Tabellenführung zurückerkämpft – 1:0 Heimsieg gegen die Wiener Austria

Wichtiger Erfolg – im dritten Saisonduell mit den Veilchen gibt’s den dritten Sieg…


Sonnenschein über den Ringkogel, frühlingshafte Temperaturen – Fußballherz was willst du mehr? Natürlich Zuseher, die aber nach wie vor auf Grund der Regierungsverordnungen leider nicht erlaubt sind. Markus Schopp nahm vor dem Spitzenspiel der Qualifikationsgruppe ein paar Änderungen vor. Rajko Rep und Christian Klem kehrten nach der Gelbsperre in die Startelf zurück, dafür fielen mit Sascha Horvath (krank) und Florian Flecker (verletzt) zwei absolute Leistungsträger aus. Zum Sportlichen: Die erste Tormöglichkeit hatte Rajko Rep, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze Goalie Pentz aber keine Probleme bereitete (7.). Ebenso fand Djuricin in Rene Swete seinen Meister (11.) bzw. feuerte einen Schuss ins Außennetz (20.). Mit Fortdauer des ersten Durchgangs wurde der TSV immer stärker. Nach gut einer halben Stunde zwei Großchancen für die Schopp-Truppe. Die Innenverteidiger setzten sich nach Eckbällen in Szene, doch Felix Luckeneder (34.) und Manfred Gollner (36.) köpften das Leder knapp über die Latte. Die TSV-Elf präsentierte sich hungriger, mutiger und war klar die bessere Mannschaft. Einzig die Tore fehlten.

Auch nach Seitenwechsel spürte man, dass ein Treffer die Partie womöglich entscheiden kann. Chancen gab’s dennoch auf beiden Seiten, der TSV hatte wieder mehr Möglichkeiten. Eine gute Stunde war gespielt, Rep mit dem Zuckerpass auf Jürgen Heil, der die Riesenchance nur ins Außennetz ballerte. Schade! Die beste Chance für die Stöger-Elf hatte Manprit Sarkaria, der nach einem Solo am stark reagierenden Rene Swete scheiterte. Auf der Gegenseite visierte Routinier Andi Lienhart mit einem Traumschuss mit dem linken Fuß das linke Kreuzeck an, doch Goalie Pentz fischte das Spielgerät mit einer Glanzparade aus dem Eck. Schade! Nach vielen vergebenen Chancen musste ein ruhender Ball die Entscheidung herbeiführen. Die Führung in der 86. Minute! Der in Spiel gekommene Seifedin Chabbi ging „dorthin wo es weh tut“, war vor Pentz am Ball, Chabbi kam zu Fall und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Manfred Gollner übernahm Verantwortung und verwandelte souverän! Danach spielten die Oststeirer die Partie souverän nach Hause.

Nach 93 Minuten beendete SR Gishamer die Begegnung. Hartberg 1 Austria 0. Die Erleichterung und Freude über den wichtigen Sieg, nach den bitteren letzten Runden, war riesig. Über das ganze Spiel hinweg, war der Sieg absolut verdient. In allen Statistiken (Torschüsse, Großchancen, Ballbesitz, Passquote, Zweikampfquote, Flanken) hatten unsere Blau-Weißen die Nase vorne. Trotzdem war es eine Zitterpartie auf Messers Schneide, nachdem doch einige Möglichkeiten vergeben wurden. Nach drei sieglosen Spielen sind die drei Punkte Balsam auf die TSV-Seele. Wichtig war der Erfolg obendrein. Einerseits konnte der Abstand auf den Tabellenletzten auf sieben Zähler erhöht werden, andererseits haben sich Swete, Nimaga & Co. die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe zurückerobert. Saisonsieg Nummer acht, zum achten Mal mit einem Tor Unterschied, zum vierten Mal „zu 0“. Jetzt heißt es dran bleiben und voller Fokus auf das wichtige Auswärtsspiel nächsten Samstag gegen die Admira (17.4./17 Uhr). Dort hat man die Chance, einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. #forzatsv #nevergiveup


Eine Zusammenfassung von diesem Spiel gibt es hier: #HTBFAK-Highlights


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Es war wichtig, dass wir unser Ding durchgezogen haben. Ich finde, über 90 Minuten war es ein verdienter Sieg. Unser Hauptthema ist, wie wir mit unseren Chancen umgehen. Wir hatten viele Halbchancen, wo wir den Ball nicht mit der nötigen Qualität in die Schlusszone gebracht haben. Das begleitet uns schon die ganze Saison. Nächste Woche wartet ein ganz wichtiges Spiel auf uns (auswärts gegen die Admira, Anm.), da wollen wir nachlegen.“

Peter Stöger (Austria-Trainer): „Ich denke, dass der Sieg für Hartberg nicht unverdient ist. Ganz einfach deshalb, weil die Hartberger griffiger waren und es mehr wollten. Das Gegentor war sinnbildlich dafür, dass wir zu viele Situationen hatten, wo wir nicht konkret genug im Klären von Bällen waren. Hartberg war aus Standards immer gefährlich, wir haben unsere drei, vier Möglichkeiten leichtfertig vergeben. Vielleicht ist es nicht ganz ungerecht, dass Hartberg gewonnen hat. Ich will die Elfmeterszene nicht bewerten. Auflösen kann er (Goalie Patrick Pentz, Anm.) sich nicht, Kontakt gibt es logischerweise. Ich hätte heute hier gerne Punkte mitgenommen, aber dafür hat es nicht gereicht.“

Torschütze Manfred Gollner: „Wir hatten heute wieder sehr viele Chancen und es war fast das gleiche Spiel wie in Ried. Wir sind gut im Spiel, haben sehr viele Chancen und machen das Tor einfach nicht. Gott sei Dank, war es dann die Erlösung durch einen Elfer. Ich find schon, dass wir in Ried ein gutes Match gemacht haben. Das zeigt auch die Statistik. Wir haben uns halt nicht belohnt und haben keine Punkte mitgenommen. Wir möchten schon um die internationalen Plätze mitspielen und ich hoffe, das gelingt uns.“

Jürgen Heil: „Nach der letzten Wochen, wo wir die Partie aus der Hand gegeben haben, wird uns das nicht mehr passieren. Heute haben wir einfach bis zum Schluss durchgebissen. Hat sich auch bezahlt gemacht. Es ist ein großes Zeichen. Wenn man den direkten Konkurrenten schlägt, ist es nicht so schlecht. Jetzt heißt es weiter Gas geben und sich den siebten Platz holen.“


Tipico Bundesliga 2020/21  – 24. Runde, Samstag, 10. April 2021

TSV Prolactal Hartberg 1:0 (0:0) FK Austria Wien

Profertil Arena – Hartberg, SR Gishamer (Salzburg)

Tor:
Gollner (86./Elfmeter)

Hartberg: Swete – Kainz (92./Rotter), Gollner, Luckeneder, Klem – Horvat (67./Lienhart), Nimaga – Rakowitz (58./Sturm), Rep, Heil – Tadic (67./Chabbi)

Austria: Pentz – Wimmer, Schösswendter, Palmer-Brown, Poulsen (80./Zwierschitz) – Demaku, Ebner (89./Handl) – Teigl, Sarkaria, Fitz (70./Zeka) – Djuricin

Gelbe Karten: Horvat, Nimaga, Rep bzw. Teigl, Schösswendter, Djuricin

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg