Starke erste Halbzeit unbelohnt – 1:3-Derbyniederlage!

Elfertor SencarDas erste Ziel, einen Treffer zu erzielen wurde erreicht, das zweite, der erste Sieg, lässt weiter auf sich warten…

Die Verletztenliste in der Trainingswoche wurde länger. Neben den Langzeitverletzten Friesenbichler und Ried, fielen jetzt auch noch Löffler, Gremsl und Schönberger aus. Dann müssen eben andere in die Presche springen, dass in der ersten Spielhälfte auch relativ gut funktionierte. Doch alles der Reihe nach. Bruno Friesenbichler forderte eine Reaktion nach den letzten Leistungen, die in den ersten Minuten auch gleich erkennbar war. Doch wie so oft in dieser Saison, erzielen die Gegner mit der ersten Chance auch gleich einen Treffer. Nutz schupfte den Ball in Richtung Wendler, der sich im Zweikampf mit Rotter durchsetzte und das Spielgerät im Tor unterbrachte (’20). Doch unsere Mannschaft ließ sich nichts anmerken, kämpfte weiter. Kurz darauf schlug Rasswalder den Ball in die Spitze, die Verwirrung in der KSV-Abwehr nützte Bright Edomwonyi, der sich stark durchsetzte und leider nur die Stange traf, Schade! In der 24. Minute die nächste TSV-Tormöglichkeit. Den Kröpfl-Freistoß vom 18er konnte Nicht gerade noch über die Latte fausten. Unsere Blau-Weißen bastelten am ersten Torerfolg und kamen dem erlösenden Treffer immer näher. Hartberg dominierte die Partie, weiter Torschüsse von Sencar und Edomwonyi blieben ungenützt. 37. Minute, Fröschl wird im Strafraum von Felfernig unterlaufen, SR Eigler entschied auf Elfmeter. Ex-Falke David Sencar ließ es sich nicht nehmen und verwandelte eiskalt zum Ausgleich. Endlich war er da, der erste Saisontreffer für den TSV! 12:2 Torschüsse, das die eindrucksvolle Bilanz der ersten Hälfte, die Edomwonyi mit einer weiteren vergebenen Chance (blieb an KSV-Schlussmann Nicht hängen) beendete.

Nach der Pause, drehte sich der Spieß um, der KSV dominierte und unsere Mannschaft präsentierte sich unverständlich unsicher und fehleranfällig. Erste Möglichkeit, 47. Minute. Ein Suppan-Freistoß landete am langen Eck beim Brasilianer Ronivaldo, der das Leder an die Latte köpfte. In der 59. Minute der bittere Gegentreffer für die Friesenbichler-Elf. Nwamora wurde auf der rechten Seite von Bodrusic nicht attackiert, seine Flanke aufs lange Eck, verhandelte „Hartberg-Schreck“ Ronivaldo via Kopf zur neuerlichen Führung der Obersteirer. Zehn Minuten später war dann auch die sechste Saisonniederlage besiegelt. Grgic kam nach einem eigentlich geklärten Corner an den Ball, tankte sich über links durch und flankte zur Mitte. Ronivaldo kam völlig frei zum Kopfball, der Ball prallte noch von TSV-Goalie Flo Faist (ersetzte Lukas Waltl, der aus disziplinären Gründen eine Nachdenkpause bekam) ab und landete im Tor – 1:3. In der Schlussphase grätschte Mio Vukajlovic den Samba-Stürmer der Kapfenberger Ronivaldo zu Boden, SR Eigler zögerte nicht und entschied auf Strafstoß und Gelb-Rote-Karte für Vukajlovic. Wendler haute die Kugel vom 11er Punkt klar über das Tor und vergab „sehenswert“. Dann war Schluss, der KSV feierte den ersten Saisonsieg, hängende Köpfe bei unserer Mannschaft.

Schade, Schade, Schade – Es will einfach nicht sein. Eine enorm starke Leistung in der ersten Halbzeit wurde nicht belohnt, viele „Sitzer“ wurde vergeben oder prallten gegen das Aluminium. Nach dem Elfertor von Sencar glaubte man, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht, doch in der 2. Hälfte war man wie ausgewechselt, die Kapfenberger klar tonangebend in Durchgang zwei, machten in Person von Ronivaldo den Sack zu. Die Leistung der ersten 45 Minuten hätte man über die volle Spielzeit benötigt, damit es mit dem erhofften ersten „Dreier“ geklappt hätte…