Vereinsgeschichte

Highlights aus der Geschichte des TSV Hartberg Fußball

Am 29.04.1946, also kurz nach Beendigung des unseligen 2. Weltkrieges, schlossen sich einige beherzte Frauen und Männer zusammen und gründeten den parteipolitisch unabhängigen Turn- und Sportverein (TSV) Hartberg, um allen Bewohnern der Stadt Hartberg, die Körperertüchtigung betreiben wollten, eine Heimstätte zu geben. Auszug aus den Satzungen von 1946:

Der Verein TSV Hartberg bezweckt die Pflege und die Förderung des Körpersports jeder Art, wie Fußball, Handball, Faustball, Leicht- und Schwerathletik, Schwimmen, Tennis und Tischtennis, Wintersport, Wandern, und Tanzsport. Die Vereinsfarben sind gleich den Farben der Stadt Hartberg (altes Stadtwappen). In den Vorstand von 1946 wurde u.a. auch Alois SCHREI als Leiter der Sektion Fußball bestellt. Erster Präsident des TSV Hartberg wurde Hofrat Dr. Erwin STIBENEGG, erster Obmann Dr. Viktor WALTER. Als Vereinslokal wurde der ehemalige „Hartberger Hof“ (GH Nöhrer) bestimmt. In diesem Gebäude befindet sich heute das Cafe Kuba. Im Jahr 1949 als weitere Sportarten dem TSV Hartberg folgten, bestand der Verein bereits aus 23 Sektionen mit insgesamt 407 aktiven Mitgliedern, die jeweils 1 Schilling Mitgliedsbeitrag bezahlten. Bereits 1938 gab es die ersten Aufzeichnungen über den Bau eines Fußballplatzes in Hartberg (heutiges Stadion Hartberg). Die damalige Miete, die der Verein an die Stadtgemeinde bezahlte, lag bei ATS 50,– monatlich. Im Jahr 1949 trug der TSV Hartberg sein erstes Fußball-Meisterschaftsspiel in der damaligen 1. Klasse Ost aus. 15 Jahre später schaffte der Verein erstmals den Aufstieg in die Unterliga Süd. Danach ging es mit dem Klub nur noch steil bergauf. Unter der Schirmherrschaft des Hauptsponsors Sparkasse Hartberg schaffte man im Jahr 1978 den Aufstieg in die Landesliga und im Jahr 1995 den Aufstieg in die Regionalliga-Mitte. Im selben Jahr kämpfte sich die Truppe unter Trainer Gerald Gamperl bis ins Halbfinale des ÖFB-Cups durch und musste sich dort DSV Leoben mit 0:1 geschlagen geben.

Nur ein Jahr später erfolgte der Aufstieg in die Bundesliga (damals noch 2. Division). Dass Hartberg wieder in die Regionalliga absteigen musste, war nur einer Reform der Bundesliga zu verdanken, die im Jahr 1998 die damalige 2. Liga in 1. Division unbenannte und diese auf 10 Vereine reduziert wurde, musste man eine Barrage gegen den Meister der Regionalliga West, die WSG Swarovski Wattens, spielen. In diesen Auftiegsspielen unterlagen die Hartberger mit 0:2 daheim und 2:3 auswärts und blieben so der Regionalliga Mitte erhalten. In der Saison 2005/06 fixierte die Mannschaft von Barisits Norbert drei Spieltage vor Schluss erneut die Meisterschaft der Regionalliga Mitte und schaffte den Aufstieg in die Red Zac Erste Liga. Der TSV stieg nach nur einem Jahr in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs wieder ab. Mit Bruno Friesenbichler schaffte man es 2008/09 den Titel in der Regionalliga Mitte zu holen, durch das legendäre 6:0 gegen SAK Klagenfurt. In den beiden folgenden Jahren konnte man in der Ersten Liga bestehen und spielt auch in dieser Saison in der Heute für Morgen Erste Liga.

In der Saison 2011/2012 spielte man erstmals unter dem Namen TSV Lopocasport Hartberg. In der Meisterschaft reichte es nicht, der sportilche Abstieg in die Regionalliga wäre die Folge gewesen. Aber weil der LASK keine Lizenz bekam, wurde dieser an die letzte Stelle gereiht und der TSV spielte Relegation. Dort traf man auf den Meister der Regionalliga Mitte, den GAK und schaffte durch ein 3:0 (und darauffolgenden Spielabbruch durch GAK Fans) den Klassenerhalt. Hartberg war in diesem Jahr die Cupsensation. Man schlug im Viertelfinale den damaligen Österreichischen Meister Sturm Graz (4:2 n.V.) und im Halbfinale brachte man die Salzburger Bullen an den Rande einer Niederlage (0:1).

Der erst im Sommer 2012 engagierte Trainer Andreas Moriggl der Walter Hörmann nachfolgte, wurde am 15. Oktober 2012 durch den langjährigen ÖFB-Nachwuchstrainer Paul Gludovatz ersetzt. Die Saison wurde auf Platz neun abgeschlossen, doch weil dem FC Lustenau die Lizenz verweigert wurde, war der direkte Klassenerhalt fix. In der Saison 2013/14 kehrte da Erfolgstrainer-Duo Friesenbichler/Ilzer zurück zum TSV. Ein toller Sommer und ein tolles Frühjahr verhalfen den Hartbergern frühzeitig zum direkten Verbleib in der Ersten Liga. (8. Platz). Die Vorbereitung auf die Saison 2014/15 verlief freilich mehr als turbulent: Nur rund ein Montat war der Bosnier Ivo Istuk im Amt, der am 17. Juli 2014 mit der Begründung entlassen wurde, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei. Ihm folgte wiederum sein Vorgänger Bruno Friesenbichler als „neuer Trainer“. Neuer Obmann des Hartberger Fußballklubs wurde der Ex-Tormann Jürgen Rindler. Nach einer anfänglichen Niederlagen-Serie schaffte man im Herbst den Tabellenanschluss. Im Frühjahr präsentierte man sich heimschwach und auswärtsstark und belegte am Saisonende punktegleich mit Horn den 10. und letzten Platz.

Somit spielte man nach sechs Saisonen Bundesliga 2015/16 in der Regionalliga Mitte. Mit dem Heimkehrer auf die Trainerbank Christian Ilzer erreichte man den Herbstmeistertitel und startete aus der „Pole Position“ ins Frühjahr. Nachdem Ilzer Hartberg im Winter in Richtung Kärnten zum Bundesligisten WAC verlassen hat, übernahm Co-Trainer Uwe Hölzl den Cheftrainerposten. Man lieferte sich ein Duell auf Augenhöhe mit BW Linz um den Meistertitel. Nachdem das direkte Duell verloren ging zogen die Stahlstädter davon. Der TSV Egger Glas Hartberg krönte sich aber zum Vizemeister im ersten Jahr nach dem Abstieg aus der Bundesliga.

Die Saison 2016/17 geht für den TSV Prolactal Hartberg wieder in die Geschichte ein. Zum fünften Mal krönte sich Hartberg zum Regionalliga Mitte Meister. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen über die ganze Saison mit Gleisdorf und Lafnitz setzte sich schließlich die Truppe von Uwe Hölzl und Philipp Semlic souverän durch und kehrt nach zwei Jahren Abstinenz wieder zurück in den Profifußball. Dario Tadic war mit 23 Volltreffern wesentlich am Meistertitel beteiligt.

Die Spielzeit 2017/18 startete mit den Schlagwörtern „back in business“ und „Steiermark first“! Der TSV ist zurück im Profigeschäft mit einem neuen, altbekannten Cheftrainer. Christian Ilzer nahm die siebente Saison in „seiner Heimat“ in Angriff und das mit 20! Steirern im Team. Der unglaubliche Mannschaftsgeist und die homogene Einheit waren Grundstein für den erreichten zweiten Platz in der Sky Go Erste Liga. Der Vizemeistertitel mit Punkterekord ist der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Allerdings wurde dem Verein in dn ersten beiden Instanzen die Lizenz verwehrt. Gegen die Entscheidung zog der Klub vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht, durch welches die Hartberger am 29. Mai 2018 die Lizenz erhielten und somit erstmals in die Bundesliga (höchste Spielklasse Österreichs) aufstiegen…

 


 

Der TSV Hartberg in den letzten Jahren

Spielsaison

Liga

Platz

Punkte

Torverhältnis

Meister

Spiele

1979/1980

Landesliga

4

34

66:44

Fl. Solva

30

1980/1981

Landesliga

7

32

40:41

Fl. Solva

30

1981/1982

Landesliga

2

40

60:37

Voitsberg

30

1982/1983

Landesliga

2

40

62:36

Voitsberg

30

1983/1984

Landesliga

4

37

56:41

Thörl

30

1984/1985

Landesliga

3

38

43:29

LUV

30

1985/1986

Landesliga

7

38

59:37

Zeltweg

34

1986/1987

Landesliga

2

46

64:26

KSV

30

1987/1988

Landesliga

1

47

62:23

Hartberg

30

1988/1989

Landesliga

2

43

50:29

LUV

30

1989/1990

Landesliga

1

53

55:16

Hartberg

30

1990/1991

Landesliga

7

35

53:40

Fl. Solva

34

1991/1992

Landesliga

3

46

58:22

LUV

32

1992/1993

Landesliga

2

43

73:30

Fl. Solva

30

1993/1994

Landesliga

5

35

54:40

Fl. Solva

30

1994/1995

Landesliga

1

49

78:23

Hartberg

30

1995/1996

Regionalliga

1

54

41:21

Hartberg

28

1996/1997

2. Bundesliga

14

30

34:48

A. Lustenau

30

1997/1998

2. Bundesliga

11

35

35:39

Vorw. Steyr

28

1998/1999

Regionalliga

1

57

51:12

Hartberg

26

1999/2000

Regionalliga

10

26

23:40

Bad Bleiberg

26

2000/2001

Regionalliga

3

48

46:29

Pasching

30

2001/2002

Regionalliga

3

59

54:26

KSV

30

2002/2003

Regionalliga

2

59

58:37

BW Linz

30

2003/2004

Regionalliga

2

60

62:30

Gratkorn

30

2004/2005

Regionalliga

2

50

55:33

Schwanenstadt

30

2005/2006

Regionalliga

1

63

54:28

Hartberg

30

2006/2007

Red Zac 1. Liga

11

26

31:64

LASK

33

2007/2008

Regionalliga

7

44

45:38

Vöcklabruck

30

2008/2009

Regionalliga

1

64

63:25

Hartberg

30

2009/2010

Adeg Erste Liga

9

38

36:68

Innsbruck

33

2010/2011

„HfM“ Erste Liga

8

39

44:60

FC Admira

36

2011/2012

„HfM“ Erste Liga

9

27

38:74

WAC/St. Andrä

 36

2012/2013

„HfM“ Erste Liga

8

33

35:54

SV Grödig

36

2013/2014

„HfM“ Erste Liga

8

44

41:60

SCR Altach

36

2014/2015

„Sky Go“ Erste Liga

10

38

46:65

Mattersburg

36

2015/2016

Regionalliga Mitte

 2

 60

 64:38

BW Linz

30

2016/2017

Regionalliga Mitte

 1

62

 74:38

Hartberg

30

2017/2018

„Sky Go“ Erste Liga

2

 68*

 63:34

Innsbruck

 36

* Punkterekord in der 2. Liga und Vereinsgeschichte