Verdienter 2:1-Heimsieg – Tadic Doppelpack!

HTBDSC JubelTadicDer TSV-Stürmer hält somit bereits bei sechs Treffern nach vier Partien…

Im dritten Steiermark-Derby bleibt der TSV Egger Glas Hartberg ungeschlagen. Zuhause bleibt die Weste sogar blütenweiß. Enorm wichtiger 2:1-Heimerfolg gegen den Aufsteiger aus der Weststeiermark Deutschlandsberg. Nach einer schnellen Führung der Gäste, fanden unsere Jungs schwer Mittel, den Abwehrbeton (oftmals 5er Kette) zu durchbrechen. Doch nach dem Seitenwechsel sorgte ein Tadic-Doppelpack für klare Verhältnisse. Weitere Großchancen wurden vergeben, doch der Sieg wurde in trockene Tücher gebracht. Was für eine Performance von Sturmtank Tadic – 4 Spiele, 6 Tore. In dieser Tonart kann es weitergehen…

Spielverlauf: Die erste große Tormöglichkeit gehörte unseren Blau-Weißen. Schon nach wenigen Minuten feuerte Roko Mislov einen wuchtigen Distanzschuss ab, doch den zu zentral ausgefallenen Schuss konnte DSC-Keeper Fink wegfäusten. Ähnliche Situation Augenblicke später. Kalte Dusche gleich zu Beginn für den TSV. Ein Schmölzer-Weitschuss zappelte im Netz und schon stand’s nach neun Minuten 0:1. Der DSC baute einen echten Abwehrriegl auf, oftmals spielten sie defensiv mit einer 5er Kette, was für Rasswalder, Gremsl & Co. nicht einfach war, Lücken zu finden und den „Beton“ zu brechen. Lukas Ried hatte die große Ausgleichschance. Nach einer Flanke war er am langen Eck mit dem Kopf zur Stelle, brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball (’21). Rasswalder wurde auf der Seite ideal freigespielt, startete zum richtigen Zeitpunkt in die Lücke, doch der Linienrichter hob die Fahne. Krasse Fehlentscheidung. Es war nicht die einzige, Fehlpfiffe häuften sich, konnten aber die Ilzer-Truppe nicht aus dem Konzept bringen. In der Schlussphase von Durchgang eins, gab’s noch je eine hochkarätige Chance. Zuerst fischte Flo Faist einen Herzog-Schuss aus dem Eck heraus. Auf der anderen Seite wurde ein Schönberger-Schuss im letzten Moment noch geblockt. Die resultierenden Eckbälle brachten nichts ein und somit ertönte beim Stand von 0:1 der Pausenpfiff.

Nach Seitenwechsel ernete man die Früchte für die ganzen Bemühungen. Zuerst wird ein Ilic-Schuss noch geblockt, doch in der 51. Minute der Ausgleich. Nach einem Foul von Tormann Gregor Fink an Dario Tadic gab sich der Gefoulte keine Blöße und verwandelte den Strafstoß souverän zum Ausgleich. Der DSC hatte die Doppelchance zur neuerlichen Führung. Einen Distanzschuss konnte Faist wegfäusten, den Herzog-Kopfball nach einer Ecke parierte Faist erneut grandios. 58. Minute, Tadic bekam im Strafraum das Leder, fackelte nicht lange und drückte das Spielgerät über die Linie. Partie gedreht! Super Stimmung! Engagiertes Auftreten des TSV, vor allem in der zweiten Hälfte war man klar überlegen. In der Folge verhinderte der DSC-Schlussmann weitere TSV-Tore indem er einen Schuss aufs lange Eck parierte, bei einem abgefälschtem Tadic-Schuss Glück hatte, bei einem Weitschuss-Kracher a la Philipp Lembäcker aufmerksam war und zu guter Letzt bei einem gut angetragenen Lembäcker Freistoß zur Stelle war. Die Wahnsinns-Chance auf’s 3:1 hatte der eingewechselte Hartberger Christoph Schweiger am Fuß. Allein auf weiter Flur Richtung gegnerisches Tor konnte er den Ball nicht verwerten und scheiterte an Fink. Nach fünf Minuten „Overtime“ beendete Klaus Strasser ein spannendes Steirer-Derby und der TSV Egger Glas Hartberg durfte als verdienter Sieger über drei Punkte jubeln. Heimstärke bestätigt!

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TSV Egger Glas Hartberg 2:1 (0:1) Deutschlandsberger SC
Profertil Arena Hartberg, 800 Zuseher
Tore: Tadic (51./Elfer, 58.) bzw. Schmölzer (8.)
Gelbe Karte: Mislov, Siegl bzw. Schmölzer, Lipp
 

Stimmen zum Spiel:

TSV-Cheftrainer Christian Ilzer„Wir sind mit der 1. DSC-Situation mit 0:1 in Rückstand geraten, gleich wie in Stadl-Paura, köpfeln in der letzten Linie weg, waren nicht present beim zweiten Ball, war ein super Tor von Schmölzer. Wir mussten einen Rückstand nachlaufen, was wir meiner Meinung nach gut gemacht haben. Wir hatten eine Mannschaft zu bespielen, die mit einer 5er Linie hinten gestanden ist, davor drei 6er und zwei Stürmer. Bei Ballgewinn im Konter immer gefährlich gewesen. Mussten versuchen Abwehrriegel zu knacken. 0:1 machte Stress im Kopf. Ich war mit dem Balltempo zufrieden, mit der Pressing-Intensität in der 1. Halbzeit war ich nicht ganz zufrieden – bei Bällen, die in der letzten Linie hängengeblieben sind zu wenig intensiv nachgegangen und zu wenig durchgesprintet.

Wir haben trotzdem permanent versucht zu bohren und haben keinen Millimeter locker gelassen, dafür haben wir die Früchte getragen in der 2. Hälfte, auch durch eine individuelle Klasse von Dario Tadic. Wir sind froh ihn zu haben, aber es war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung, die schwer in Ordnung war. Denn die Situation nach dem 0:1 und einer Mannschaft wie der DSC sehr schwer war. Nach dem 2:1 hätte ich mir erwartet, dass wir draufbleiben und schneller auf das 3:1 spielen und nicht einen Gang retour schalten. Ich brauche kein Zeit schinden, das interessiert mich nicht, ich will dass wir weiter nach vorne spielen. Wir haben Räume bekommen und da habe ich mir erwartet, die Aktionen besser fertig zu spielen. Wir haben versucht über 90 Minuten das Spiel zu machen. Unterm Strich sind die drei Punkte extrem wichtig, damit wir vorne dabei sind. Man spielt einfach lockerer, wenn man schon was auf der Habenseite hat. Wir schauen einfach weiter nach vor!“

Keeper Florian Faist: „Erste Halbzeit sind wir unerwartet durch einen Schuss von 20 Meter ins Kreuzeck relativ schnell in Rückstand geraten. Matchplan wurde über den Haufen geworfen mehr oder weniger. Wir haben trotzdem versucht zu spielen, Deutschlandsberg hat sich nur mehr hinten reingestellt und wir haben das Spiel dominiert. In der zweiten Hälfte haben wir die Partie zum Glück gedreht. Wir wollen zuhause dominieren und das Spiel machen. Das haben wir uns nach dem Gegentreffer zu Herzen genommen, wir haben versucht zu spielen, haben das so gut wie möglich umgesetzt. Wir haben verdient gewonnen. Dario hatte natürlich wieder einen Traumtag. Er ‚haute‘ einfach zwei rein und dann ist es natürlich relativ einfach!“

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