Zwischenzeitlicher Rotter-Ausgleich reichte nicht – 1:2 bei der Admira!

Wieder nicht belohnt für eine gute zweite Halbzeit – somit heißt es weiter warten auf einen vollen Erfolg…


Markus Schopp rotierte in seiner Startelf vor dem Ostergastspiel in der Südstadt gehörig. Rotter, Acquah und Skenderovic anstelle von Siegl, Ilic und dem gesperrten Sanogo. In der Anfangsphase war unsere Mannschaft ziemlich von der Rolle. Rene Swete sei Dank, dass unser TSV in den ersten zehn Minuten nicht in Rückstand geriet. Ein Kalajdzic-Heber (2.), eine gefährliche Hereingabe (6.) sowie eine Chance von Schmidt konnte der Hartberger Schlussmann entschärfen. Zudem verzog Pusch aus aussichtsreicher Position (4.). Der im Winter von Heidenheim ausgeliehene Deutsche Kolja Pusch besorgte nach 20 Minuten per Elfmeter die verdiente Führung für die Admira. Vorangegangen war ein ruhender Ball. Im Strafraum gab’s ein Halten und Ziehen, SR Ouschan (Bundesliga-Debüt) ahndete jenes von Flecker an Kalajdzic. Ein Strafstoß den man geben kann, aber nicht muss. In der Folge hat sich die Mannschaft von Trainer Markus Schopp erfangen, ohne aber gefährlich zu werden. Zu ängstlich waren die Offensivversuche. Einzig bei einem ruhenden Ball wurde Rotter im Strafraum geschupft, auch hier hätte man durchaus Elfmeter geben können. Doch kurz vor der Pause gelang der Ausgleich. Ecke Dario Tadic, drei Spieler waren im Strafraum ungedeckt und Hartberg-Eigenbauspieler und Kopfballspezialist Thomas Rotter traf zum 1:1.

Gestärkt durch den Treffer waren es Cancola & Co. die mit mehr Elan aus der Kabine gekommen sind. Es wurden mehr Bälle schneller in die Tiefe befördert. Immer wieder wurde Meris Skenderovic gesucht und auch gefunden. Zwei haarige Situationen, beide Male entschied der Linienrichter auf Abseits. Doch bei der zweiten Aktion, wo der Ball auch im Tor landete, war Skenderovic nicht im Abseits. Sehr bitter, solche Momente sind einfach entscheidend. Eine ordentliche Chance hatte nach 54 Minuten auch unser Kapitän Sigi Rasswalder, der nicht voll durchzog und so in Andreas Leitner seinen Meister fand. Aber auch die Hausherren hatten zwei Torschüsse zu verzeichnen. Beide Male parierte Swete. Die „Admira-Lebensversicherung“ erzielte in der 68. Minute den 18. Standardtreffer in dieser Saison für die Admira. Ein Zwierschitz-Freistoß wurde vom Stürmer vom Fünfer in das Tor verlängert. Rene Swete blieb in dieser Situation auf der Linie. Zu diesem Zeitpunkt haben unsere Jungs die Partie noch lange nicht aufgegeben. Weitere Chancen folgten. Die größte Möglichkeit in der 74. Minute. Kresimir Kovacevic mit einem starken Kopfball am kurzen Eck – Glanzparade von Admira-Goalie Leitner. Ein Tadic-Freistoß (85.) und eine Kovacevic-Schuss von der Strafraumgrenze (92.) fanden leider auch nicht den Weg ins Tor. David Cancola setzte sich über links gut durch, ging dann im Strafraum auch zu Boden. Ein Kontakt war da, der für einen Strafstoß aber wohl zu wenig gewesen ist.

Nach intensiven 94 Minuten stehen wir erneut mit leeren Händen da. Im vierten Spiel der Qualifikationsgruppe setzte es die vierte Niederlage, die aufgrund der Phase kurz vor der Pause und der zweiten Halbzeit nicht nötig gewesen wäre. Zumindest konnten wir die Torsperre nach 345 Minuten beenden. Auch die kämpferische Leistung und der Wille sowie doch einige Torchancen in der zweiten Halbzeit und das erste Standardtor der Saison machen Hoffnung für die verbleibenden sechs Partien. In dieser schwierigen Phase hat man dann auch mit den Schiedsrichterentscheidungen (Elfmetersituationen, „Abseitsposition“ Skenderovic) kein Glück. Die in starker Form spielende Admira entschied durch ihre Standard-Stärke diese Partie. In Summe war es aus Hartberger Sicht aber wieder zu wenig, im Abstiegskampf muss mehr kommen, vor allem in der Anfangsphase waren unsere Blau-Weißen schwer unter Druck, der letzte Nachdruck und die Präzision der entscheidenden Pässe fehlte. Zum Nachdenken bleibt keine Zeit und das Motto für die kommenden Aufgaben ist sowieso klar: Kämpfen, rackern und fighten bis zum Umfallen. Es können auch einmal „dreckige“ Punktgewinne sein. Im Abstiegskampf zählen Punkte, die wir dringend benötigen und in den nächsten Wochen erkämpfen und erzwingen werden. #nevergiveup


Eine Zusammenfassung vom Spiel gibt es hier: #ADMHTB-Highlights


Stimmen zum Spiel:
TSV-Trainer Markus Schopp: „Wir haben – auf Grund der Veränderungen – lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Der Rückstand war unglücklich durch einen Elfer, den man nicht geben muss. Dann haben wir eine gute Reaktion gezeigt, sind relativ gut im Spiel gewesen und haben auch den verdienten Ausgleich erzielt. Die Admira hat eine hohe Qualität bei Standards und das haben sie auch heute wieder gezeigt, wodurch wir am Ende leider wieder ohne Punkte dastehen. Ich glaube, die neuen Spieler haben die Sache ganz ordentlich gemacht. Sie haben sich aufgedrängt und daher die Chance bekommen. Fakt ist aber, dass wir alle noch Luft nach oben haben.

Admira-Trainer Reiner Geyer: „Wir waren von Beginn an sehr fokussiert und sind gut ins Spiel gekommen. Wir hätten auch das eine oder andere Tor mehr machen können. Hartberg ist vor der Pause eigentlich zu keiner Chance gekommen. Danach haben die Jungen gut weitergemacht. Wir sind phasenweise zu hoch gestanden und hatten in der zweiten Halbzeit Probleme mit den hohen Bällen von Hartberg. Aber mit unserer Qualität bei Standards haben wir das Spiel noch auf unsere Seite gebracht.


Tipico Bundesliga 2018/19  26. Runde – 20. April 2019

FC Flyeralarm Admira 2:1 (1:1) TSV Prolactal Hartberg

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 1.900 Zuschauer, SR F. Ouschan (Vorarlberg)

Tore:

1:0 Pusch (20./Foulelfer)
1:1 Rotter (43.)
2:1 Kalajdzic (68.)

Admira: Leitner – Aiwu, Vorsager, Bauer – Zwierschitz, Toth, Hjulmand, Spasic – Pusch (89./Maier), Kalajdzic (94./Petlach), Schmidt (68./Jakolis)
Hartberg: Swete – Huber, Rotter, Aquah – Flecker, Cancola, Camara (79./Kröpfl), Rasswalder (87./Ilic) – Rep – Skenderovic (69./Kovacevic), Tadic

Gelbe Karten: Schmidt, Aiwu bzw. Flecker, Rasswalder