Serie gerissen – 1:4-Niederlage gegen St. Pölten!

runde18skn201213thumbIn einer eigenartigen Partie konnte man trotz vieler hochkarätiger Chancen nichts Zählbares mitnehmen…

Hartberg-Coach Paul Gludovatz musste im Spiel gegen St. Pölten auf einige Spieler verzichten. Tormann und Kapitän Rindler laboriert noch immer an einer Leistenzerrung, auch Joachim Parapatits ist verletzt und Thomas Hopfer ist nach seiner fünften gelben Karte im Spiel gegen Altach gesperrt. Durch diese Personalprobleme musste der Chefcoach die Mannschaft umkrempeln. Im Tor feierte der 18-jährige Armin Gremsl sein Debüt, rechts in der Viererkette agierte Neuzugang Christian Goller und Sandro Foda übernahm die „10er“-Position. Zu Beginn versuchten die Niederösterreicher sofort Druck auszuüben – mit Erfolg. Nach sechs Minuten die Führung für die Hausherren. Nach Ecke von Ambichl stieg Jano am höchsten und köpfelte ohne Probleme ein. Zwei Minuten später ein Schuss der St. Pöltener aus der zweiten Reihe, doch Armin Gremsl konnte mit einer starken Parade zur Ecke klären. In der 14. und 17. Minute der bittere Doppelschlag für den TSV. Zuerst versenkte wieder Jano per Kopf nach einem Freistoß das Leder im Kasten, ehe drei Minuten später nach einem Corner der Ball im Tor lag. Diesmal war Stephan Zwierschitz mit dem Köpfchen zur Stelle. Rabenschwarze Anfangsviertelstunde für unsere Mannschaft. Drei Standards – drei Tore. So einfach hätte das nicht gehen dürfen. Aber wer glaubte, die Hartberger geben sich verloren und schlittern in ein Debakel, der irrte.

Nach 21 Minuten sollte die beste Phase des TSV folgen. Nach einem Foda-Eckball und einer guten Riegler-Abwehr landete der Ball bei Helly, der ihn nicht im Gehäuse unterbrachte. Bei einem Tauschmann-Schuss musste Brandl auf der Linie klären. Nach einem tollen Lochpass auf Huber, ballerte dieser das Leder aus 12 Metern am langen Eck vorbei. Und nach einem gehobenen Zuspiel in den Strafraum setzte Helly seinen Abschluss (noch) am Kasten vorbei. Doch in der 27. Minute wurde die Drangphase der Gludovatz-Elf belohnt. Nach einer Freistoßflanke von Foda parierte Riegler einen Helly-Kopfball. Der Ball landete bei Kozissnik, der wieder die Solo-Spitze suchte und Thomas Helly köpfte beim zweiten Versuch zum 1:3 aus Sicht des TSV ein. Vier Minuten später bediente Peter Kozissnik wieder Helly, der am kurzen Eck vorbeischoss. Schade, eine Vielzahl von Chancen die nicht genützt wurden. Hartberg schöpfte Hoffnung, doch den St. Pöltnern wurde es in Minute 34 zu bunt. Peinsipp erkämpfte sich in Strafraumnähe den Ball, legte zurück auf Brandl. Der Abwehrspieler der Scherb-Elf haute aus 25 Metern einfach drauf. Der Ball landete mit 94 km/h im linken Kreuzeck – keine Abwehrchance für unseren Debütanten. Doch die Hartberger steckten wieder nicht auf und kurz vor der Pause versuchte Kevin Krisch aus großer Distanz sein Glück. Den Gewaltschuss aus über 20 Meter konnte SKN-Schlussmann Riegler mit den Fingerspitzen gerade noch klären.

Auch der Beginn der zweiten Hälfte war vielversprechend. Helly bediente Stürmerpartner Rossmann (kam zur Pause für Krisch). Daniel Rossmann, der nach Blutdruckproblemen wieder fit ist, tauchte alleine vor Keeper Riegler auf und setzte den Ball knapp am Tor vorbei. Doch dann schlief die Partie ein, es geschah nicht viel bis gar nichts. Erst gegen Ende der Begegnung sorgten auf der einen Seite Tieber (eine Flanke prallte von der Stange auf Tieber, der aus kurzer Distanz einen Gegenspieler anschoss) und auf der anderen Seite Holzmann (schoss am langen Eck vorbei) für Aufregung. Danach beendete SR Jäger die Partie und St. Pölten konnte mit einem 4:1-Erfolg über unsere Mannschaft prominente Gäste wie Landeshauptmann Pröll, Frenkie Schinkels und Toni Pfeffer jubeln lassen. Der TSV Lopocasport Hartberg brachte eigentlich eine gute Leistung – doch die mangelhafte Auswertung von einem dutzend Chancen und die Unaufmerksamkeit bei den Standards der Hausherren verhinderten einen Punktegewinn. Nächsten Freitag ist unsere Mannschaft im letzten Spiel der Herbstsaison zu Gast bei BW Linz.


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