Ziel Klassenerhalt erreicht! Saison 2021/2022 im Rückblick

Die Jahre, die der TSV-Familie in Erinnerung bleiben werden, werden immer mehr! Die Erfolgsstory „Hartberg | Bundesliga“ konnte weitergeschrieben werden. Wir blicken auf die Ereignisse in einer turbulenten und schwierigen Saison, die mit einem „Happy End“ endete im ausführlichen Rückblick zurück.


Der Weg. 2. Juni 2017 – der TSV Egger Glas Hartberg besiegte Kalsdorf zuhause mit 2:0 und krönte sich zum Meister der Regionalliga Mitte. Nach zwei Jahren Abstinenz stieg unser TSV in die zweite Liga auf und kehrt zurück ins Profigeschäft. 25. Mai 2018, nach dem 2:o-Heimsieg feierte die TSV-Familie den sportlichen Fixaufstieg und die erfolgreichste Saison aller Zeiten (Vizemeister in Liga Zwei). Vier Tage später, am 29. Mai 2018 ging die Party geht weiter. Die Bundesliga-Lizenz wurde erteilt. Das Wunder von Hartberg wurde Realität! 354 Tage nach dem letzten Regionalligaspiel war Hartberg plötzlich in der Bundesliga. Und diese Erfolgsstory wurde bis heute geschrieben und geht auch weiter. Denn im ersten Bundesliga-Jahr wurde der Klassenerhalt im Letztrunden-Thriller mit dem 3:1-Heimsieg gegen die Admira gesichert. Das verflixte zweite Jahr war dann sogar das Erfolgreichste. Der Klassenerhalt wurde bereits am 1. März 2020 fixiert, denn die Schopp-Truppe erreichte sogar die Meistergruppe! Sahnehäubchen inklusive. Steirische Nummer eins und Sieg im ligainternen Europa League-Play-off-Finale gegen die große Wiener Austria. Am 15. Juli 2020 (nach einem 3:2 und 0:0) war das Erreichen des Europacups am  perfekt. Im dritten TSV-Bundesligajahr schrammte man um zwei Minuten an der Meistergruppe vorbei, konnte aber den Klassenerhalt am 28. Spieltag (27. April 2021) frühzeitig unter Dach und Fach bringen. Als Qualifikationsgruppen-Sieger scheiterte man im ligainternen Europacup Play-off-Halbfinale an der Austria, doch mit der höchsten Punkteanzahl in der Bundesliga war die Saison absolut zufriedenstellend und erfolgreich. Das vierte Jahr war wieder nichts für schwache Nerven. Lange spielte man um die Top-6 mit, am Ende rutschte man ordentlich in den Abstiegskampf. Ein 1:1 in der letzten Runde (20. Mai 2022) reichte für den Klassenerhalt. Wir blicken zurück auf 365 prägende, schwierige, turbulente aber positiv endende Tage zurück!

Die Sommervorbereitung. Eine frühzeitige Planung war in keinem der Bundesligajahre möglich. (Last-Minute-Klassenerhalt, Corona-Pandemie die Gründe). Diesmal war die Vorbereitung sogar noch turbulenter, denn während der wichtigen Aufbauphase traten immer wieder Ereignisse und Wendungen ein, die zum Reagieren anstatt Agieren zwangen. Zuerst verließ Co-Trainer Jürgen Säumel den Verein in Richtung Nationalteam. Danach die Vertragsverlängerung von Trainer Markus Schopp, Ende Juni die Wende. Schopp wechselte überraschend nach Barnsley (2. Liga England), Kurt Russ übernahm als Cheftrainer. Andi Lienhart beendete seine aktive Karriere und wurde Co-Trainer. Mehr als ein Dutzend Abgäng, darunter absolute Leistungsträger wie Rep, Flecker, Horvath, Luckeneder und Nimaga. Diese Spieler 1:1 zu ersetzen ein Ding der Unmöglichkeit. Im TSV-Lager versuchte man adäquaten Ersatz zu finden. Bei den Neuzugängen ragen zwei Spieler heraus. Mario Sonnleitner und Donis Avdijaj. Beide entpuppten sich im Herbst zu Schlüsselfiguren. Zudem wurden u.A. junge Spieler mit Potenzial geholt: Noel Niemann, Thomas Kofler und Michael Steinwender. Die Kunst war es, trotz der vielen Personalrochaden Ruhe zu bewahren und eine funktionierende Mannschaft zu formen. Dies ist alle Beteiligten bestens geglückt! Auch abseits des Rasens gab es zwei Änderungen. Der Hauptsponsor-Wechsel von Prolactal zu Egger Glas und der Ausrüster-Wechsel von Jako zu 11teamsports/adidas.

Der Grunddurchgang. Trotz der vielen Turbulenzen in der Vorbereitung überraschten unsere Blau-Weißen beim Saisonauftakt alle! Einerseits mit dem schicken rosa Auswärtstrikot und andererseits mit dem fulminanten Auftritt im „Lieblingsauswärtsstadion“ in Wien-Hütteldorf. Starker Auftritt, tolle Mannschaftsleistung und dank eines Doppelpacks von TSV-Goalgetter Dario Tadic ein verdienter 2:0-Sieg gegen Rapid! Bis zur Länderspielpause war man dann nicht vom Glück verfolgt und verschenkte gegen Altach (H), Klagenfurt (A), Salzburg (H) trotz sehr starker Leistungen viele Punkte. Nach der Pause der starke Auftritt beim WAC. 3:1-Auswärtssieg! Wieder wollten unsere Jungs eine Serie starten, doch die einzige Konstante im Herbst war die Unbeständigkeit. Nie wurden zwei Ligaspiele am Stück gewonnen. Dem Remis in der Südstadt folgte eine völlig unnötige 3:4-Niederlage in einem erfrischenden Fußballspiel gegen die Wiener Austria. Der Tadic-Doppelpack und der Premierentreffer von Donis Avdijaj reichten nicht zum Punktgewinn. Schade! Auch in dieser Partie wäre viel mehr drinnen gewesen. Das Highlight schlechthin im Herbstzyklus war der Derby-Heimsieg Anfang Oktober gegen Sturm Graz. Tolle Kulisse (5.000 Fans), Traumwetter und ein großartiges und spannendes Fußballspiel. Matija Horvat, Noel Niemann und Philipp Sturm sorgten für die Treffer beim vielumjubelten 3:2 Sieg. Ärgerlich auch das darauffolgende 2:2 in Tirol gegen die WSG. Der schnelle Gollner-Führungstreffer vom Punkt und die erneute Führung von Avdijaj kurz nach der Halbzeit konnte nicht in drei Punkte umgemünzt werden. Einen viel umjubelten Last-Minute-Ausgleich erzielte Thomas Rotter im Heimspiel gegen Rapid (1:1). Es war der späteste Treffer in dieser Saison. Exakt nach 96 Minuten und 45 Sekunden.

Extrem wichtig war der hochverdiente Auswärtssieg beim damaligen Tabellenschlusslicht Altach (2:0). Die Konstanz brachten unsere Blau-Weißen nicht rein. Extrem schmerzhafte Niederlage gegen Klagenfurt und Ried folgten. Das Herbst-Finish (das leider wieder ohne Zuseher mit Geisterspielen zu Ende ging) bescherte den Hartbergern harte Brocken. Doch im Herbst klappte es gegen die „Großen“ viel besser! So auch diesmal. Der LASK wurde dank eines Tadic-Doppelpacks mit 2:1 besiegt. Nicht belohnt für einen großartigen Auftritt wurden unsere Blau-Weißen auch im zweiten Saisonduell mit den Salzburger Bullen. Nach zehn Minuten gelang die Führung durch Noel Niemann! Avidjaj stand nach knapp einer Stunde beim vermeintlichen 2:0 hauchdünn im Abseits. Bis zur 80. Minute sah alles nach der ganz großen Sensation aus, dann aber reichte die Kraft nicht mehr. Der Serienmeister drückte in der Schlussphase auf das Tempo, drehte die Partie komplett und gewann mit 2:1. Extrem schade! Im letzten Spiel des Jahres wollten unsere Jungs einen positiven Abschluss hinlegen. Beim Heimspiel gegen den WAC sah es schnell düster aus. Das rasche 0:2 ließ Schlimmes vermuten, doch Heil & Co. nahmen das Herz in die Hand, fighteten sich zurück in die Partie und wurden belohnt. Donis Avidjaj brachte den TSV mit einer wunderbaren Einzelaktion (Distanzschuss inklusive) noch vor dem Pausentee zurück in die Partie. Mario Sonnleitner drückte in der letzten Minute der Nachspielzeit das Leder über die Linie – 2:2! Ein versöhnlicher Abschluss der Herbstsaison mit Höhen und Tiefen. Die Wintervorbereitung war – passend zur Saison – sehr turbulent und alles andere als zufriedenstellend. Ein Trainingslager unter erschwerten Bedingungen (Schnee und Wind in der Türkei), Testspielabsagen, Corona-Cluster kurz vor dem Frühjahrsauftakt. Mit dem 1:1 gegen die Admira war man keinesfalls zufrieden, da konnte auch keiner noch vermuten, dass der Treffer von Jürgen Heil für die nächsten zwei Monate, sprich 708 Minuten, der Letzte war. Durch die drei folgenden „zu Null“-Niederlagen (Austria, Sturm, WSG) war die Chance auf die Meistergruppe dahin. Ein deutlicher Abwärtstrend erkennbar. Im Grunddurchgang 2021/2022 wäre jedenfalls mehr möglich gewesen. Der TSV beendete diesen auf dem 10. Platz mit acht Punkten Rückstand auf Platz sechs und neun Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Altach.

Die Cupsaison. Die Cupsaison hätte in der Schulnote ein 1- bekommen. Ungefährdeter Auftakterfolg gegen Gleichenberg (3:0), Zittersieg in Gurten (1:0). Das turbulente Achtelfinale gegen BW Linz musste zweimal ausgetragen werden (im ersten Anlauf Spielabbruch aufgrund eines medizinischen Notfalls), der TSV setzte sich 3:2 (durch einen Tadic-Hattrick) durch. Das Cup-Viertelfinale als Frühjahrsauftakt war die größte Sensation. Trotz der alles andere als perfekten Vorbereitung überraschten unsere Jungs bei Rapid und gewannen mit dem einzig fitten Tormann Florian Faist (der eine sehr starke Leistung zeigte) und dank Treffer von Jürgen Heil und Philipp Sturm mit 2:1. Das dritte Cup-Halbfinale der Vereinsgeschichte kam leider genau in der schlechtesten Phase der Hartberger. In Ried verpasste man die große, wirklich sehr große Chance auf das erste Endspiel der Klubgeschichte. Die Oberösterreicher gewannen knapp mit 2:1 (Sturm sorgte für den Anschlusstreffer). Eine richtig starke Saison im UNIQA ÖFB Cup, die ein sehr bitteres Ende genommen hat.

Die Qualifikationsgruppe. Durch die umstrittene Punkteteilung wurde die Qualigruppe zu einem richtigen Gemetzel. Acht Punkte zwischen Platz sieben und zwölf. Aufgrund des Abwärtstrends entschied sich der TSV Egger Glas Hartberg dazu, eine Veränderung auf der Trainerposition vorzunehmen. Der im Abstiegskampf erfahrene Klaus Schmidt übernahm und coachte die Jungs gleich im so wichtigen Auftaktspiel in Altach. Endstand 0:0. Der Abstand blieb mit fünf Punkten somit zumindest gleich. Trotzdem waren es zwei verlorene Punkte, denn die einstündige Überzahl konnte nicht ausgenützt werden. Beim vermeindlichen Führungstreffer von Tadic stellte der VAR eine hauchdünne Abseitsposition fest, auch ein Diarra-Hammer landete an der Latte. Das darauffolgende 0:0 zuhause gegen den LASK gab Auftrieb. Eine geschlossen starke Mannschaftsleistung. Eine Woche später der erneute Nackenschlag. 0:1 zuhause gegen Tirol. In Ried holten unsere Blau-Weißen im vierten Spiel das dritte 0:0. Die Defensive wurde stabilisiert, doch offensiv fehlte noch der Durchbruch. Der TSV war nach Runde 26 erstmals Letzter, der Abstand zu Platz eins der Qualifikationsgruppe aber nur vier Zähler. Der Anfang einer richtigen Nervenschlacht für alle Teams! Ein Stück finsterer wurde es zu Ostern. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen die Admira (die zu diesem Zeitpunkt die Führung in der QG übernahm) brach Tobias Kainz zwar die Torsperre, man zeigte sich Offensiv verbessert, doch noch war es zu wenig. Die Tage darauf waren entscheidend, denn es standen die beiden so wichtigen Spiele gegen die Admira (Rückspiel) und Altach am Programm. Und das innerhalb von vier Tagen. Trainerteam und (Führungs-)Spieler hauten auf den Tisch, sprachen Tacheles und allen ins Gewissen. Alle rückten enger beisammen, arbeiteten intensiv und ruhig weiter und in der Trainingswoche vor der QG-Rückrunde spürte man im Hartberg-Lager neuen Mut, neue Entschlossenheit, der (überlebenswichtige) Matchtag rückte immer näher. Auch die Fans zeigten die Liebe zum TSV und unterstützen die Mannschaft in der Südstadt und zuhause gegen Altach zahlreich, lautstark und tatkräftig. Endlich Aufbruchstimmung! Es folgten zwei furiose Spiele mit richtig starken Leistungen und hochverdienten Siegen.

3:1 bei der Admira und der 4:0-Kantersieg gegen Altach, der zugleich höchstes TSV-Bundesliga-Sieg. Zudem traf Dario Tadic in beiden Spielen (erstmals wieder seit November 2021), Seth Painstil zeigte Torjägerqualitäten und traf dreimal (in zwei Spielen) und Okan Aydin lief zur Höchstform auf und krönte dies mit einem Treffer gegen die Vorarlberger. Das Momentum war wieder auf Hartberger Seite, eng blieb es trotzdem. Der TSV plötzlich auf Platz drei, vier Punkte hinter Tirol, fünf Zähler vor Altach. Es folgte der schwere Gang zum LASK (wo erstmals Didi Kühbauer als Cheftrainer agierte). In einer richtig kuriosen Partie konnten drei Rückstände wettgemacht werden, zudem schoss Sascha Horvath einen Elfer in der letzten Minute an die Latte. In der vorletzten Runde hätte der TSV in Tirol den Klassenerhalt mit einem Erfolg fixieren können, doch einer der schlechteren Auftritte (2:4) brachte in der letzten Runde einen Hitchcock-Thriller um den Klassenerhalt. Vor allem weil Altach dank neuer Hoffnung durch die Punkteteilung plötzlich zu Siegen begann. Die Ausgangslage: Tirol stand als QG-Sieger fest, dahinter LASK (23), Ried (21), Hartberg (21), Admira (21) und Altach (19). Unsere Mannschaft hatte es in der eigenen Hand. Zusätzlicher Nachteil für Hartberg und Admira: Der fehlende Stern aus der Punkteteilung, wodurch Altach bei Punktegleichheit vorne wäre.  Im direkten Duell gegen Ried ging es für beide Teams um alles. Die Schmidt-Truppe war perfekt eingestellt, legte wie die Feuerwehr los und ging nach wenigen Minuten durch einen Avdijaj-Treffer in Führung. Kurzfristig war Ried in der Blitztabelle abgestiegen, der TSV spielte in der ersten Hälfte quasi ein Powerplay, nur der zweite Treffer fehlte. Doch schnell war für beide Teams der Klassenerhalt fix. Altach gewann zwar, doch im anderen Parallelspiel war LASK nach 33 Minuten bereits mit 3:0 in Führung. Lukacevic verkürzte für die Herzog-Truppe nach knapp einer Stunde zwar auf 3:1, konnte aber nicht mehr nachlegen. Somit war der Ausgang des Spiels in Hartberg schlussendlich egal (1:1), die Admira muss den bitteren Gang (waren von Runde 1 bis 31 nie Letzter) in die 2. Liga antreten. In der Profertil Arena hingen sich alle Beteiligten in den Armen und beide Teams jubelten über den Klassenerhalt. Ein Fight bis zum Schluss, Spannung pur für die Fans und Medien. Dramatik pur, schlaflose Nächte und nervenaufreibende Momente für die Vereine. Ende gut, alles gut!

Die Statistiken. Der TSV Egger Glas Hartberg beendete die Saison auf dem elften Tabellenplatz, punktegleich mit dem 9. und 10. (Rückreihung wegen des fehlenden Sterns). Das Wichtigste: Klassenerhalt! In der abgelaufenen Saison wurden „nur“ sieben Siege eingefahren (10, 12, 12 in den BL-Jahren davor). Mit weiteren zwölf Remis war es punktetechnisch die schwächste Saison in der TSV-Bundesliga-Geschichte (18/19: 35, 19/20: 42, 20/21: 47, 21/22: 33). Bundesliga Jahr eins und vier Klassenerhalt in der letzten Runde, Jahr zwei und drei ligainternes Europacup-Play-off. Spannend ist die Tabelle ab der 76. Minute, der TSV belegt sensationell den 2. Platz hinter Salzburg. In der abgelaufenen Saison erzielte der TSV im Saisonvergleich die zweitwenigsten Treffer (43; in den Vorjahren 38, 52, 48), kassierten aber die wenigsten Gegentore (21/22: 47, 20/21: 48, 19/20: 74, 18/19: 66). Unsere Blau-Weißen gelangen sowohl zuhause wie auch auswärts sechs Remis, das Siegverhältnis 3:4. Nach wie vor sucht Hartberg den spielerischen Weg zum Erfolg, der in allen vier Jahren bislang den Erfolg – manchmal früher, manchmal später – brachte. Der Torschützenkönig kam diesmal nicht nur von Meister Salzburg. Neben Karim Adeyemi erzielte auch Tirols Giacomo Vrioni 19 Treffer. Dario Tadic war mit zehn Treffern zweistellig und einmal mehr bester TSV-Saisontorschütze. Die 43 TSV-Tore wurden von 15 verschiedenen Torschützen erzielt. Jürgen Heil war bester Hartberger-Assistgeber (5). Dario Tadic sammelte die meisten TSV-Scorerpunkte (13). Philipp Erhardt (19x) wurde am öftesten ein- und Noel Niemann (19x) am häufigsten ausgewechselt. 30 verschiedene Spieler (in der Vorsaison 27) wurden eingesetzt. Tobias Kainz (2.557 min) und Jürgen Heil (2.483 min) waren die TSV-Dauerbrenner, Kainz stand als einziger Hartberger in allen 32 Bundesligaspielen am Feld. Mario Sonnleitner wurde am 14. August 2021 (Erreichen des 400. BL-Spiels) in den Legendenklub aufgenommen und hält bei 418 BL-Einsätzen. Das Durchschnittsalter lag bei 27,6 Jahren (Liga-Höchstwert), der Österreicher-Anteil bei 78% (drittbester Wert). Die längste Siegesserie dauerte heuer nur zwei Runden (Spieltag 28-29), die längste ungeschlagene Serie dauerte vier Runden (10-13). Die längste sieglose Serie waren satte elf Runden (17-27), nur im ersten BL-Jahr mehr (13). Serienmeister Red Bull Salzburg konnte vom TSV noch nie besiegt werden, ebenso die SV Ried und Austria Klagenfurt in der Bundesliga. Im Finaldurchgang 2022 sammelte unsere Mannschaft 11 Punkte. (2021: 18, 2020: 13, 2019: 9). Jürgen Heil wurde von den Hartbergern am öftesten gefoult (59). In Summe zeigten die Schiedsrichter den Hartbergern 62x Gelb und neben Salzburg als einziges Team keine rote Karte. Den TSV-Höchstwert bei den gelben Karten hat kurioserweise Rene Swete (7x). 1.340 Pässe spielte Tobias Kainz (Klub-Passkönig). Er schlug auch die meisten Flanken und Ecken im TSV-Lager (134). Der TSV hatte in dieser Saison 179 Spielzüge mit 10 oder mehr Pässen, nur Salzburg mehr. Unsere Mannschaft kassierte 45% der Gegentore nach der Pause, niedrigste Anteil. Mario Sonnleitner weist exakt 100 klärende Aktionen auf. Rene Swete wehrte 62% der Schüsse, die von innerhalb des Strafraums abgegeben wurden, ab – Bestwert! Im Player Index von Sky Sport Austria setzte der „6-Runden-Hartberger“ Sascha Horvath vor Kristensen und Liendl als Spieler der Saison durch. Die Top-3 Hartberger laut Index waren Jürgen Heil (27.), Tobias Kainz (33.) und Dario Tadic (49.). Statistiken über Statistiken, am Ende zählt nur dass, was herauskommt: Ziel erreicht, WIR SIND BUNDESLIGA!

Danke. Zum Saisonende gilt es einmal mehr DANKE zu sagen. Herzlichen Dank an alle, die dieses erfolgreiche Kapitel, den Hartberger Bundesliga-Hype, diese schwierigen Zeiten, aber auch sensationellen Leistungen und Momente seit vier Jahren mitgestaltet und möglich gemacht haben: Dem Land Steiermark, vor allem LH Hermann Schützenhöfer, Sportlandesrat Christopher Drexler, der Stadtgemeinde Hartberg, Bürgermeister Ing. Marcus Martschitsch, allen Sponsoren, Obmann und Sportdirektor Erich Korherr mit seinem Vorstand, Präsidentin Brigitte Annerl, allen Funktionären, Mitarbeitern, an die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer, die unzähligen Stunden für den Herzensklub TSV investieren und last but not least dem Trainerteam sowie unserer Mannschaft. Der größte Dank aber gilt unserem Publikum und den treuen TSV-Fans. Danke für eure Disziplin, eure Solidarität, Treue und Unterstützung – ihr alle seid ein wesentlicher, entscheidender Teil der Erfolgsstory. Speziell in den Entscheidungsspielen gegen Altach und Ried merkte man, welch Potenzial im Hartberger Publikum steckt. Die nächsten Wochen und Monate bleiben spannend. Die neue Saison steht bevor, im Sommer beginnt die Akademie und auch Entscheidungen in Sachen Stadionprojekt werden fallen (müssen)…

Wir sind stolz auf ALLE Beteiligten – und das Positive? Das Hartberger-Fußballmärchen, wie es viele immer bezeichnen, geht weiter! Wir haben Visionen, alles ohne abzuheben, wir bleiben bodenständig, demütig, dankbar und motiviert! DANKE!

#wirsindhartberg #derwegstimmt #bundesliga #forzatsv #nevergiveup

Fotos: GEPA Pictures | TSV Hartberg