Unnötige 4:2 Cuppleite nach Verlängerung gegen den SAK!

szenesaktsvDer TSV musste sich trotz einer 2:0-Führung und 70 Minuten in Überzahl aus dem Pokalbewerb verabschieden…

Nach dem man sich in der 1. Cuprunde gegen Bad Vöslau (3:2) durchsetzte, wartete in der zweiten Runde der Regionalligist SAK Klagenfurt. Trainer Bruno Friesenbichler schickte folgende Elf aufs Feld: Waltl – Gremsl, Tauschmann, Vasilic, Rasswalder – Hopfer M. – Kocic, Hopfer T., Zwischenbrugger, Zulj – Friesenbichler. Vom Start weg hatten die Kärntner spielerische Vorteile, doch der Führungstreffer gelang unserer Mannschaft bereits nach neun Minuten. Sigi Rasswalder tankte sich über die linke Seite durch und den perfekten „Stangler“ verwertete unsere Torgarant Nr. 1 Günter Friesenbichler staubtrocken zur Blau-Weißen Führung. Ein perfekter Auftakt für den TSV, doch der SAK wirkte überhaupt nicht geschockt und hatte in der 13. Minute den ersten Aluminium-Kracher zu Buche stehen – es sollte nicht der letzte sein. Ein Freistoß des 38-jährigen Jolic klatschte an die Querlatte. In der Folge vergaben Biscan und König mit gut platzierten Schüssen die nächsten Großchancen, fanden aber in Hartberg-Schlussmann Lukas Waltl ihren Meister. Der TSV war an diesem Nachmittag sehr effizient, denn mit dem zweiten wirklich gelungen Angriff ging unsere Truppe mit 2:0 in Front. Ein Spiegelbild des ersten Tores. Dani Gremsl überrannte den SAK-Außenverteidiger und seinen Pass zur Mitte verwertete natürlich Günter Friesenbichler eiskalt. Die Sache schien ins Rollen zu kommen, doch irgendwie war der „Hund“ drinnen und in der 40. Minute kam Pech auch noch dazu. Nachdem ein SAK-Spieler unserem Goalgetter vom Dienst auf den Fuß sprang, musste Friesenbichler durch Stückler ersetzt werden. In der 45. Minute wackelte wieder der Kasten von Lukas Waltl. Ein Dlopst-Abschluss prallte gegen die Latte.

Nach Wiederbeginn, rettete zum dritten Mal das Aluminium. Biscan traf mit einem Bombenschuss nur die Stange (’52.) Sekunden später schickte SR Hirschbichler den SAK-Kapitän Jolic mit Gelb/Rot vom Feld, weil er den gesperrten Ball abspielte, obwohl der Schiri noch nicht gepfiffen hatte. Die Partie schien gegessen, der SAK Trainer nahm in der Folge die „Sechser“ Riedl und König sowie Triplat aus dem Spiel und gab anderen Spielern die Chance zu präsentieren. Dies schien sich auch in den Köpfen unserer Mannschaft festgesetzt zu haben. Doch der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze und sollte an diesem Tag für den TSV noch eine bittere Wende nehmen. In der 79. Minute donnerte Biscan einen Freistoß aus 35 Meter in die Maschen und der Anschlusstreffer war da. Der SAK bekam die Oberluft und setzte mit einem Mann weniger den TSV unter Druck. Vier Minuten später brach die sehr überschaubare Kulisse in Jubel aus. Nach einem Zulj-Ballverlust im Mittelfeld bediente Biscan mit einem Lochpass den eingewechselten Kropiunik, der zum 2:2 einnetzte. Somit ging’s in die Verlängerung.

Vier Minuten waren gespielt und schon der nächste SAK-Treffer. Wieder war es Biscan, der am Tor beteiligt war. Sein Schuss aus rund 25 Metern ging zunächst an die Latte, ehe Kumprej den Abpraller per Kopf im Tor unterbrachte. In der Folge drückte der TSV auf den Ausgleich, Abschlüsse von Gremsl, Rasswalder und Ried konnte SAK-Tormann Reichmann entschärfen und den Ausgleich verhindern. Und gleich nach Anpfiff der zweiten Hälfte der Overtime kam es noch dicker für die Friesenbichler-Elf: Kropiunik umkurvte die TSV-Abwehr und seine Hereingabe versenkte der auffälligste Spieler am Feld Biscan zum 4:2 im Tor von Waltl.

Der Jubel bei den Hausherren kannte keine Grenzen mehr. Man kann dem SAK zu dieser Aufholjagd nur gratulieren, vor allem der enorme Kampfgeist und der Siegeswille bis zum Schluss sicherte den Kärntnern den Aufstieg in die nächste Cuprunde. Der Frust bei unserer Mannschaft und dem ganzen Team saß tief. Ein wahrer Selbstfaller, denn eine 2:0-Führung mit einem Mann mehr sollte man mit Kampfgeist, Einsatz und vollster Konzentration über die Spielzeit bringen. Es ging also einiges schief am Cup-Montag und die Spieler vergaben eine große Chance in der nächsten Runde einen „Kracher“ nach Hartberg zu bekommen. Somit musste man Klagenfurt als enttäuschter Verlierer verlassen und einen peinliche, aber verdient Niederlage hinnehmen. Jetzt gilt es das Spiel so gut wie möglich aufzuarbeiten und die Lehren daraus zu ziehen, denn es bleibt wenig Zeit zu verschnaufen. Schon am Freitag empfängt man im Stadion Hartberg die Lustenauer Austria. Die Chance nach dem momentanen Tief wieder ein Hoch zu erleben…


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