Zwei Geschenke waren zu viel – 3:1-Niederlage in Linz!

BWLHTB 1Im Spitzenspiel der Runde musste man die Tabellenführung abgeben…

Unsere Mannschaft bereitete sich bestmöglich auf das Topspiel der 24. Runde vor und reiste schon am Vortag in Richtung Stahlstadt. Im knallvollen alten Donaupark-Stadion zu Linz startete die Hölzl-Truppe mit einem Worst-Case-Szenario in die Partie. Mit dem ersten Angriff kam im Stadion ordentlich Stimmung auf. Pecirep mit dem Zuspiel auf Yusuf Otubanjo, der einen Schuss abfeuerte. Stadler ohne Reaktion und der Ball zappelte im Netz – 1:0 (‚2). Unser TSV wirkte in der Anfangsphase verunsichert, was auch zum zweiten Treffer führte. Mislov mit der „Vorlage“ für Krennmayr, der auf und davon zog, den Fehler ausnutzte und eiskalt zum 2:0 verwertete. Kalte Dusche in den ersten zehn Spielminuten. BW Linz konnte sich ohne Torchance über eine schnelle komfortable Führung freuen. Unsere Jungs hingegen verteilten leider zwei Geschenke an die Gastgeber, was natürlich nicht passieren darf. Die Hölzl-Truppe steckte den Rückschlag aber relativ gut weg und schafften sich einige Überzahlsituationen. Erstmals gefährlich wurde man durch Tadic, dessen Schuss sich im Außennetz verfing (’11). Die erste Topchance für den TSV gab’s in der 21. Spielminute. Daniel Gremsl mit der Flanke in den Strafraum. Der Kopfball vom Domi Beslic drehte sich unangenehm in Richtung Tor und sprang von der Innenstange zurück aufs Feld. Schade! Unsere Blau-Weißen in orange spielend haben das Kommando übernommen und drückten auf den Anschlusstreffer. Nach einer Flanke von rechts verfehlte ein Beslic-Kopfball das Ziel deutlich. Daniel Gremsl wäre am langen Eck besser positioniert gewesen (’28). Eine Minute später wird Beslic gefoult. Siegl & Co. reagierten blitzschnell, spielten den Freistoß sofort auf Tadic, der alleine aufs Tor lief. SR Jäger pfiff die Aktion zurück, da der Ball angeblich nicht „ruhend“ abgespielt wurde. Kleinlich! In der 31. Minute war es dann endlich soweit. Kerschbaumer holte Tadic im Strafraum ungeschickt von den Beinen. Dario Tadic versenkte den Elfmeter eiskalt und zog im Torjäger-Duell mit dem 23. Treffer mit seinem Pendant Otubanjo wieder gleich. Mittlerweile war es ein Duell auf Augenhöhe mit spielerischen Vorteilen für den TSV, da sich die Hausherren zurückzogen und auf Konter spielten. Kurz vor der Pause setzte sich Kröpfl gut in Aktion, seine Flanke vernebelte Beslic doch recht deutlich.

Nach Seitenwechsel lief der Hartberg-Motor einige Minuten noch auf Hochtouren, doch mit einigen Fehlpässen und Ungenauigkeiten im Spielaufbau sowie „tödlichen“ Querpässen machte man sich das Leben oftmals selbst schwer. Der FC Blau-Weiß Linz wurde immer stärker und war folglich die bessere Mannschaft, stand eng am Mann und ließen unserer Truppe wenig Raum. Nach einem Rotter-Foul kam Jackel nach einem Markovic-Freistoß per Kopf zum Abschluss. Stadler konnte noch abwehren, doch im zweiten Versuch verwertete Gabriel (der womöglich im Abseits stand) zum 3:1 in der 66. Minute. Die Fans standen Kopf. Toller Support von den Rängen. Die Wahlmüller-Truppe hatte weitere dicke Möglichkeiten. Bei zwei Vaschauner-Schüssen (’74, ’90), einer Otubanjo-Chance und einem Gabriel-Kopfball nach einer Ecke parierte Christopher Stadler stark und verhinderte einen höheren Rückstand. Rasswalder & Co. kamen in Durchgang zwei nur mehr zu Halbchancen. Chancen wie ein Mislov-Schuss und Möglichkeiten per Kopf von Rotter, Kröpfl und Beslic fanden nicht den Weg ins Tor. Somit musste man als Verlierer vom Platz gehen. Für BW Linz, die wieder die Tabellenführung übernahmen, war es ein verdienten Heimsieg. Das Titelrennen bleibt weiter offen.. 

FC Blau-Weiß Linz 3:1 TSV Egger Glas Hartberg
Donauparkstadion Linz, 1.149 Zuseher
Tore: Otubanjo (2.), Krennmayr (9.), Gabriel (66.) bzw. Tadic (32./Elfer)
Gelbe Karten: Jackel, Markovic bzw. Siegl, Rotter, Beslic, Salentinig

Trainer Uwe Hölzl: „Die ersten zehn Minuten haben wir voll verschlafen, das darf nicht passieren! Die folgenden 35 Minuten bis zur Pause, wo uns der Anschlusstreffer gelungen ist, waren gut, in dieser Phase waren wir spielbestimmend. In dieser Phase konnten wir unsere Normalform abrufen, was aber in diesem Spiel überwiegend nicht der Fall war ,denn der Rest war nicht berauschend. Wenn einige Leistungsträger ihre gewöhnliche Performance nicht abrufen, wird es schwierig zu gewinnen und so mussten wir als verdienter Verlierer Oberösterreich verlassen.“

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