Wir haben es geschafft! – Hartberger Freudenfest endete mit Skandal der GAK-„Fans“!

relegationgakheimthumbNach einer souveränen 3:0-Führung musste die Relegations-Partie nach 76 Minuten aufgrund eines Platzsturms von GAK-Hooligans abgebrochen werden! Aber der TSV Lopocasport Hartberg spielt in der Saison 2012/2013 weiterhin in der „Heute für Morgen“-Erste Liga!

Es war angerichtet! Prachtwetter, tolle Kulisse (3670 Zuseher, ausverkauft). Alle fieberten einem heißen Duell entgegen. Die am Nachmittag noch ruhigen GAK-Fans stimmten sich am Hartberger Hauptplatz auf das Relegationsspiel ein. In beiden Lagern war eine gewisse Anspannung erkennbar, aber unser Coach Walter Hörmann stellte seine Truppe erneut perfekt auf den Gegner und die Bedingungen ein und schickte bis auf den gesperrten Prietl (wurde durch Rossmann ersetzt) die selbe Elf wie am Dienstag in Graz auf den Rasen! Die Hartberg-Fans haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und peitschen unsere Burschen mit einer tollen Choreographie und Schlachtgesängen nach vorne. Nachdem zu Beginn die Grazer aggressiver agierten erzielte Luca Tauschmann in der 19. Minute nach einem Adilovic-Corner das 1:0 für den TSV! Es war wie ein Befreiungsschlag, denn danach kontrollierte man die Partie. Angriffe des TSV konnten anschließend vom GAK noch gestoppt werden. Nach einem schnellen Konter des GAK bedient Youngstar Murg mit einem schönen Pass Durlacher, der alleine vorm Hartberger Schlussmann den Ball am stark reagierenden Rindler nicht vorbeibekam. Und auch der Nachschuss von Rauter ging knapp am Tor vorbei (’44). Mit einer 1:0-Führung für den TSV ging es ab in die Kabinen.

In der 60. Minute die Vorentscheidung! Nachdem sich Rakowitz durchtankte und an Pösendorfer scheiterte, stieg beim anschließenden Adilovic-Eckball Abwehrchef Miljatovic am höchsten und köpfte zur 2:0-Führung ein. Danach eine unsportliche Aktion der Grazer. Ismaili lag verletzt am Boden, aber die Rotjacken spielten den Ball nicht ins Out, sondern starteten einen Angriff den Brauneis abschloss. Wieder scheiterte der GAK an Jürgen Rindler. Gremsl startete eine Viertelstunde vor Schluss einen Angriff über links, spielte in den Rückraum auf Rossmann, der mit einem platzierten Schuss ins lange Eck alles klar machte. Der „Jungpapa“ und seine Kollegen jubelten, denn damit war klar, dass man in der nächsten Saison weiter Bundesliga-Fußball spielt. Doch danach folgte der traurige Teil des Spiels: Gleich nach dem Tor, brannten bei einigen GAK-„Fans“ die Sicherungen durch.

Rund 50 GAK-Anhänger stürmten das Spielfeld, Schiedsrichter und Spieler flüchteten in die Kabine. Einige Polizisten stellten sich über das ganze Spielfeld auf und versuchten diese Hooligans auf die Tribüne zurückzudrängen. Die Situation beruhigte sich aber nicht, immer wieder suchten die GAK-Anhänger den Konflikt mit der Exekutive und warfen mit Böller, Fahnen, Stangen und weiteren Wurfgegenstände um sich. Die Polizei musste mit Schlagstöcken und Tränengas entgegenhalten. Die logische Konsequenz war natürlich der Spielabbruch. Die vorläufige Bilanz der Exekutive eine Stunde nach Abbruch der Partie belief sich auf etwa zehn Festnahmen: „Einige wurden in Verwahrungshaft genommen.“ Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung, Sachbeschädigungen und die Anwendung von Pyrotechnik wird ihnen zur Last gelegt. Beim Abgang der Polizei erhielten die Exekutivbeamten gebührenden Applaus von den Hartberger Rängen.

Trotz den ganzen Ereignissen ließen sich unsere Helden die Party nicht verderben, und machten die Nacht zum Tag! – GRATULIERE BURSCHEN – HIER REGIERT DER TSV!

Luca Tauschmann (TSV Hartberg):
„Der Spielabbruch hat die Freude nicht getrübt, es war zu erwarten, dass etwas passiert wenn der Spielverlauf zu unserem Gunsten verläuft. Für den Fußball ist es natürlich unrühmlich, wir freuen uns natürlich über den Klassenerhalt.“

Jürgen Rindler (TSV Hartberg):
„Es haben alle gewusst, dass was passiert. Wenn wir nicht geführt hätten, wäre es nicht zu dieser Situation gekommen. Der GAK war heute besser als wir, aber wir haben die Tore gemacht. Vielen Dank an unsere Fans, dass sie so zahlreich erschienen sind.

Franz Grandits (Obmann TSV Hartberg):
„Es überwiegt die Freude, dass Hartberg in der Liga bleibt. Der Rest hat mit Fußball nichts zu tun und das stimmt mich trauriger.“

Walter Hörmann (Trainer TSV Hartberg):
„Ich freue mich extrem für den ganzen Verein. Sportlich hätten wir es nie geschafft mit diesem Rückstand in der Liga. Es zählt nur, dass wir in der Liga geblieben sind. Es wäre schön gewesen, unter friedlichen Umständen feiern zu können. Wir waren insgesamt abgeklärter und reifer, haben die Relegation verdient gewonnen. Jeder Fan der Bundesliga wird sagen, dass es mit diesem Relegationsmodus nicht so weitergehen kann, das muss schleunigst geändert werden. Das gibt es in keinem Land, dass der Meister Relegation spielen muss.“

Benedikt Bittmann (Präsident GAK):
„Die Mannschaft hat leider nicht die Leistung bringen können, die sie bringen kann. Hartberg war der erwartet schwere Gegner, wir haben es sportlich nicht geschafft und das nehmen wir zur Kenntnis.“ 


 

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