Unvergessene 365 Tage – das fantastische Jahr 2018 im Rückblick!

Das Kalenderjahr 2018 wird jedem, wirklich jedem in der TSV-Familie für immer in Erinnerung bleiben. Wir rollen die vielen großartigen Ereignisse noch einmal auf und blicken im ausführlichen Jahresrückblick zurück auf das beste Jahr der Vereinsgeschichte.

Im Jänner setzte man einen weiteren Schritt in Richtung Professionalität. Eine Videowall wurde installiert und ersetzte ab sofort die alte Spieluhr. Im Folgemonat setzte sich die Vereinsführung mit den (Stadion)-Planungen für einen eventuellen Aufstieg auseinander. Während Vorstand und Funktionäre auf einem Skiwochenende am Nassfeld weilten, kam die positive Nachricht von „Mastermind“ in Sachen Stadionplanung DI Markus Gaugl. Das Projekt Aus- und Umbau der Profertil Arena Hartberg ist kostentechnisch und unter Berücksichtigung des Zeitfaktors realistisch umsetzbar. Die Vereinsspitze entschloss sich erstmals in der Historie einen Lizenzantrag für die höchste Spielklasse Österreichs abzugeben. Sportlich ging der Auftakt in die entscheidende Frühjahrssaison in die Hose. Zwei Niederlagen zuhause gegen Innsbruck und Liefering sowie das Aus im Cup-Viertelfinale in Mattersburg rückten den Aufstiegstraum in weite Ferne. Mit einem Sanogo-Traumtor durch einen 40-Meter-Gewaltschuss beim direkten Konkurrenten Wiener Neustadt (1:1) wurde eine unheimliche Serie eingeleitet. 7 Siege und ein Unentschieden folgten (darunter Erfolge gegen Ried, Wattens und Neustadt), ein Torverhältnis von 19:2 sorgte für die beste Performance die jemals vom TSV in Liga zwei abgeliefert wurde. Plötzlich lag man Ende April auf Platz zwei (vor den eigentlich deutlich stärker einzuschätzenden Teams wie Liefering, Neustadt und Ried) hinter dem späteren Meister Wacker Innsbruck.

Die erste Rückschlag folgte am 30. April. Lizenzverweigerung in erster Instanz. Mitte Mai rückte der BL-Traum noch weiter in die Ferne. Das „Bundesliga-Pickerl“ 2018-19 wurde auch vom Protestkomitee verweigert, zudem zwei Spiele ohne Sieg in der Liga. Die Lage schien zu kippen, das Projekt zu scheitern. Doch alle rückten enger beisammen und schworen sich ein. Die Truppe von Cheftrainer Christian Ilzer versuchte sich auf das Wesentliche (den sportlichen Bereich) zu fokussieren. Am 18. Mai folgte ein sportliches (Vor-)Entscheidungsspiel bei der SV Ried. Die Innviertler lagen nur mehr zwei Punkte hinter dem TSV und „müssen“ quasi aufsteigen. TSV-Bomber Dario Tadic erzielte in der 50. Minute das Goldtor in Ried und die Mannschaft zeigte, was für ein geiler Haufen sie ist und welch Moral in dieser Truppe steckte. Trotz vieler Ausfälle schaffte man mit einem Kraftakt die Sensation. Der sportliche Aufstieg war zum Greifen nah. Pfingstmontag, 18:19 Uhr, ein Moment für die Ewigkeit. Mit dem 3:1-Sieg in Kapfenberg (gleichbedeutend mit dem vierten Derby-Saisonsieg) war die sportliche Sensation amtlich. Fixaufstieg in die neue 12er-Liga. Eine kurzfristige Vizemeisterparty im Falkenhorst wurde gestartet. Hunderte TSV-Fans feierten mit der Mannschaft bis in die Nacht. Einziges Problem, die Lizenz fehlte (noch). Klage beim Ständig neutralen Schiedsgericht wurde eingereicht. Entscheidung nach Meisterschaftsende. Mit einem Punkterekord (68 Zähler) wurde die märchenhafte Saison fantastisch mit einem Heimsieg gegen Lustenau abgeschlossen. Eine eigenartige Situation und nostalgische Momente nach Spielende. Einerseits Tränen der Freude und Riesenjubel über das Geschaffte, andererseits weinte der Himmel. Regenwetter, Ungewissheit über die Lizenz sowie einige Abschiede (Erfolgscoach Ilzer zog es nach Wolfsberg, Spielerabgänge von Stützen wie Gollner, Sprangler, Meusburger und Fischer standen fest) gab’s zu verkraften. Dario Tadic krönte sich zum Liga-Topscorer und Torschützenkönig im UNIQA ÖFB Cup. Am 28. Mai blickte ganz Österreich auf Hartberg, die Entscheidung beim Schiedsgericht stand an – vertagt – kein Ergebnis nach sechsstündigen Verhandlungen. Am Tag darauf um 20:25 Uhr brachen alle Dämme! Der TSV ist Bundesliga! Das Märchen war perfekt. Grünes Licht vom Schiedsgericht, Erteilung der Lizenz in dritter Instanz. Spieler feierten beim Bierkönig auf Malle, Obmann und Präsidentin jubelten nach der Mammutverhandlung in Wien erleichtert und der Rest des Vorstandes und einige Funktionäre fielen sich im „Bundesliga-Ort“ Hartberg in die Arme. Die Krönung! Historisch! Das Wunder von Hartberg wurde Realität!

Was folgte war ein Rennen mit der Zeit. Der Stadionumbau in Rekordzeit und die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft stand an. Meilenstein Nummer eins: Markus Schopp wird als neuer Cheftrainer präsentiert. 12 neue Spieler wurden verpflichtet, Sportdirektor Erich Korherr bewies – im Nachhinein gesehen – ein goldenes Händchen. Blauensteiner, Kainz, Flecker, Ljubic, Diarra, Rep und Rückkehrer Huber schlugen voll ein. Zudem wurde aus einer Not eine Tugend. Philipp Siegl wurde zum Innenverteidiger umfunktioniert, spielte eine starke Herbstsaison und verpasste keine Minute. Ende Juli gab’s von der Bundesliga auch das grüne Licht für die Profertil Arena. Somit war auch der letzte Schritt vom Durchmarsch des TSV von der Regionalliga in die Bundesliga geschafft. Das Senat 3 erteilte die uneingeschränkte Stadionzulassung! Das Bundesliga-Debüt stieg ausgerechnet beim „großen Bruder“ Sturm Graz. Über 10.000 Besucher in der Merkur Arena, rund 800 mitgereiste TSV-Fans, das 1. Bundesliga-Tor nach wenigen Minuten und eine am Ende unglückliche 2:3-Niederlage machten Lust auf mehr. Spätestens jetzt, wurden auch die letzten Kritiker überzeugt, der TSV ist in der Bundesliga angekommen und eine absolute Bereicherung! Das 1. Heimspiel gegen Admira Wacker ging trotz spielerisch starker Leistung 0:1 verloren. Umso schöner war der 11. August 2018. Knapp 3.000 Besucher feierten nach 72 Jahren Vereinsgeschichte den ersten Bundesligasieg von Hartberg. Jubeltrauben nach dem 4:2 gegen Mattersburg! Starke Leistungen am Fließband wurden mit dem „Goldenen Oktober“ gekrönt. Begonnen hat alles mit dem ersten Auswärtssieg. Ein spezielles 4:3 (nach 0:2) beim WAC folgten sensationelle Siege gegen die Topklubs Rapid Wien (3:0) und Sturm Graz (2:0) in Hartberg. Zweimal ausverkauftes Haus – unvergesslich. Mit dem 4:3-Cupkrimi gegen Innsbruck war der blütenweiße (in Sachen Siege) Oktober perfekt. Markus Schopp wurde zum Trainer des Monats gekürt. Die Serie fand bis Mitte November ihre Fortsetzung. Siege bei der Admira und in Mattersburg hievten den TSV auf den unfassbaren fünften Tabellenplatz. Auch das Spiel in Mattersburg war eines für die Geschichtsbüchter. Mehr als 1.000 mitgereiste TSV-Fans sorgten im Pappelstadion für ein echtes Heimspiel und peitschten die Blau-Weißen zum Sieg. Mit sechs Pflichtspielsiegen en Suite sind unsere Blau-Weißen plötzlich im Kampf um das obere Play-off mittendrin statt nur dabei. Vor der Saison abgestempelt als Fixabsteiger und Punktelieferant entwickelte sich der TSV Prolactal Hartberg zur Sensation der Liga! Nach einem erfighteten Remis beim LASK ging unserer Mannschaft ein wenig die Luft aus. Am Ende gab’s die 1:6-Klatsche im Ländle, was die Saisonbilanz und vor allem das unfassbare Jahr aber nicht trübte.

7 Siege, 2 Remis und 9 Niederlagen ergeben nach der Herbstsaison Rang sieben. Großartig, weit über dem, was zu erwarten war. An der Zielausrichtung (Klassenerhalt) ändert sich aber nichts. 29 (drittmeisten) zu 37 (zweitmeisten) Tore ergeben 23 Zähler. Sechs Punkte Rückstand auf Platz drei, einen Sieg hinter dem ominösen Strich und drei Punkte vor Rekordmeister Rapid – so die Ausgangslage vor dem Frühjahr. Rajko Rep, Gestalter im Hartberger Offensivspiel traf dreimal doppelt und gab 32 Schüsse außerhalb des Strafraums ab – beides Höchstwert. Der Slowene liegt mit sechs Treffern und ebenso vielen Vorlagen auf Platz zwei in der Scorerwertung nach 18 Runden und wurde nach Peter Zulj am zweithäufigsten gefoult. Der TSV erzielte sechs Tore in der Anfangsviertelstunde – Bestwert. TSV-Zweikampfkönig war Michael Blauensteiner mit 68,2% gewonnene Zweikämpfe, nur Ramsebner (LASK/72%) war besser. René Swete hat die meisten Saves (69) vorzuweisen. 5.464 angekommene Pässe, 325 Flanken, 239 Schüsse sind weitere interessante Zahlen. 80,8% Österreicher-Anteil und ein Durchschnittsalter von 24,1 Jahren hat der Kader von Trainer Markus Schopp. Darunter zwei Dauerbrenner: Siegl und Ljubic verpassten keine Sekunde und standen alle 1.620 Minuten am Feld. Jetzt heißt es regenerieren und den Wettkampfmodus herunterfahren. In der Wintervorbereitung wird hart gearbeitet werden und im Frühjahr gibt’s dann wieder vollen Angriff. Die Ausgangspositionen sind top! Platz sieben in der Tipico Bundesliga mit weiterhin intakten Chancen auf die Meistergruppe und zum Frühjahrsauftakt wartet gleich ein Highlight. Cup-Viertelfinale in Wien-Hütteldorf gegen Rapid.

Zum Jahresende gilt es einmal mehr DANKE zu sagen. Herzlichen Dank an alle die das erfolgreichste Kapitel mitgestaltet und möglich gemacht haben: Dem Land Steiermark vor allem LH Hermann Schützenhöfer, der Stadtgemeinde Hartberg, Bürgermeister Ing. Marcus Martschitsch, den Baufirmen, allen Sponsoren, Präsidentin Brigitte Annerl, Obmann Erich Korherr mit seinem Vorstand, allen Funktionären, den unzähligen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern und last but not least allen Spielern und Trainern.

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Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg