Wichtiger 3:1-Heimsieg gegen Mattersburg

Mit dem 15. Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte konnten unsere Blau-Weißen Platz sechs festigen…


Tolle Kulisse in der Hartberger Profertil Arena am Nationalfeiertag. Knapp 4.000 Fans waren im Stadion, um die Blau-Weißen zum Sieg zu peitschen und wurden für ihr Kommen belohnt. Kurz vor dem Ankick gedachte die TSV-Familie in einer Trauerminute an das schmerzvolle Ableben von Nachwuchs-Obmann Herbert Schweiger. Zudem wurde bei der Aktion „Gemeinsam gegen Homophobie“ mit diversen Aktivitäten für Vielfalt im Fußball mitgemacht.

Zum Sportlichen: Am Spieltag wurde Tomas Ostrak krank. Stefan Rakowitz kehrte nach seiner Verletzung zurück in die Startelf und der „Einheimische“ Lukas Ried stand zum ersten Mal in der Bundesliga von Beginn an am Feld. Die ersten 25 Minuten waren recht ereignisarm. Gefährlich wurde der TSV nach einer Flanke von Cancola. Stefan Rakowitz den Ball nicht wie gewünscht und auch Dario Tadic kam zur Möglichkeit. Knapp eine halbe Stunde war gespielt, als unseren Blau-Weißen der erlösende Führungstreffer gelang. Einen Tadic-Corner auf das lange Eck verwandelte Michael Huber in seinem 90. Spiel für den TSV wunderschön per Kopf im Kreuzeck. In der Folge kamen die Burgenländer bis zur Pause etwas auf und hatten gegen Ende der ersten Halbzeit eine gute Kopfballchance von Erhardt, den Nachschuss entschärfte Nimaga. Auch ein Freistoß von Gruber, der an Freund und Feind vorbeiging schrammte auch am Kasten von Rene Swete vorbei.

Nach Seitenwechsel häuften sich die Torchancen für unsere Mannschaft. Bomber Dario Tadic scheiterte nach einem schnellen Konter an Casali (54). Vier Minuten später war es wieder Tadic, der in Richtung SVM-Tor stürmte, Thorsten Mahrer mit dem erfolgreichen Tackling in letzter Sekunde. In der 62. Minute schrammte ein Rep-Schuss nach perfektem Zuspiel von Joker Jodel Dossou am langen Eck vorbei. Wer die Tore nicht schießt bekommt sie. Dieses Sprichwort wurde zwischenzeitlich zur Realität. Höller ließ Nimaga stehen und legte ab auf Kuen, der ohne Bedrängnis zum Ausgleich einnetzte (64.). In der letzten Viertelstunde wurde der TSV-Turbo noch einmal gezündet. Dario Tadic übernahm eine Dossou-Flanke sehenswert via Volley, doch Casali mit dem Save. Eine technisch feine Aktion. In der 78. Minute der neuerliche Führungstreffer. Dossou mit dem Pass von der Outlinie auf Rajko Rep. Der Slowene behielt die Übersicht und schoss eiskalt in das kurze Eck zur Führung. Einmal musste die TSV-Familie noch durchatmen. Nach einem Fehler im Mittelfeld scheiterte Olatunji an TSV-Keeper Rene Swete, der an die Torstange parierte. Die letzte Minute war angebrochen bis die endgültige Entscheidung fiel (zuvor parierte Casali noch einen Rep-Schuss). Gotal mit der Flanke auf das lange Eck, Nimaga servierte Jodel Dossou das Leder. Der Benin-Teamspieler besorgte per Kopf den 3:1-Endstand.

Nach 93 Minuten beendete SR Markus Hameter die Partie. Ein verdienter Heimerfolg für unseren TSV. Der blau-weißen Fananhang musste lange zittern, durfte sich aber am Ende umso mehr über einen verdienten und wichtigen Sieg freuen. Selbstvertrauen, Einsatz und Form stimmen. Mit den Erfolgen gegen Wattens und Mattersburg erleben wir ein positives Déjà-vu. Der TSV Prolactal Hartberg ist erneut im goldenen Herbst angekommen. Danke an alle Fans im Stadion für den großartigen Support und wir würden uns freuen, euch beim nächsten Heimspiel am 24.11. gegen Altach erneut so zahlreich begrüßen zu dürfen. Davor gibt es aber noch zwei Auswärtsspiele. Nächste Woche geht es zur Admira in die Südstadt (3.11. – 14:30 Uhr), danach folgt das große Steirerderby beim SK Sturm Graz (Sa.09.11 – 17 Uhr).


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #htbsvm-Highlights

Die Pressekonferenz mit Markus Schopp und Franz Ponweiser findet ihr ab Montag auf Youtube: #TSV-TV Hartberg


Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Wir leben von Woche zu Woche. Wir wissen, mit 18 Punkten ist das eine tolle Geschichte für uns, die Mannschaft hat sich das verdient. Wir wissen aber, dass immer was passieren kann in dieser Liga.“

Franz Ponweiser (Mattersburg-Trainer): „Diese Fehler, die passieren, sind für die Mannschaft sehr bitter zu verdauen. Wir arbeiten gut unter der Woche und probieren viel, aber letztlich bekommen wir dann so dumme Tore. Ich wusste, dass diese Saison nicht einfach wird. Das ist eine riesige Challenge. Nächste Woche steht Salzburg vor der Tür, das wird nicht einfacher.“


Tipico Bundesliga 2019/20  – 12. Runde – Samstag 26. Oktober 2019

TSV Prolactal Hartberg 3:1 (1:0) SV Mattersburg

Profertil Arena, Hartberg, 3.817 Zuschauer, SR Hameter (Niederösterreich)

Torfolge:
1:0 Huber (28.)
1:1 Kuen (64.)
2:1 Rep (78.)
3:1 Dossou (90.)

Hartberg: Swete – Lienhart, Huber, Luckeneder, Klem – Nimaga – Rakowitz (53./Dossou), Cancola, Rep, Ried (73./Gotal) – Tadic (86./Rotter)

Mattersburg: Casali – Salomon, Hart, Rath, Mahrer – Jano – Gruber, Erhardt (81./Kvasina), Kuen, Halper (56./Höller) – Bürger (73./Olatunji)

Gelbe Karten: Nimaga bzw. Gruber, Erhardt, Hart, Höller

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