Rückblick auf die historische Saison 2017/2018!

20180525 VizemeistertitelDER TRAUM WURDE ZUR REALITÄT! – Wir nehmen den historischen Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga noch einmal unter die Lupe…

2. Juni 2017, der TSV Prolactal Hartberg ist Meister in der Regionalliga Mitte und fixierte nach nur zwei Jahren Drittligafußball die Rückkehr in das Profigeschäft. Damals wie heute erzielte Roko Mislov das letzte Saisontor. Unsere Maschine im Mittelfeld ist einer von vielen Erfolgsbausteinen. Der Kroate kann bereits 157 Pflichtspieleinsätze für die Oststeirer vorweisen. Mit Trainer Christian Ilzer kehrte ein echter Fachmann zurück in seine „Heimat“ Hartberg. Die Meistermannschaft wurde punktuell verstärkt und Obmann Erich Korherr ist es gelungen, bereits zu Trainingsstart alle Kaderplanungen abgeschlossen zu haben. Eine richtige „Steirer-Truppe“ rockte in der Folge Woche für Woche die Sky Go Erste Liga. Abgestempelt als Abstiegskandidat hatte man zwischendurch die Möglichkeit sogar die Tabellenführung zu übernehmen, was verwehrt bleiben sollte. Nach dem fantastischen August 2017 war bei vielen „Experten“ von der Aufstiegseuphorie die Rede. Doch spätestens nach dem 3:2-Auswärtssieg zu Halloween bei Ligakrösus und Titelfavoriten SV Ried war klar, die Erfolge im Herbst sind keine Eintagsfliege gewesen! Eine Woche zuvor stürmten unsere Blau-Weißen nach Siegen über SAK, Horn und St. Florian in das ÖFB-Cup-Viertelfinale, wo im Februar bei der 1:4 Niederlage in Mattersburg (-15 Grad) Väterchen Frost der Hauptdarsteller war – Endstation. Überwintert wurde auf Platz fünf mit absoluter Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Nach den zwei Auftaktniederlagen zur Frühjahrssaison haben uns viele bereits abgeschrieben, doch wer uns kennt weiß, dass wir nie aufgeben. So entschied sich die Vereinsführung trotz des fünften Tabellenplatzes um die Lizenz 2018/2019 für die höchste Spielklasse anzusuchen, denn der Glaube und das Vertrauen in Mannschaft und Trainerstab war gegenwärtig. Was folgte war eine Serie die seinesgleichen sucht. Neun Spiele ohne Niederlage, davon sechs Siege in Folge und das obwohl unser „Einsergoalie“ Rene Swete verletzt ausfiel, 6 Spiele in Serie ohne Gegentor. Rasswalder, Tadic & Co. waren wieder mittendrin im Aufstiegskampf. Drei 4:0-Kantersiege (KSV, Lustenau, Wattens) en Suite und Erfolge in den Schlüsselspielen zuhause gegen Ried und Wiener Neustadt hievten den TSV in den Kampf um den Vizemeister. Was folgte waren moralische Rückschläge mit der Lizenzverweigerung in erster und zweiter Instanz. Nachdem sportlich zweimal 2:0-Führungen verschenkt wurde, schien die Lage zu kippen. Doch alle rückten enger zusammen, schworen sich ein, denn noch immer lagen unsere Burschen auf dem zweiten Tabellenplatz. Unbeeindruckt von den Entscheidungen des Senat 5 und Protestkomitees fighteten sich Faist, Rotter & Co. in Ried zum entscheidenden 1:0-Auswärtssieg. Die sportliche Krönung folgte am Pfingstmontag in Kapfenberg, wo man im vierten Steirer-Derby einerseits den vierten Sieg einfuhr und andererseits den Vizemeistertitel fixierten. Spontan ließ man im „Falkenhorst“ die Partykorken knallen und die Bierduschen fließen. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war amtlich!

Zum Wahrwerden des absoluten Märchens fehlte noch das „Saison-Pickerl“ für die tipico Bundesliga. Der Glaube an das Wunder von Hartberg war zu 100% vorhanden. Tage und Nächte wurde investiert um Unterlagen aufzubereiten und Punkte abzuarbeiten. Am 28. Mai 2018 trat das Ständige Neutrale Schiedsgericht zusammen. Nach einer mehrstündigen Verhandlung wurde die Entscheidung vertagt, ehe es am darauffolgenden Tag nach 20 Uhr grünes Licht gab! HARTBERG IS COMING, der absolute Wahnsinn ist perfekt, WIR SIND BUNDESLIGA. In selben Atemzug gilt es großen Dank auszusprechen an alle die das erfolgreichste Kapitel der Vereinsgeschichte möglich gemacht haben: Dem Land Steiermark vor allem LH Hermann Schützenhöfer, der Stadtgemeinde Hartberg, Bürgermeister Marcus Martschitsch, Präsidentin Brigitte Annerl, Obmann Erich Korherr mit seinem Vorstand, allen Funktionären und den unzähligen ehrenamtlichen Helfern. Ein Riesendank natürlich unseren treuen Fans, die uns auch in der Regionalliga und in all den schwierigen Phasen immer treu geblieben sind und immer zahlreich unterstützt haben. Über 23.000 Zuseher fanden in dieser Saison den Weg in die Profertil Arena und auch auswärts wurden wir vor allem bei den Spielen in Floridsdorf, Wiener Neustadt und Kapfenberg von vielen Fans begleitet, die bei einigen Spielen in der Fremde für Heimspielatmosphäre gesorgt haben.

Dann gilt es noch die sportliche Bilderbuch-Saison zu würdigen. Mit einem Punkterekord von unglaublichen 68 Zählern klassierte man sich am Ende verdient und deutlich auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Meister Wacker Innsbruck. 63 erzielte Tore (nur Ried mit 68 mehr) und nur 34 Gegentreffer (nur Innsbruck mit 31 weniger) sprechen für sich. Der TSV machte die „Fremde zur Heimat“ uns ist nach 36 Runden bestes Auswärtsteam der Liga, zuhause reichte es zu Platz drei. Eine Mannschaft mit Leidenschaft, Einsatz, Spielwitz die eine Einheit bildete und richtig zusammengeschweißt war. Geführt von einem Trainerteam, dass immer die richtigen Impulse gab, waren der Schlüssel zum Erfolg. Der Teamspirit war herausragend. Über einen Mann muss man aber schon sprechen. Unser Bomber vom Dienst Dario Tadic. Gemeinsam mit Christoph Kröpfl die meisten Einsatzminuten (mehr als 3.100) in dieser Saison und in jedem Spiel auf dem Platz gestanden. Unsere #24 krönte sich in seiner besten Saison mit 16 Toren (nur Salihi, Chabbi und Dedic mehr) und 14 Assists, also in Summe mit 30 (!) Scorerpunkten zum klaren Topscorer der Liga. Zudem gab Tadic die zweitmeisten Torschüsse ab. Neben dem Titel Topscorer der Liga wurde Tadic mit 5 Volltreffern auch noch alleiniger Torschützenkönig im UNIQA ÖFB Cup.

Unglaubliche 20 Siege, bei 8 Remis und gleich vielen Niederlagen (8) wurden eingefahren, 1,75 Tore/Spiel erzielten unsere Jungs. Die größte Waffe waren die Standards. 31 Mal landete der Ball nach ruhenden Bällen im Netz – Ligabestwert. 18 Tore erzielten unsere Blau-Weißen in der Schlussviertelstunde, ein Indiz für den körperlichen Topzustand. Sven Sprangler der emsige Arbeiter im defensiven Mittelfeld neben Roko Mislov (beste Saison mit 11 Toren) kann mit 1.342 angekommen Pässen die gesamte Konkurrenz in dieser Bilanz hinter sich lassen. Dazu führte Sprangler gemeinsam mit Stefan Gölles (beide jeweils knapp 300) die Wertung der gewonnenen Zweikämpfe an. Die Mannschaft mit einem Altersschnitt von 23,7 Jahren, bei 79,2% Österreicher-Anteil war die einzige Mannschaft ohne Ausschluss und die zweitfairste Mannschaft der Liga überhaupt. Eine Saison die Rekorde sprengte, mit einigen Superlativen in die Geschichte eingehen wird, historisch, unvergesslich und einzigartig war. So wurden wir als Aufsteiger und Abstiegskandidat zur Überraschung und Sensation des Jahres! CHAPEAU und DANKE.

Jetzt beginnt ein neues, spannendes Kapital – eine neue Ära für unseren TSV – die tipico Bundesliga. Die neue Saison wird von 20-22.07. mit dem UNIQA ÖFB Cup eröffnet. Dort wird unser TSV als gesetztes Team auswärts antreten. Das Abenteuer Bundesliga beginnt dann am 28. Juli 2018. Wir freuen uns bereits jetzt auf eine spannende neue Saison und es ist uns eine ganz besondere Freude alle österreichischen Topclubs in Hartberg begrüßen zu dürfen.

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Collage Saisonrückblick 2017 18