Sensationeller 3:2 Last-Minute-Sieg in Unterzahl bei der Admira!

Was für ein unglaubliches Spiel! In Unterzahl erkämpfte sich unsere Mannschaft dank eines Last-Minute Treffers einen 2:3 Auswärtssieg bei der Admira. Damit feiert unser TSV Prolactal Hartberg bereits den 5. Sieg in Serie.


1.900 Zuschauer kamen in die BSFZ Arena in der Südstadt, darunter mehr als 300 TSV-Fans die fast für Heimspielatmospähre sorgten. Und die mitgereisten TSV-Fans wurden für ihr kommen mit einem tollen und abwechslungsreichen Fußballspiel und erneut mit der Jubelwelle unserer Truppe dank großartiger Moral und Kampfgeist belohnt.

Unsere Blau-Weißen starteten furios in die Partie. Rajko Rep mit einem starken Freistoß von links. Der Ball landete am langen Eck am aufgerückten Philipp Siegl, der aus einem Meter das „Runde“ nicht ins „Eckige“ brachte. Schade. Wenige Minuten später hatte wieder Siegl seine Beine im Spiel. Langer Ball aus der eigenen Hälfte in Richtung Offensivdrittel, Tadic verlängerte, Florian Flecker zog aus spitzem Winkel ab, Admira-Goalie Leitner konnte parieren (‚5). Nach elf Minuten die verdiente Führung für unsere Hartberger. Ein Tadic-Freistoß wurde von Hjulmand verlängert, dadurch keine Abseits und Thomas Rotter stand goldrichtig. Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon gut und gerne 3:0 stehen können. Mit dem Treffer geriet das Hartberger Offensivspektakel etwas ins Stocken, die Admira-Mannschaft wurde stärker. Ein Kalajdzic-Kopfball ging daneben (’18), Marin Jakolis scheiterte am starken Rene Swete (’22). Der TSV-Schlussmann spielte gut mit und vereitelte somit weitere Admira-Halbchancen. Die letzte gute Chance vor dem Pausenpfiff gehörte Ivan Ljubic. Der Mittelfeldstratege feuerte einen Schuss aus größerer Distanz ab, Leitner konnte abwehren und die Verteidiger die Situation entschärften. Pausenstand 0:1 für die Schopp-Truppe.

Die erste Viertelstunde in Durchgang zwei gehörte ohne Zweifel der Truppe von Neo-Coach Reiner Geyer. Die druckvollen Hausherren vergaben zunächst noch eine Kopfballchance von Zwierschitz (’47), ehe Bakis und Sahanek binnen acht Minuten die Partie zu Gunsten der „Panther“ drehen konnten. Auch der Rückstand brachte Blauensteiner & Co. nicht aus dem Konzept. Nach einer Stunde kam das TSV-Werkl wieder ins Laufen. 64. Minute, Christoph Kröpfl mit dem Traumpass auf Christian Ilic in den Strafraum. Unser „Kiki“ verwertete eiskalt und technisch sauber zum 2:2. Bundesliga-Tor-Premiere für den Linksfuß. Augenblicke später erneut ein Rückschlag. Kapitän Sigi Rasswalder mit der „Grätsche“ gegen Stefan Zwierschitz, SR Lechner zog ohne zu zögern die rote Karte. Eine überharte Entscheidung, der gelbe Karton hätte wohl gereicht. Sehr bitter, doch Rotter, Flecker & Co. nahmen das Herz in die Hand, bewiesen Moral, Leidenschaft und Siegeswille und wurden in letzter Sekunde belohnt. Flecker rackerte um das Spielgerät, erkämpfte sich den Ball, das Zuspiel zur Mitte wurde von Admira-Kapitän Toth unfreiwillig verlängert, Zakaria Sanogo haute das Leder unter die Latte und quasi im selben Atemzug beendete SR Lechner die Begegnung.

Der Jubel im TSV-Betreuerteam und auf den Rängen war ausgelassen, die Freude riesengroß. Die Revanche für die unglückliche Heimniederlage ist geschafft. Der Erfolgslauf geht also weiter. An diesem Abend war es nicht die beste Leistung, doch die klareren Torchancen waren auf Seiten der Schopp-Truppe. Dank unglaublichen und unbändigen Siegeswillen hatten unsere Burschen gegen die Admira auch das Quäntchen Glück. Toller Fight, der 5. Sieg in Serie war in trockenen Tüchern. Was folgte war die bereits bekannte Kabinenparty. Die aktuelle Siegesserie „hievte“ unseren TSV in der Tabelle auf Platz fünf, aktuell sogar ein Platz im oberen Playoff. Eine wunderschöne Momentaufnahme, die man genießen muss. Ab Dienstag wird wieder hart gearbeitet, die Fehler werden analysiert, der Fokus auf die letzte Partie vor der Länderspielpause gegen Mattersburg gerichtet, wo am Sonntagnachmittag das nächste schwere Auswärtsspiel auf dem Programm steht. Für dieses Match wird eine Fanfahrt angeboten. #Infosfanfahrt


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #ADMHTB-Highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV Trainer Markus Schopp: „Wir haben einen turbulenten Auftakt gesehen und hätten zu Beginn das ein oder andere Tor mehr erzielen können. Dann haben wir zu wenig für das Spiel getan. Die Admira hat das in weiterer Folge gut gemacht, ist immer besser ins Spiel gekommen und hat verdient den Ausgleich erzielt. Was dann zum Schluss für uns gesprochen hat ist die Moral, das zeichnet uns momentan aus. Natürlich ist es auch immer auch glücklich, wenn man in der 94. Minute das Siegtor macht. Es ist für uns alle eine wunderschöne Momentaufnahme, aber wir können das einordnen und wissen alle, es ist noch ein extrem harter Weg. Es war nicht unser bestes Spiel, das lag aber daran, weil der Gegner richtig gute Lösungen gefunden hat. Ich habe aber auch viele Dinge gesehen, die noch nicht gepasst haben und daran müssen wir arbeiten. Aus meiner Sicht hätte man die rote Karte nicht geben müssen. Das ist etwas, was uns auch im Hinblick auf das nächste Spiel personell sehr sehr weh tut.“

Neo-Admira-Trainer Reiner Geyer: „Ich habe viel Moral meiner Mannschaft gesehen. Wir hatten in den ersten 15 Minuten große Probleme, haben uns dann aber immer besser gefangen. Defensiv haben wir kaum etwas zugelassen und uns selbst einige Chancen erarbeitet. Kämpferisch waren wir gut am Platz. Wie wir gespielt haben und heute aufgetreten sind, das nehmen wir mit aber diese Niederlage tut natürlich sehr weh.“

Torschütze Thomas Rotter: „Es ist nicht in Worte zu fassen, was sich momentan abspielt. Das ist nicht normal. Wir kämpfen bis zum Umfallen, sind mit Herz dabei und werden dafür belohnt. Ein Wahnsinn, für mich als echten Hartberger sowieso.“


Tipico Bundesliga 2018/19, 03. November 2018

FC Flyeralarm Admira 2:3 (0:1) TSV Prolactal Hartberg

BSFZ Arena, Maria Enzersdorf – 1.900 Zuseher, SR Lechner (Wien)
Tore:
0:1: Rotter (11.)
1:1: Bakis (52.)
2:1: Sahanek (60.)
2:2: Ilic (64.)
2:3: Sanogo (90.)

Gelbe Karten: Zwierschitz, Maier, Sahanek bzw. keine
Rote Karten: Rasswalder (65.)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Thoelke, Vorsager, Maliscsek (88. Schmidt) – Sahanek, Hjulmand, Toth, Maier – Jakolis (82. Starkl), Kalajdzic (38. Bakis) – Trainer Reiner Geyer

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Rotter, Siegl, Rasswalder – Flecker, Sittsam (54. Ilic), Ljubic, Kröpfl – Rep (90. Kainz), Tadic (63. Sanogo) – Trainer: Markus Schopp

 

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg