Zwei verlorene Punkte – 1:1 gegen Lustenau

Der TSV Egger Glas Hartberg kommt gegen Austria Lustenau zuhause über ein 1:1 nicht hinaus. Eine starke zweite Halbzeit, in der man den Ausgleich erzielte und Dauerdruck ausübte, wurde nicht mit einem Heimsieg belohnt. In der Schlussphase häuften sich die Möglichkeiten, der Lucky Punch gelang leider nicht mehr. Unsere Blau-Weißen wären an diesem Abend der verdiente Sieger gewesen, daher sind es absolut zwei verlorene Punkte. Die Niederlagenserie ist aber immerhin beendet, in der Tabelle tritt man weiter an der Stelle und bleibt Letzter. Nächsten Samstag steht (WM bedingt) bereits der Jahresabschluss zuhause gegen den SK Rapid am Programm.


Unsere Mannschaft startete in der Anfangsphase gut ins Spiel, versuchte Akzente zu setzen, aber man spürte natürlich die aktuelle Verunsicherung. Daher gelang es in der ersten Halbzeit nicht, gefährliche Torchancen zu kreieren. Anfangs gab Okan Aydin einen Distanzschuss aber, der aber kein Problem für Gästetorhüter Schierl darstellte, danach wurde ein Schuss von Jürgen Heil aus aussichtsreicher Position von einem Verteidiger geblockt. Lustenau gab über das gesamte Spiel nur zwei Torschüsse ab, einer davon landete aber im Netz. Zunächst parierte Swete einen unangenehm abgefälschten Rhein-Schuss (21.). Nach knapp einer halben Stunde bekam Guenouche viel zu viel Platz und versenkte seinen Schuss aus rund 18 Metern genau im Eck zur Führung der Gäste.

Zur Pause reagierte Trainer Klaus Schmidt und brachte Lukas Fadinger und Ruben Providence, die beide eine starke Leistung im zweiten Spielabschnitt ablieferten. Der TSV wurde von Minute zu Minute dominanter, nahm auch mehr Risiko und bereits in der 58. Minute folgte der verdiente Ausgleich. Der Schuss von Almog wird geblockt, der Ball landete bei Ruben Providence, der nicht lange fakelte und das Leder im gegnerischen Tor versenkte. Premierentreffer in Hartberg. Die Erleichterung war zu spüren. In der Folge drückten Heil & Co. auf die Führung und starteten eine Offensivaktion nach der anderen. Leider passierten immer wieder zu leichte Fehler, die eine Chancenflut verhinderten. Ein paar gute Möglichkeiten gab es trotzdem. Jürgen Heil traf in seinem 100. Bundesliga-Spiel nach Frieser-Vorarbeit das Außennetz (80.), in der 88. Minute sah Grujcic nach Foul an Tadic zurecht Gelb-Rot. Ein Tadic-Volley nach einer Kopfballstafette wurde von Gmeiner gerade noch geblockt und Lustenau-Schlussmann Schierl parierte in der 94. Minute den wuchtigen Flachschuss von Dario Tadic, der seinen 250. Einsatz im TSV-Trikot feierte, nach einem kurz abgespielten Freistoß. Es wäre der so wichtige Lucky Punch gewesen… Die Lustenauer hatten aufgrund des Hartberger Risikos und der zwischendurch zu leichten Fehler bzw. fehlenden Restverteidigung riesige Umschaltmöglichkeiten, die die Mader-Elf zum Glück nicht nutzten. Die Größte gleich nach Wiederbeginn, als Teixeira nach einem katastrophalen Fehlpass auf das Hartberg Tor stürmte, doch Lukas Fadinger verteidigte diese Aktion hervorragend. So ein Spiel muss – die 90 Minuten rückblickend – gewonnen werden. Somit gelang auch nicht die Revanche für die 1:4-Niederlage im Hinspiel und die Unserie gegen Aufsteiger (nur 1 Sieg in 14 Spielen) geht ebenfalls weiter.

Nun heißt es für alle TSV-Akteure: Hart arbeiten und am Samstag in letzten Pflichtspiel des Jahres (Sa. 12.11. – 17 Uhr gegen Rapid) das Herz in die Hand nehmen und alles raushauen, damit man endlich wieder einen Sieg einfährt und bestenfalls die rote Laterne noch in diesem Jahr abgibt. #nevergiveup


Stimmen zum Spiel:

Klaus Schmidt (Hartberg-Trainer): „Das 0:1 hat uns natürlich nach der Niederlagenserie sehr verunsichert. Die Einwechslung von Providence und Fadinger zur Pause hat uns in der Offensive stärker gemacht. In Summe haben wir dann zwar ein verdientes Remis erreicht, wir können aber mit dem Ergebnis trotzdem nicht zufrieden sein. Daheim gegen Lustenau erwartet man sich eben einen Sieg und das ist uns heute wieder nicht gelungen. Nun müssen alle in der Mannschaft, also Spieler und Trainerteam, eine Woche lang alles geben und alles dafür tun, damit wir am Samstag gegen Rapid ein geiles Spiel abliefern und alle im Stadion mit dem was wir geboten haben glücklich sind.“

Markus Mader (Lustenau-Trainer): „Wir haben gewusst, dass Hartberg kein Wunschkonzert wird. Wir können mit dem Remis sicher besser leben als die Hartberger. Vor der Pause haben wir das Spiel recht gut im Griff gehabt und sind auch verdient in Führung gegangen. Auch Anfang der zweiten Hälfte ist es recht gut gegangen. Der Ausgleich hat uns dann ein bisschen verunsichert, der Gegner ist stärker geworden, deshalb ist das Remis dann in Summe gerecht gewesen.“

Jürgen Heil (TSV-Spieler): „Wir können mit dem Remis sehr schlecht leben. Wir haben uns drei Punkte vorgenommen und alles dafür getan. Aber wie es im Fußball so ist, wenn du in der „Sch***gasse“ bist, gehst du mit 0:1 in Rückstand. Wir haben Moral bewiesen, wollten wie Partie unbedingt drehen, das ist uns aber leider nicht gelungen. Wir sind sehr enttäuscht. Aber die Meisterschaft ist noch lang, sie wird erst im Frühjahr entschieden, wir müssen schauen, dass wir dran bleiben.“


Admiral Bundesliga 2022/23 | 15. Runde | Samstag, 5. November 2022

TSV Egger Glas Hartberg 1:1 (0:1) SC Austria Lustenau

Profertil Arena – Hartberg, 2.060 Zuseher | SR Sadikovski (Wien)

Spielhighlights: Highlights #HTBALU

Tore:
0:1 Guenouche (29.)
1:1 Providence (58.)

Hartberg: Swete – Steinwender (62./Sonnleitner), Rotter (89./Kriwak), M. Horvat – Farkas (46./Providence), Heil, Ejupi (46./Fadinger), Karamarko – Frieser, Almog (71./Tadic), Aydin

Lustenau: Schierl – Gmeiner, Hugonet, Grujcic, Guenouche (77./Adriel) – Rhein (61./Türkmen), Grabher (86./Bellache), Surdanovic – Anderson, Diaby (61./Fridrikas), Teixeira (77./Cheukoua)

Gelb-Rote Karte: Grujcic (88./Foul)

Gelbe Karten: Heil bzw. Teixeira, Surdanovic

Fotos: Gepa Pictures | TSV Hartberg