Standardsituation entscheidend – 0:1-Niederlage bei Wacker Innsbruck!

Aus dem „heiligen Land“ wollten unsere Blau-Weißen zumindest einen Punkt mitnehmen, am Ende musste man die Heimreise mit leeren Händen antreten.


Der TSV-Tross reiste bereits am Freitag nach Tirol, um sich bestens auf dieses wichtige Spiel vorzubereiten. Von Beginn an merkte man die Anspannung bei beiden Mannschaften. Den klar besseren Start hatten unsere Hartberger. Chancen von Kapitän Thomas Rotter per Fallrückzieher (2.), eine Vierfach-Chance, die immer wieder geblockt wurde und Mohamed Camara (10.) blieben ungenützt. Die Hausherren versuchten ihre Angriffe immer wieder über Sascha Horvath. In der 20. Minute flog ein Henning-Schuss rechts am Kasten vorbei. Doch die Schopp-Truppe kontrollierte das Geschehen. Aus dem Nichts gelang den Grün-Schwarzen nach 28 Minuten die Führung. Ecke Innsbruck, getreten von Horvath, Maak setzte sich im Luftkampf gegen Rotter durch und war per Kopf zur Stelle, Swete unschlüssig, blieb aber im Tor stehen – 1:0. In Summe viel Kampf, Krampf und Fehler auf beiden Seiten. Gefährlich wurde es wieder nach einer guten Stunde. Rajko Rep konnte einen langen Ball technisch sauber verarbeiten, zog nach innen und schloss wunderschön ab. Sein Schuss schrammte knapp am langen Eck vorbei. Da fehlte nicht viel – Schade! Rund zehn Minuten später bahnte sich eine Innsbruck-Chance an, doch Gründler verzettelte sich, spielte zur Mitte anstatt selbst abzuschließen. Schopp brachte mit Sanogo, Tadic und Geburtstagskind Kröpfl frische Offensivkräfte. Immer wieder gute Aktionen, nur selten aber brandgefährlich. In der Schlussphase noch drei TSV-Chancen. Tadic am kurzen Eck drüber. In der Nachspielzeit hatte Rajko Rep den Ausgleich noch zweimal auf den Füßen. Bei einem direkten Freistoß fehlte ebenso wenig wie beim abgefälschten Schuss bei der darauffolgenden Ecke durch Sanogo. Innsbruck bekam in der Schlussphase zwar mehr Räume, absolut zwingende Torchancen fehlten aber. Die besten Möglichkeiten hatten Dedic, der das Leder aber deutlich über den Kasten jagte und Maranda per Kopf. Heil & Co. waren dem 1:1 näher als Innsbruck dem 2:0.

Nach 94 Minuten Abstiegskampf pur jubelte nur eine Mannschaft – Innsbruck. Die Tiroler sind nicht der „Lieblingsgegner“ des TSV in dieser Saison. 4 Ligaspiele, 1 Remis, 3 Niederlagen. Ein Standardtor in Durchgang eins reichte zum Sieg. Auch weil unser TSV Torchancen (die Schopp-Truppe verzeichnete mehr Torschüsse wie die Heimmannschaft) zu Beginn und in der Schlussphase der Partie liegen ließ. Defensiv war die Kompaktheit zu spüren, doch über weite Strecken fehlte die Durchschlagskraft und letzte Konsequenz in der Offensive. Am Ende steht man zum sechsten Mal in der Qualifikationsgruppe mit leeren Händen da. Die Grumser-Truppe bereitete mit den Standards den Hartbergern immer wieder Probleme. Auf der Gegenseite konnten die vielen ruhenden Bälle von Rep & Co. nicht in Tore umgemünzt werden. Erstmals seit der 2. Runde steht der TSV Hartberg auf dem letzten Tabellenplatz. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. In den verbleibenden drei Endspielen heißt es Stärke, Leidenschaft und Kämpferherz zeigen. Wir müssen in den verbleibenden Partien alles rausholen was möglich ist. Es liegt alles eng beisammen. Admira, Innsbruck und unser TSV innerhalb von zwei Punkten. Ruhe bewahren und die Chancen die man bekommt nutzen! Nächste Chance, nächste Woche gegen Mattersburg. Die „Jetzt erst Recht“-Mentalität und die Unterstützung von den tollen Hartberg-Fans werden eine zentrale Rolle im Endspiel-Triplepack einnehmen. #nevergiveup


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #FCWHTB- Highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV-Trainer Markus Schopp: „Ich glaube, dass wir vor allem durch Standardsituationen Probleme bekommen haben. Auf der anderen Seite haben wir relativ viele Standardsituationen gehabt, aber nicht die Überzeugung, aus diesen Möglichkeiten mehr mitzunehmen. Der Plan war eigentlich, Wacker über lange Strecken des Spiels kommen zu lassen, ihnen nicht diese Räume zu geben zwischen den Linien. Ich finde, das haben wir gut gemacht. Wir haben die Möglichkeiten gehabt, den Unterschied hat aber heute die Intensität, die Überzeugung bei Standards ausgemacht.“

Thomas Grumser (Innsbruck-Trainer): „Wir haben schon damit gerechnet, dass wir mehr Ballbesitz haben werden. Wir haben das, finde ich, die ersten 30 Minuten richtig gut gemacht. Wir haben uns viel zwischen den Linien aufgehalten. Dann sind wir auch verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit war dann klar, dass Hartberg mehr riskieren wird. Ich finde aber, dass wir es im Großen und Ganzen dann gut verteidigt haben. Somit war es verdient, wenn auch glücklich, weil es natürlich durch eine Standardsituation war.“


Tipico Bundesliga 2018/19  29. Runde – 4. Mai 2019

FC Wacker Innsbruck 1:0 (1:0) TSV Prolactal Hartberg

Tivoli Stadion Tirol, Innsbruk, 4.200 Zuschauer, SR Lechner (Wien)

Tor:
1:0 Maak (28.)

Innsbruck: Knett – Hupfauf, Maak, Maranda, Klem – Taferner (83./Gabriele), Kerschbaum, Henning – Gründler (79./Dieng), Dedic, Horvath (89./Meusburger)
Hartberg: Swete – Blauensteiner, Huber, Rotter, Flecker – Heil, Sittsam, Cancola (78./Kröpfl) – Camara (55./Sanogo), Kovacevic (72./Tadic), Rep

Gelbe Karten: Maak, Hupfauf, Taferner bzw. Cancola, Rep, Sittsam, Heil