Serie gerissen – 0:1 Heimniederlage gegen St. Florian!

HTBSTFBitterer Beigeschmack – der Gegentreffer war Abseits…

Jede Serie, jeder Lauf hat einmal ein Ende. Der TSV Egger Glas Hartberg musste nach zehn Siegen en Suite die zweite Saisonniederlage, den ersten „Nuller“ zuhause, hinnehmen. 0:1 gegen Union TTI St. Florian, die sehr bissig und aggressiv in der Partie agierten und nicht umsonst im vorderen Tabellendrittel zu finden sind! Für unsere Blau-Weißen trotzdem kein Grund zur Unruhe, liegt man doch weiterhin an der Tabellenspitze. Zwei Punkte der Vorsprung auf BW Linz. Es war nicht der beste Tag der Ilzer-Truppe, trotzdem hätte man in der ersten Hälfte wieder den Grundstein für einen Erfolg legen können, als Tadic, Salenting & Co. innerhalb von fünf Minuten drei dicke Möglichkeiten ausließen. Es war überhaupt ein sehr chancenarmes Spiel zweier Top-Mannschaften. Und bei solchen „verflixten“ Spielen, wird man dann noch doppelt bestraft. Dem Gegentreffer liegt eine klare Abseitsstellung zugrunde. Kurios: Schiedsrichter Fröhlacher pfiff auch die erste Saisonniederlage in Stadl-Paura…

Aufgrund der Heimstärke und des tollen Saisonverlaufs gingen unsere Blau-Weißen als Favorit in die Begegnung. Doch von Anfang an taten sich unsere Jungs schwer. St. Florian war sehr gut eingestellt, stand kompakt. Das aggressive Auftreten und frühe Attackieren der Florianer spielte der Ilzer-Truppe ebenfalls nicht in die Karten. Trotzdem hatte der TSV Möglichkeiten zur Führung. Schon nach wenigen Minuten war es Martin Salentinig, der nach einem geklärten Freistoß abzog, das Ziel aber knapp verfehlte. Die größten Möglichkeiten gab’s nach rund einer halben Stunde. Nach einem schönen Spielzug über Tadic, flankte Sigi Rasswalder ideal zur Mitte. Christian Ilic übernahm volley, doch St. Florian Schlussmann Strobl konnte sich auszeichnen. Dieser Kracher hätte genau gepasst. Schade! Die nächste Chance ließ nicht lange auf sich warten. Eine Minute später bekam Dario Tadic links den Ball, fackelte nicht lange und zog ab. Der Ball zappelte Millimeter am langen Eck vorbei. Auch wenn man sich schwer tat, ließ man selbst sehr wenig zu. Einzig bei einem Freistoß (’35) musste sich Tormann Christopher Stalder strecken und spitzelte das runde Leder an die Latte. Und wenn man kein Glück hat kommt Pech auch noch dazu. Augenblicke vor der Pause das 0:1. Einen Corner verteidigte man gut, stellte zwei gegnerische Akteure ins Abseits, die anschließend ins Spiel eingriffen und Winkler den Ball über die Linie drückte. Klares Abseits, das der Linienrichter verschlief und vermutlich schon mit dem Kopf in der Kabine war.

Auch nach dem Seitenwechsel war es keine herzerwärmende Partie. In der 49. Minute hatte „Kiki“ Ilic die Möglichkeit, doch der St. Florian Goalie kratzte das Leder aus dem Eck. Unsere Truppe probierte alles, auch die Schlussoffensive blieb unbelohnt. Flanken und Pässe kamen an diesem Abend oftmals ungenau und nicht immer ideal. Ein Tadic-Schuss, eine Aktion über Steiner/Ried und ein Kopfball blieben ungenützt. Auf der anderen Seite hatte der TSV in Minute 81 Glück als ein St. Florian-Schuss abgefälscht wurde und am linken Eck vorbeipeppelte. Stalder wäre ohne Chance gewesen. Man schaffte nicht mehr den sogenannten „Turn around“ und musste als Verlierer vom Platz gehen. St. Florian zeigte ein engagiertes Auftreten und kann sich bei ihrem Tormann in zweierlei Hinsicht bedanken. Einerseits für die Parade die einen Hartberg-Torerfolg verhinderten und andererseits für sein Unsportlichkeit. Die ganze Partie (auch bei 0:0) zögerte er stets bei Ausschüssen. Je länger die Partie dauerte, desto länger die Zeitverzögerungen. SR Fröhlacher zeigte erst in der Schlussphase den gelben Karton, der schon viel früher fällig gewesen wäre. Zurück zu unserem Team: Wie man so schön sagt: „Aus Niederlagen lernt man“. Kein Grund zur Unruhe im TSV-Lager, ein Punkt wäre locker drinnen gewesen, mit neuer Motivation und Energie geht’s ins Herbstfinish! FORZA TSV!

 

TSV Egger Glas Hartberg 0:1 Union TTI St. Florian
Profertil Arena Hartberg, 900 Zuseher
Tore: Winkler(45+1.)
Gelbe Karten: Gremsl, Siegl, Schönberger bzw. Strobl, Schneider

 

Stimmen zum Spiel:

Trainer Christian Ilzer: „Nach 10 siegreichen Wochenenden voller Jubel, Trubel, Heiterkeit sitzen wir dieses Mal zuhause und haben ein bisschen was über eine Niederlage zu grübeln. Wir haben es relativ schnell aufgearbeitet, analysiert und abgehakt. Erkenntnisse waren, dass wir diese Niederlage durch ein Abseitstor hinnehmen müssen. Eigentlich war es eine irreguläre Niederlage, eine 0:0-Partie. In der Situation, wo wir das Gegentor bekamen, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben eine kurze Ecke vollkommen richtig verteidigt, zwei gegnerische Spieler ins Abseits gestellt, die danach aktiv ins Spiel eingegriffen haben. Sehr bitter, wenn der Schiedsrichter, der direkt auf der Höhe steht, die Abseitsstellung nicht erkennt und wir dadurch die zweite Saisonniederlage hinnehmen mussten. Absolut bitterer Beigeschmack.

Aber großen Respekt vor der Leistung von St. Florian. Sie waren super eingestellt auf uns, brachten sehr viel mit, was man braucht um einen Tabellenführer zu schlagen. Sie sind eine absolute Spitzenmannschaft. Wenn eine Mannschaft einen Bytyci und Varga auf der Bank sitzen lassen kann, hat dieses Team richtig Qualität. Wir haben es erstmals in der Saison nicht geschafft, in 90 Minuten ein Tor zu erzielen. Wir haben, bis auf den Lattenschuss, kaum etwas zugelassen. Es hat uns die Intensität und diese Giftigkeit gefehlt, auch die Frische im Kopf. Trotzdem hatten wir Phasen, wo wir gezeigt haben, dass wir Klasse haben. In der ersten Halbzeit hatten wir innerhalb von fünf Minuten drei Topchancen, wo wir die Möglichkeit auf das 1:0 versäumt haben. In der zweiten Hälfte war es eher ein Anlaufen, St. Florian hat geschickt verteidigt. Wir brachten nicht unser bestes Spiel auf den Platz. Diese Niederlage müssen wir einstecken. Wir haben unser Bestes gegeben und werden die notwendigen Schlüsse daraus ziehen! Wir freuen uns auf die letzten beiden schweren Spiele, die wir mit voller Leidenschaft in Angriff nehmen werden. Wir wissen mit welchen Zielen wir in die Saison gestartet sind – es macht uns riesig Spaß den erklärten Meisterfavoriten BW Linz richtig ärgern zu können. Jetzt geht’s mit voller Energie in die kommende Trainingswoche!“

 

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