Unnötige 2:1-Niederlage gegen Vorwärts Steyr!

VSTHTB 1Viele vergebene Chancen und fragwürdige Entscheidungen wurden dem TSV zum Verhängnis…

 

Angenehme Temperaturen, Sonnensein, 950 Zuseher und gute Stimmung sorgten für einen tollen Fußball-Samstagnachmittag. Doch am Ende konnten nur die Hausherren lachen. In den ersten zehn Minuten wirkten unsere Jungs so, als wären sie noch nicht im Spiel angekommen. So hatten die Hausherren die erste Chance nach neun Minuten durch Martinovic, dessen Schuss am langen Eck aber ins Außennetz ging. Danach fand unsere Jungs immer besser ins Spiel und übenahmen das Kommando. Die erste starke Einschussmöglichkeit gab’s nach 23 Spielminuten. David Zink erkämpfte sich beim Spielaufbau der Steyrer den Ball und bediente Dario Tadic mit einem Pass in die Tiefe. Tadic, von zwei Abwehrspielern bedrängt, kam zum Abschluss und scheiterte aus kurzer Distanz. Wenige Minuten später köpfelte er aus hauchdünner Abseitsposition ein (’26). Immer wieder gute Kombinationen, die von den Rot-Weißen geklärt werden konnten. Einige Eckbälle für unser Team blieben ungenützt. 33. Minute, nächste Topchance! Super Spielverlagerung von Jürgen Heil mit einem langen Ball auf den Flügel. Christoph Kröpfl fackelte nicht lange, machte einen Haken nach innen und schloss ab. Der Schuss ging Millimeter über den Kasten. Tolle Aktion! Aufreger #1: Kröpfl lief alleine aufs Tor, im Strafraum ging ein Steyrer Verteidiger zu Boden und stoppte den Ball klar mit der Hand. Kröpfl wurde somit am Torabschluss im Strafraum gehindert. Normal klare Sache – Elfmeter. Doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen (’38). Krasse Fehlentscheidung!!! So kam es wie es kommen musste. Vorwärts Steyr ging in der 40. Minute in Führung. Bichler mit dem Zuspiel auf Efendioglu, der Gollner aussteigen ließ und aus spitzem Winkel ins lange Eck einschoss.

Das TSV-Trainerduo reagierte und brachte mit Philipp Lembäcker zur Pause einen weiteren Stürmer. Die Scheiblehner-Truppe stand sehr tief und verlagerte sich aufs Kontern. Der TSV hatte viel Ballbesitz, drängte die Heimelf immer weiter zurück und kam zu weiteren Topchancen. Einen Kröpfl-Freistoß setzte Roko Mislov knapp über das Gehäuse (’49). Eine Flanke in die Tiefe hinter die Abwehr landete bei Tadic. Der Goalgetter zog sofort ab – am langen Eck vorbei (’57). Lembäcker setzte sich durch und kam zum Schuss, doch Tormann Großalber parierte stark (’61). Augenblicke später landete der Ball wieder im Tor, diesmal durfte Rotter im Abseits gestanden sein. Aufreger #2: Efendioglu immer wieder für Schwalben gut, hatte schon den gelben Karton und foulte Philipp Siegl von hinten. Das hätte die Ampelkarte sein müssen, SR Gnam ließ die Karten wieder in seiner Tasche. 65. Minute, der hochverdiente Ausgleich für unsere Blau-Weißen: Dario Tadic ließ mit einem Weltklasse-Pass in die Gasse drei Steyrer „alt aussehen“, David Zink ließ sich die Chance nicht nehmen und schob souverän ein! Der TSV drängte auf die Führung. Tadic und Lembäcker mit einem Kopfball nach einer Tadic-Ecke scheiterten. DER Aufreger #3: 81. Minute. Nach einem Foul eines Hartbergers an einen Steyr-Spieler gab’s eine Behandlungspause von 1:40 Minuten. Die Betreuen liefen auf das Spielfeld. Laut Regelwerk muss der „verletzte oder behandelte“ Spieler das Feld verlassen! Dies passierte nicht und so kam der Siegestreffer zustande. Nach einer kurzen Kopfball-Abwehr kam der gefoulte, nicht vom Feld gegangene Sulejmanovic zum Ball, zog ab und traf. Bartosch war dran, konnte aber nicht entschärfen. Große Aufregung und Unverständnis beim TSV. Ein irregulärer Treffer!!! Unsere Jungs spielten weiter nach vorne und hatten noch satte drei Topchancen. Dario Tadic traf an diesem Tag das Tor einfach nicht, sein Schuss ging über den Kasten. Nach einer Zink-Flanke köpfte Roko Mislov freistehend über den Kasten (’91). Bei einem weiteren Schuss eine Minute später scheiterte Mislov erneut mit einem Schuss. Aus! Ende! Vorbei!

Bittere 2:1 Niederlage. Eine Vielzahl an Chancen konnte leider nicht in (mehr) Tore umgemünzt werden. Da muss man vor dem Tor einfach routinierter und konzentrierter agieren und die Bälle im Tor unterbringen. Das an so einem Tag dann noch solche Entscheidungen der „Unparteiischen“ dazukommen ist natürlich extrem bitter und sorgt für Entsetzen. Trotzdem sind unsere Jungs nicht so leicht unterzukriegen, werden weiterkämpfen und zurückschlagen! 


Trainerteam Uwe Hölzl und Philipp Semlic: „Wir haben gewusst, dass es in Steyr ganz schwierig wird, dass kam nicht überraschend. Wir haben aber das Spiel dominiert und viele Chancen nach dem Ausgleich auf die Führung gehabt. Tadic oder vor allem Mislov hätten genügend Chancen gehabt. Wie dann das 1:2 gefallen ist, war aus unserer Sicht natürlich mehr als bitter und darf einfach nicht sein. Ein Spieler der Steyrer wurde zuvor länger als eine Minute auf dem Feld behandlet, laut Regelwerk müsste er längt hinaus. Das sind entscheidende Szenen und Entscheidungen, wie auch das Hands in der ersten Hälfte. Aber natürlich hätten wir die Partie selbst entscheiden müssen!“ 


SK Vorwärts Steyr 2:1 (1:0) TSV Prolactal Hartberg 

Vorwärtsstadion Steyr, 950 Zuseher, SR Gnam (NÖ)
Tore: Efendioglu (40.), Sulejmanovic (82.) bzw. Zink (65.)
Gelbe Karten: Gotthartsleitner, Efendioglu  bzw. Mislov, Rasswalder

TSV Line-up: Bartosch – Salentinig, Rotter, Gollner, Rasswalder – Siegl, Heil (46., Lembäcker), Mislov, Kröpfl – Tadic, Zink. Trainer Uwe Hölzl/Philipp Semlic

 

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