weiter. TSV-Ballverlust in der gegnerischen Hälfte. Dann ging es schnell, ein rot-weißer Angreifer zog zur Mitte, der Schuss wurde noch geblockt. Den darauffolgenden Corner, dritten ruhenden Ball, verwertete Danilo Duvnjak per Kopf zur 3:0-Führung. Geschockt ging’s aufgrund der Hitze (’25) in eine kurze Verschnaufpause. Doch die nächste Riesenmöglichkeit hatten wieder die Stadlinger. Nach einem Ilic-Fehler marschierte Gerner alleine aufs Tor, doch Flo Faist reagierte großartig und verhinderte mit der Fußabwehr einen weiteren Gegentreffer. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gab’s Chancen für den TSV. Zuerst versuchte es Tadic, scheiterte aber am Goalie von Stadl-Paura. In der Nachspielzeit boxte Hodzic einen TSV-Schuss auf der Torlinie weg. Der Kärntner-Referee entschied sofort auf Strafstoß, zeigte aber nur Gelb. Laut Regelwerk eine klare rote Karte. Dario Tadic gab sich keine Blöße und verwandelte den Elfmeter souverän.

Der Anschlusstreffer sollte Aufschwung geben für Durchgang zwei. Und unsere Blau-Weißen präsentierten sich auch etwas anders als in der ersten 45 Minuten. Unsere Jungs tasteten sich ans Gehäuse der Stadlinger heran. Salentinig probierte es aus der Distanz, doch der Ball landete im Fangnetz über dem Kasten (’50). Wenig später eine typische Aktion für das TSV-Spiel an diesem Abend. Mislov mit dem Abspielfehler, die Hausherren leiteten einen Gegenangriff ein. Mislov zog seinen Gegenspieler am Leibchen um den Sturmlauf zu unterbinden und sah dafür den gelben Karton. Ungenaugigkeit und Konzentrationsfehler konnte man öfters erkennen. Mit der Einwechslung von Youngstar Christoph Schweiger kam nochmals frischer Wind ins Spiel. Diesmal versuchte es Dario Tadic mit einem satten Schuss, doch Goalie Golkar faustete das Leder über das Tor (’60). In der 67. Minute die große Möglichkeit für den TSV. Flanke von links, Schweiger kam zum Kopfball, der aber in die falsche Richtung ging. Schade! Kurz darauf bediente Roko Mislov den jungen Hartberger mit einem Pass in die Tiefe. Schweiger ging optimal hinein, lief aufs Tor zu und Fellinger zog kurz vor der Strafraumgrenze die Notbremse. Klare Sache, Torraub – rote Karte! Den Freistoß aus aussichtsreicher Position verzog Lukas Ried mit einem Schuss über die Querlatte. Danach bauten die Oberösterreicher einen echten Abwehrbeton auf. In der Schlussphase war es wieder Christoph Schweiger, der zu zwei Möglichkeiten kam. Nach einer Salentinig-Flanke köpfte unsere Nummer neun neben den Pfosten und nach einem Pass in die Schnittstelle, versuchte er den Ball am Goalie vorbei ins lange Eck zu schupfen, doch der ATSV-Schlussmann erwischte einen Glanztag und parierte den Schuss stark. Somit war die 3:1-Niederlage gegen die Mayrleb-Elf besiegelt.

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ATSV Stadl-Paura 3:0 TSV Egger Glas Hartberg 
Maximilian-Pagl Stadion, 345 Zuseher
Tore: Gerner (6.), Koprivarov (14.), Duvnjak (23.) bzw. Tadic (Elfer, 45.+2)
Gelbe Karte: Ibrahimovic, Hodzic, Duvnjak bzw. Mislov, Rasswalder, Gremsl
Rote Karte: Fellinger (69.)

 

Stimmen zum Spiel:

TSV-Cheftrainer Christian Ilzer„Drei Standardtore in den ersten 20 Minuten bei einer Mannschaft wie wir, die eigentlich nicht zu den kleinsten Mannschaften der Liga gehört. Schwer eine Erklärung zu finden. Verschiedenste Dinge haben eingewirkt auf uns. Wir haben nicht diese Spannung gehabt, die du für so eine Partie brauchst. Ein Spiel gegen so eine gifitige Mannschaft mit viel Qualität auf einem kleinen, löchrigen Platz. Sie haben sich eine Spielweise für diesen Platz angeeignet und haben sofort durch Standards profitiert. Erster Treffer ein zweiter Ball, wo wir viel zu spät reagierten. Danach ein Freistoß und ein Corner, wo wir den Duvnjak nicht im Griff hatten. Ein 3:0-Rückstand  nach 20 Minuten macht eine Menge Stress im Kopf. Wir mussten die Spielidee komplett umkrempeln und volles Risiko gehen. Der Gegner konnte auf Konter spielen. Faisti hat uns mit super Reflexen im Spiel gehalten. Zu einem günstigen Moment vor der Pause haben wir das 3-1 gemacht. Für die zweite Hälfte ist dann Hoffnung aufgekeimt. Wir haben dann natürlich alles probiert gegen ganz tief stehende Hausherren. Wir haben mit allen Mitteln, die wir an diesem Tag zur Verfügung hatten, versucht das Ergebnis zu kippen. Doch egal ob Standards für uns, wo die Qualität bei der Ausführung fehlte oder die Reaktionszeit bei zweiten Bällen. Wir waren im Endeffekt zu langsam im Kopf. Wir haben viel zu wenig Tempo im Spiel gehabt. Vor allem erste Halbzeit war unser Spiel zu langsam, breit und vor allem statisch. Diese Umstände spielten den Stadlingern in die Karten. Der Handselfer wäre klar Rot gewesen, weil es auf der Linie war, bei einem Foul, etc. bin ich ein Verfechter für keine doppelte Bestrafung, also für eine gelbe Karte.“

Innenverteidiger Thomas Rotter: „Ja schade, dass wir unseren Schwung vom letzten Spiel nicht mitnehmen konnten. Wir hatten uns einiges vorgenommen, konnten jedoch wenig davon umsetzen. Die Anfangsphase des Spiels hatten wir komplett verschlafen. Nach 3 Standardsituationen 3 Gegentore zu erhalten ist sehr bitter und darf auf keinen Fall passieren. Vor der Halbzeit gelang uns noch der Anschlusstreffer, der uns wieder neuen Schwung gab. Doch leider konnten wir uns in der 2. Halbzeit trotz unserer spielerischen Überlegenheit keine zwingenden Torchancen herausspielen. Durch Unkonzentriertheit, zu einfachen Fehlern im Defensivverhalten und wenig Durchschlagskraft in der Offensive war gestern leider nichts holen. Aber dieses Spiel müssen wir so schnell wie möglich abhaken und den Fokus auf das nächste Spiel legen.“

 

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