Wenn man die Tore nicht schießt bekommt man sie – 0:1!

FCGHTB 8 2016 1Im Steirer-Derby in Gleisdorf musste man eine bittere Niederlage einstecken…

Es war das erwartet schwere, enge Spiel. Eine Partie auf Messers Schneide. Die erste gute Torchance gehörte den Gleisdorfern. Pirker übernahm eine Flanke mit dem Fuß, doch Tormann Flo Faist war mit einem guten Reflex zur Stelle (‚7). Danach kamen unsere Jungs besser ins Spiel. Nach einem gelungenen Spielaufbau konnte Vaschauner das Leder behaupten, spielte auf Zink, dessen hoher Ball in den Strafraum Torhüter Leitner vor Goalgetter Tadic abfing. Die erste Topmöglichkeit des TSV gab’s nach 22 Spielminuten. Ener schönen Kombination über links folgte eine gezielte Flanke, die David Zink direkt übernimmt, aber über den Kasten polzte. Kurz darauf die nächste Chance auf den Führungstreffer. Nach einem ruhenden Ball klärte Färber im letzten Augenblick. Die zwei Riesenmöglichkeiten fanden beide Teams binnen zwei Minuten per Kopf vor. 26. Minute, Flanke Ostermann, Faist blieb im Kasten und Gsellmann kam völlig frei und ungehindert zum Kopfball, setzte diesen aber neben das Tor. Kurz darauf Angriff über Tadic, der mit einer guten Körpertäuschung und idealen Hereingabe vorbereitete, Rotter war zur Stelle, köpfte leider drüber. Solche Chancen lässt sich unser Innenverteidiger normalerweise nicht entgehen. Vor den Augen von u.a. Weiz-Trainer und Ex-Hartberg-Coach Bruno Friesenbichler, Lafnitz-Trainer Ferdinand Feldhofer und Allerheiligen-Chef Udo Kleindienst war es eine sehr kampfbetonte Partie mit vielen Zweikämpfen. Unsere Blau-Weißen machten das Spiel, ließen den Ball oft schön in den eigenen Reihen laufen. Es fehlte aber meist an Entschlossenheit oder der letzte Pass war ungenau, kam nicht an. Auch Schüsse vom 16er nach dem Motto „einfach mal draufhauen und probieren“ suchte man vergeblich.

Das Hartberg-Trainerteam reagierte und brachte den zuletzt angeschlagenen Christoph Kröpfl ins Spiel. Eine heikle Situation gab’s in Minute 52. Ein Gleisdorf-Handspiel im Strafraum wurde nicht geahndet, der Elferpfiff von SR Bauernfeind blieb aus. Kurz darauf gab’s die Möglichkeit für Zink, der eine engagierte Leistung ablieferte. Sein Schuss wurde abgefälscht und zur Ecke geklärt, die nichts einbrachte. In der Schlussphase suchten beide Teams die Entscheidung, doch nur den Hausherren sollte es gelingen. 79. Minute, Matchball für unseren TSV Prolactal Hartberg. Angriff über links – Kröpfl auf Gremsl, der mit dem Stanglpass Sturmpartner Dario Tadic bediente. Unsere #24 spritzte gut in den freien Raum und setzte den Ball hauchdünn neben den Kasten. Pech! Diese Chance sitzt normalerweise. Und so kam es wie es kommen musste. Ex-Hartberger Fabian Harrer mit der Vorbereit Marke „Gusto-Stückerl“. Die „Rabona“-Flanke übernahm der eingewechselte Stürmer Spreco und knallte das Spielgerät zum 1:0-Sieg für Gleisdorf in die Maschen. Bitterer Abend für Rasswalder, Siegl & Co. Leider braucht man momentan zu viele Chancen für einen Volltreffer. Jetzt heißt es diese Partie gut analysieren, aufarbeiten und rasch abhaken, weiter gehts!


David Zink: „Nach einer Niederlage ist es immer schwierig die richtigen Worte zu finden, aber ich finde es war ein Spiel auf Augenhöhe, Chancen waren da, aber leider hat das Glück etwas gefehlt. Und der richtige Punch und der Wille in der letzten Zone, unbedingt das Tor zu machen, hat auch irgendwie gefehlt…“


FC Gleisdorf 1:0 (0:0) TSV Prolactal Hartberg
Solarstadion Gleisdorf, 900 Zuseher, SR Bauernfeind (Steiermark)
Tore: Spreco (81.)
Gelbe Karten: Pirker, Stornig, Fahrnleitner, Harrer, Spreco, Suppan bzw. Siegl, Gremsl, Salentinig

 

TSV Line-up: Faist – Salentinig, Rotter, Gollner, Rasswalder – Heil (46., Kröpfl), Mislov, Siegl, Zink (85., Can) – Vaschauner (62., Gremsl), Tadic. Trainer Uwe Hölzl/Philipp Semlic


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