Wieder nicht belohnt – 4:2-Niederlage bei der Wiener Austria!

Zu viele Eigenfehler und fehlende Cleverness verhinderten einen Punktezuwachs…


Bei frühlingshaften Temperaturen sollte es ein rassige, hektische Partie werden. Die erste Chance der Partie gehörte Christoph Monschein, dessen Volley aber klar am Kreuzeck vorbeiging (‚6). Nach rund einer Viertelstunde fanden unsere Jungs deutlich besser ins Spiel und wurden immer wieder im Austria-Strafraum vorstellig. Florian Flecker – in guter Position freistehend – war von der Hereingabe von Zakaria Sanogo überrascht und konnte das Leder nicht verarbeiten (’15). In der 20. Minute zischte ein Sanogo-Schuss über die Querlatte. Auf der Gegenseite wurde ein Grünwald-Freistoß von Flecker auf das eigene Tor abgefälscht, Swete war aber mit einem tollen Reflex zur Stelle! In einer guten Phase des TSV gelang den Violetten die Führung. Michael Madl erzielte nach Ecke von Maximilian Sax per Kopf die Führung (’23). Philipp Siegl war in dieser Situation zu weit weg vom Gegenspieler. Bei einer Freistoß-Hereingabe von Tobias Kainz segelte Michi Huber im Strafraum vorbei. Das war knapp! Kurz vor der Pause wurde es hektisch. Igor sah nach einer unnötigen Attacke am starken Sanogo die Gelb-Rote Karte, nachdem er für Ballwegschießen erstmals von SR Hameter verwarnt wurde.

In der Pause schwor sich die Schopp-Truppe nochmals ein und spürte, dass in dieser Partie noch etwas möglich war. Nach 52 Minuten gelang der verdiente Ausgleich. Einen flach in den Rückraum gespielten Eckball von Tobi Kainz übernahm Florian Flecker direkt. Der Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Madl abgefälscht – 1:1! 6. Saisontor für den Flügelflitzer. Unsere Mannschaft wollte die Energie und das Momentum des Ausgleichs mitnehmen, der „Schuss“ ging aber nach hinten los. 87 Sekunden später die neuerliche Führung für die Austria. Sax ließ Rasswalder stehen, eine zu kurz geklärte Flanke landete bei Grünwald. Der Kapitän verwandelte einen Drehschuss unbedrängt zur neuerlichen Führung. Unsere in orange spielenden Blau-Weißen gaben sich aber nicht auf, noch war genügend Zeit. Nach einer schönen Kombination landete ein Flecker-Schuss nur im Außennetz. Rund 20 Minuten vor dem Ende rückte ein Punktegewinn in weite Ferne. Schwerer Fehler von Michael Blauensteiner im Spielaufbau, nach Vorarbeit von Demaku schlenzte Uros Matic das Leder exakt ins Kreuzeck. Eine sehr effiziente Austria in Unterzahl. Noch einmal gelang uns der Anschlusstreffer. Flanke von Tobias Kainz auf Sigi Rasswalder, der am langen Eck an die Stange köpfelte. Doch via Knie von Michael Madl zappelte der Ball in der 81. Minute im Netz. Der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Die Austria fixierte aus einem Konter – nach Fehlpass von Kröpfl – in der Schlussphase durch Turgeman den 4:2-Endstand.

Das siebente Pflichtspiel in Serie ohne Sieg war somit in Stein gemeißelt. Mehr Ballbesitz, mehr Torchancen – aber keine Punkte für den TSV. Ein Befreiungsschlag hingegen für die Hausherren, in einer äußerst schwierigen Phase. Man merkte der Letsch-Truppe die Verunsicherung an, doch Traumtore mit Unterstützung von kapitalen Eigenfehlern der TSV-Defensive und der Wille der Veilchen führten sie auf die Siegerstraße. Bitter für unseren TSV. Trotz einer Halbzeit in Überzahl konnte man nichts Zählbares aus Wien-Favoriten entführen. Drei Gegentore dürfen in Unterzahl einfach nicht passieren! Eine couragierte, gute Leistung wurde nicht belohnt. Diese Umstände ziehen sich ein wenig durch die letzten Spiele. Immer wäre mehr möglich gewesen, doch am Ende brachte sich die Mannschaft selbst um die Früchte der Arbeit. Das ist schade! Weiterkämpfen, weiterarbeiten und dann geht es auch wieder bergauf!

Am kommenden Sonntag möchte unsere Mannschaft zurück in die Erfolgsspur und braucht dafür auch die Unterstützung von den Rängen. Liebe TSV-Fans unterstützt unsere Mannschaft in dieser schwierigen Phase, damit uns wieder ein Befreiungsschlag gelingt. Tickets gibt es hier: ONLINE-TICKETSHOP


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #FAKHTB-Highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV-Trainer Markus Schopp: „Für uns war die Rote Karte klarerweise ein Vorteil. Wir haben dann verdient den Ausgleich gemacht, haben viel investiert, danach aber einfach zu viele Fehler in der Defensive gemacht. Aber die Austria hat die Qualität, aus wenig Möglichkeiten viel zu machen. Der Sieg geht in Ordnung.“

TSV-Kapitän Sigi Rasswalder: „Gegen zehn Mann darf man normalerweise nie drei Gegentore kassieren. Das war für die Austria zu einfach, daran müssen wir arbeiten. Ein Unentschieden zur Pause wäre verdient gewesen, die Gelb-Rote hat uns einen zusätzlichen Schub gegeben. Dann machen wir wirklich das 1:1 – Eine Minute später kassieren wir ein dummes Gegentor, dann ist die Partie ein bisschen gekippt. Blöder kann es nicht laufen. Vor der Saison hat uns keiner zugetraut, dass wir zwei Runden vor Teilung noch eine kleine Chance haben für die Top-6, doch unser Ziel ist klarerweise weiterhin der Klassenerhalt!“

Austria-Trainer Thomas Letsch: „Ich muss jeden einzelnen in der Mannschaft loben für das, was auf dem Platz abgelaufen ist nach der Gelb-Roten Karte und dem relativ schnellen Ausgleich. Nach dem, was in letzter Zeit passiert ist, mit schon einer gewissen Drucksituation, wie sie sich gefangen haben, wie sie das geregelt und gefightet haben für diesen Sieg. Das verdient höchsten Respekt und macht mich stolz und glücklich.“


Tipico Bundesliga 2018/19, 3. März 2019

FK Austria Wien 4:2 (1:0) TSV Prolactal Hartberg

Generali Arena, Wien – 8.477 Zuseher, SR Hameter (Niederösterreich)
Tore:
1:0 Madl (23.)
1:1 Flecker (52.)
2:1 Grünwald (53.)
3:1 Matic (71.)
3:2 Rasswalder (81.)
4:2 Turgeman (88.)

Gelbe Karten: Edomwonyi bzw. Rep

Gelb-Rote Karte: Igor (43./Foul)

Austria: Pentz – Klein, Madl, Igor, Martschinko – Sax, Grünwald (70./Demaku), Matic, Prokop (46./Schoissengeyr) – Monschein, Edomwonyi (87./Turgeman)

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Huber, Sittsam (46./Tadic), Siegl, Rasswalder – Tschernegg (70./Kröpfl), Kainz – Flecker, Rep, Sanogo (78./Skenderovic)